Einparken

Die hohe Schule des Auto­fah­rens

Ob rückwärts oder vorwärts – So einfach können Sie einparken lernen

Einparken – für viele Autofahrer eine kniffelige Situation. Hat man endlich eine Parklücke entdeckt, ergibt sich direkt das nächste Problem: Wie kann ich richtig einparken? Gerade das Rückwärtseinparken macht vielen Fahrern Probleme – doch ein­parken ist nicht schwer!

Im Ratgeber finden Sie passende Anleitungen für jede Parksituation. Mit einigen Grundregeln gelingt Ihnen das Einparken von nun an schnell und stressfrei. Wir zeigen Ihnen wichtige Haltepunkte beim rückwärts einparken und geben Ihnen Tipps zu Orientierungspunkten.

Zudem finden Sie hier Informationen zur Kfz-Versicherung, falls es beim Einparken doch mal kracht. Denn die richtige Autoversicherung spielt im Schadenfall eine wichtige Rolle. Gerne beraten wir Sie auch generell rund um das Thema Versicherung.

Der Ratgeber gibt Ihnen allgemein Informationen. Produktinformationen zur Kfz-Versicherung finden Sie hier.

Produktinformationen

Problemfall Einparken – Allgemeine Tipps

Wer kennt das Problem nicht: Da hat man nach einer gefühlten Ewigkeit endlich einen Parkplatz gefunden, doch das seitliche Einparken will einfach nicht gelingen. Mittlerweile hat man schon dreimal korrigiert und noch immer ist die richtige Parkposition weit entfernt. Der nachfolgende Verkehr staut sich, irgendwer hupt verärgert, denn die Straße ist eng und niemand kann überholen. Hektik macht sich breit. Auch nach bestandenem Führerschein sind Einpark-Situationen für viele Fahrer und Fahrerinnen ein Graus. Doch es geht auch anders: Dank unserer Tipps gelingt es in Zukunft auch bei schwierigen Parklücken.

Bevor Sie versuchen einzuparken, sollten Sie jedoch unsere allgemeinen Tipps zum Einparken berücksichtigen:

  1. Sind die Spiegel richtig eingestellt? Vor dem Losfahren sollten Sie zunächst kontrollieren, ob Sie Ihre Spiegel richtig eingestellt haben. Im unteren Rand der Seitenspiegel sollten Sie den Türgriff erkennen. Im Innenspiegel sollte die ganze Heckscheibe zu sehen sein.
  2. Ist die Lücke zu klein? Bevor Sie mit dem Parkvorgang starten, sollten Sie die Größe der Parklücke einschätzen. Parken Sie dazu zunächst neben der Lücke. Ist diese groß genug, können Sie im nächsten Schritt entscheiden, wie Sie einparken möchten.
  3. Nicht stressen lassen. Beim Einparken sollte man sich die Zeit nehmen, die man braucht. Drängelnde und ungeduldige Autofahrer sowie persönlicher Zeitdruck sollten keine Rolle spielen.

Richtig einparken: Eine Anleitung für jede Parklücke

Was sich auf dem Baumarkt-Parkplatz dank großzügiger Stellplätze kaum bemerkbar macht, wird in einer Tiefgarage oder einer verkehrsberuhigten Seitenstraße schnell zum Problem: Es ist ärgerlich – da musste man in der Fahrschule das Einparken lernen und bekommt es immer noch nicht so hin, dass man selbst zufrieden ist.

Wir stellen Ihnen Techniken vor, um in jede Parklücke richtig einzuparken. Dabei spielt es eine wichtige Rolle, ob der Parkplatz längs, schräg oder quer ausgerichtet ist. Grundsätzlich können Sie in jede Parklücke vorwärts oder rückwärts einparken. Zudem ist zu beachten, dass in der Regel auf der rechten Fahrbahnseite geparkt werden sollte, damit man beim Ein- bzw. Ausparken nicht den Gegenverkehr kreuzt. Ausgenommen davon sind besondere Straßenverhältnisse wie beispielsweise Einbahnstraßen, Parkplätze oder verkehrsberuhigte Bereiche.

Zusätzlich muss beim längs einparken in Fahrtrichtung geparkt werden. Das bedeutet, dass ein Einparken auf der linken Seite nur in Einbahnstraßen möglich ist. Eine Ausnahme von dieser Regel bilden Fahrbahnen, auf denen rechts Schienen vorhanden sind, sodass das Parken dort nicht möglich ist.

Tipp
  • Vorwärts einparken: Auf dem Supermarkt- oder dem Baumarkt-Parkplatz, um das Ein- und Ausladen am Kofferraum zu erleichtern.
  • Rückwärts einparken: Auf öffentlichen Parkplätzen und in Nebenstraßen, um das Ausfahren aus der Parklücke zu erleichtern.

Rückwärts einparken – So einfach geht´s

Das Rückwärtseinparken braucht Übung. Wir zeigen Ihnen, wie Sie rückwärts in jede Parklücke einparken können. Ob seitlich, längs oder quer – rückwärts einparken wird für Sie in Zukunft kein Problem mehr darstellen.

Die Anleitungen beziehen sich auf das Einparken an der rechten Straßenseite. Möchten Sie auf der linken Seite einparken, sind nur die jeweiligen Richtungs­anweisungen zu vertauschen. Das kann zum Beispiel in Einbahnstraßen hilfreich sein.

Rückwärts längs einparken

So können Sie längs rückwärts, seitlich bzw. parallel einparken:

  1. Beim Heranfahren an die Parklücke den rechten Blinker setzen.
  2. Rückwärtigen Verkehr mit Hilfe der Spiegel beobachten.
  3. Parallel zum vorderen geparkten Fahrzeug halten. Faustregel:Spiegel an Spiegel“. Abstand von Fahrzeug zu Fahrzeug: etwa 50 cm.
  4. Rückwärtsgang einlegen, langsam zurückfahren. Der Hauptblick ist auf das Heckfenster gerichtet, um den Verkehr zu beobachten. Immer wieder kurze Blicke nach vorne zur Kontrolle, ob das Auto zu weit oder zu gering ausschert. Gegenverkehr und überholende Fahrzeuge im Blick behalten.
  5. Wenn die B-Säule (hieran ist Anschnallgurt befestigt) des eigenen Fahrzeugs mit dem Heck des vorderen Fahrzeugs eine gerade Linie bildet: bis zum Anschlag nach rechts einlenken. Langsam zurückfahren, bis das eigene Fahrzeug und das vordere Fahrzeug einen Winkel von 45 Grad bilden.
  6. Fahrzeug wieder gerade ausrichten.
  7. Bis auf einen halben Meter an den Bordstein heranfahren.
  8. Lenkrad bis zum Anschlag nach links drehen. Vorsichtig weiterfahren, bis die Mitte der Parklücke erreicht ist.
  9. Reifen geradestellen.
  10. Sollte der Abstand zum Bordstein zu groß sein: nachkorrigieren!

Rückwärts quer einparken

Ganz einfach das Auto rückwärts quer einparken:

  1. Vor der Parklücke den rechten Blinker betätigen und an der Parklücke vorbeifahren. Der seitliche Abstand sollte einen Meter betragen.
  2. Rückwärtigen Verkehr mit Hilfe der Spiegel beobachten: Innenspiegel, Außenspiegel, Schulterblick rechts und links; Kontrollblick auf Gegenverkehr.
  3. Lenkrad nach rechts einschlagen, langsam rückwärtsfahren.
  4. Da sich die Fahrzeug-Front beim Einparken nach links bewegt, regelmäßig einen Kontrollblick nach vorn machen. Sicherstellen, dass entgegen­kommende Fahrzeuge nicht behindert oder gefährdet werden.
  5. Ist das Fahrzeug parallel zu den neben­stehenden Fahrzeugen ausgerichtet, Räder gerade ausrichten.
  6. Langsam und vorsichtig zurücksetzen.
  7. Sollte der Abstand zu den Fahrzeugen links oder rechts zu klein sein: nachkorrigieren.

Vorwärts einparken – sinnvoll bei großen Parklücken

Gerade wenn Sie etwas im Kofferraum transportieren oder es sich um eine große Parklücke handelt, bietet es sich durchaus an, vorwärts einzuparken.

Zudem sind oftmals in Tiefgaragen Schilder wie beispielsweise "Bitte vorwärts einparken" angebracht. In diesem Fall muss vorwärts eingeparkt werden, damit die Wand nicht durch die Abgase verschmutzt wird.

Vorwärts längs einparken

Tipps zum vorwärts längs einparken:

  1. Beim Heranfahren an die Parklücke den rechten Blinker setzen.
  2. Rückwärtigen Verkehr mit Hilfe der Spiegel beobachten.
  3. Überprüfen Sie, ob kein anderes Fahrzeug behindert wird: Blicke in Innen- und Außenspiegel, dann Schulterblick nach rechts.
  4. Mit dem Einlenken erst beginnen, wenn man das letzte Fahrzeug vor der Lücke passiert. Lenkt man zu früh ein, könnte man mit der Rückseite des eigenen Fahrzeugs den parkenden Pkw berühren.
  5. Beim Einfahren in die Parklücke rechtzeitig vor dem Bordstein nach links wenden (Winkel ungefähr bei 45 Grad).
  6. Sobald Sie in der Parklücke gerade stehen, Reifen gerade ausrichten.
  7. Sollte der Abstand zum Bordstein zu groß sein: nachkorrigieren.

Vorwärts schräg einparken

So parken Sie Ihr Auto in schrägen Parklücken:

  1. Beim Heranfahren an die Parklücke den rechten Blinker setzen.
  2. Auf Höhe des Fahrzeugs halten, das rechts neben der Parklücke steht. (Der rechte Seitenspiegel des eigenen Fahrzeugs bildet eine gerade Linie zum rechten Rückblinker des parkenden Fahrzeugs.)
  3. Rückwärtigen Verkehr mit Hilfe der Spiegel beobachten.
  4. Überprüfen, ob kein anderes Fahrzeug durch das Einparken behindert wird: Blicke in Innen- und Außenspiegel, dann Schulterblick nach links.
  5. Lenkrad nach rechts einschlagen und langsam in die Parklücke einfahren.
  6. Wenn das eigene Fahrzeug zu den nebenstehenden Fahrzeugen parallel ist, gegenlenken und Räder gerade ausrichten.
  7. Sollte der Abstand zu den nebenstehenden Fahrzeugen zu groß beziehungsweise zu klein sein: vorsichtig nachkorrigieren.

Vorwärts quer einparken

Vorwärts quer einparken in nur wenigen Schritten:

  1. Rechten Blinker betätigen.
  2. Seitenabstand nach rechts mindestens 2,5 Meter. Bei schmalen Straßen soweit wie möglich nach links fahren. (Gegenstreifen nur benutzen, wenn unbedingt notwendig, dabei beim gesamten Einparken auf entgegenkommenden Verkehr achten.)
  3. Rückwärtigen Verkehr mit Spiegel beobachten: Innenspiegel, Außenspiegel, Schulterblick rechts und links, Kontrollblick auf Gegenverkehr.
  4. Lenkrad nach rechts einschlagen und in die Parklücke einfahren.
  5. Wenn das Fahrzeug parallel zu den anderen links und rechts der Lücke steht: anhalten und Räder gerade ausrichten.
  6. Vollständig in die Lücke hineinfahren.
  7. Sollte der Abstand zu einem der nebenstehenden Fahrzeuge zu eng sein, gerade rückwärts herausfahren, Lenkrad nach links oder rechts einschlagen (je nachdem, auf welcher Seite mehr Platz ist). Langsam vorfahren, bis der gewünschte Abstand erreicht ist, dann Lenkrad in die Gegenrichtung einschlagen, bis das Fahrzeug wieder parallel ausgerichtet ist; langsam in Parkposition vorfahren.
Tipp

In Tiefgaragen, Parkhäusern oder Garagen ist das Einparken mitunter schwieriger als auf Parkplätzen oder anderweitigen Stellflächen. Der Grund: Um den zur Verfügung stehenden Platz optimal auszunutzen, sind die Parkflächen in der Breite knapp bemessen. Die Form des Einparkens ist in der Regel vorgeschrieben: Vorwärts in Queraufstellung.


Vor- und Nachteile für die jeweilige Einparkrichtung

Vorwärts einparken
LängsSchrägSenkrecht/Quer
Vorteile

Bei ausreichend Platz einfach

Einfach

Auch in engen Parklücken einfach

NachteileHoher Platzbedarf

Rückwärts ausparken
Verkehr schlecht einsehbar

Rückwärts ausparken
Verkehr schlecht einsehbar

Rückwärts einparken
LängsSchräg
Vorteile

Gutes Hinein-Manövrieren auch in kleine Parklücken

Vorwärts ausparken
Verkehr gut einsehbar
NachteileHält den Verkehrsfluss auf

Behindert unter Umständen den Verkehrsfluss


Worauf muss man beim Einparken noch achten?

Die richtige Technik ist nur ein Aspekt beim richtigen Einparken. Doch als Verkehrsteilnehmer ist man in der Regel nicht allein auf der Straße unterwegs. Deshalb gibt es eine Reihe von Gegebenheiten, die man beim Einparken zusätzlich beachten muss. Unsere Tipps gelten aber auch genauso für das Ausparken. Wichtig: Während des Ein- oder Ausparkens haben Sie eine erhöhte Sorgfaltspflicht.

Auto
An die Dimensionen des eigenen Fahrzeugs sollte man sich recht schnell gewöhnen. So lässt sich besser einschätzen, wann man rechtzeitig das Lenkrad einschlagen kann, um berührungsfrei in die Lücke zu setzen und dabei nicht an den Bordstein zu stoßen. Auch ein zu weites Ausholen kann gefährlich werden: Unverhofft findet man sich dann mit einem Teil des Autos auf der Gegenfahrbahn wieder. Wichtig ist auch, die toten Winkel des eigens Pkw zu kennen. Nur lässt sich die Position von Passanten oder anderen Verkehrsteilnehmern vernünftig einzuschätzen.

Verkehr
Was viele beim Einparken vergessen: Der nachfolgende Verkehr erkennt nicht unbedingt sofort Ihre Absichten. Deshalb sollten Sie immer frühzeitig den Blinker setzen, um ein Parkmanöver kenntlich zu machen und vorsichtig fahren. Grundsätzlich ist es sogar erlaubt, dass Sie beim Einparken überholt werden dürfen. Das gilt zwar nur, wenn genügend Platz vorhanden und die Verkehrslage übersichtlich ist, aber eilige Zeitgenossen sehen das im Zweifelsfall anders. Im Falle eines Unfalls trifft auch Sie eine Teilschuld, denn Sie haben, gerade wenn Sie rückwärts einparken, eine erhöhte Sorgfaltspflicht.

Radfahrer
Ebenfalls ein klassisches Ärgernis: Der Autofahrer stößt in Gedanken die Tür auf, während ein Radfahrer vorbeifährt. Der Radfahrer stürzt und verletzt sich, unter Umständen sogar schwer. Daher werfen Sie vor dem Öffnen der Tür immer einen Blick in den Rückspiegel und über die Schulter, um festzustellen, ob jemand an Ihnen vorbeifahren will. Auch wenn Radfahrer sich nicht immer regelkonform verhalten – nehmen Sie dennoch Rücksicht. Ein Sturz kann schwerwiegende Folgen haben.

Passanten
Fußgänger gehören neben Radfahrern zu den am meisten gefährdeten Personengruppen im Straßenverkehr. Sie sind oft an Unfällen beteiligt, in der Mehrheit der Fälle schuldlos. Auch auf diese Gruppe sollten Sie während der Parkmanöver sorgfältig achten. Sie müssen davon ausgehen, dass Fußgänger Situationen falsch einschätzen könnten und beispielsweise versuchen, die von Ihnen ausgewählte Parklücke zur Überquerung der Fahrbahn zu nutzen. Gelegentlich sind Passanten aber auch eine Hilfe, um sich beim Einparken in enge Parklücken einweisen zu lassen.

Schilder & Parkverbote
Verkehrszeichen weisen Verkehrsteilnehmer mit einfachen und verständlichen Piktogrammen darauf hin, welches Verhalten an welcher Stelle erwünscht oder nicht erwünscht ist. Das gilt auch für das Parken. Verkehrsschilder erlauben das Parken auf bestimmten Flächen, regeln die Art und Weise, wie das Auto abzustellen ist, zeigen Parkflächen für besondere Gruppen oder ein Parkverbot an. Oft gibt es Zusatzschilder, welche die Parkerlaubnis beschränken. Einige Verkehrsschilder weisen darauf hin, dass die Parkplätze für bestimmte Personenkreise reserviert sind. Solche Parkplätze befinden sich oft in der Nähe von Eingängen und sind meist etwas breiter, um das Ein- und Aussteigen zu erleichtern:

  • Behindertenparkplatz
  • Mutter-Kind-Parkplatz

Für andere Parklätze wird oftmals eine entsprechende Gebühr fällig. Die Gebührenerhebung kann in Form einer Parkuhr oder Parkautomaten stattfinden. An einigen Parkmöglichkeiten weist ein Zusatzschild darauf hin, dass die Parkdauer begrenzt ist, weshalb eine Parkscheibe notwendig sein kann.

Dürfen Sie an einer Stelle nicht parken, wird dies durch zwei Schilder angezeigt: Im absoluten Halteverbot dürfen Sie weder halten noch parken, im eingeschränkten Halteverbot ist lediglich das Halten bis zu 3 Minuten erlaubt.

Daneben regelt die StVO auch Bereiche, in denen Halten und Parken generell unzulässig sind:

  • Enge und unübersichtliche Straßenstellen
  • In scharfen Kurven
  • Auf Einfädelungs- und Ausfädelungsstreifen
  • Auf Bahnübergängen
  • Vor und in amtlich gekennzeichneten Feuerwehrzufahrten

Einparken: Tipps zum Thema Unfälle und Versicherung

Die Parklücke zu klein, das Lenkrad zu weit eingeschlagen oder beim rückwärts einparken wurde nicht sorgfältig auf den Gegenverkehr geachtet – schon ist es passiert: Man streift leicht das nebenstehende Fahrzeug, fährt eine Beule in den eigenen Pkw oder beschädigt eine Mauer in der Tiefgarage. Solche und ähnliche Unfallschäden passieren schnell, die Reparaturkosten belaufen sich unter Umständen auf Tausende von Euro. Damit Sie solchen Ärger nach dem Einparken vermeiden, hier ein paar Tipps:

Wenn Sie den Unfall verursacht haben
Wer beim Einparken oder Ausparken einen Rempler verursacht, sollte nicht so tun, als sei nichts passiert und einfach weiterfahren. Wer so handelt, begeht Unfallflucht. Das ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat, die – je nach Schwere des Autounfalls – eine Geldstrafe oder bis zu drei Jahre Gefängnis nach sich ziehen kann sowie den Entzug der Fahrerlaubnis über einen längeren Zeitraum und Punkte in Flensburg. Haben Sie ein parkendes Auto angefahren, müssen Sie „eine angemessene Zeit warten“, bis der Besitzer wiederkommt. Bei kleineren Schäden sind das etwa 30 Minuten. Handelt sich um den Parkplatz vor einem Supermarkt oder Einkaufszentrum, können Sie Fahrzeugtyp und Kennzeichen ausrufen lassen. Taucht der Besitzer immer noch nicht auf, rufen Sie die Polizei an.

Wenn Sie den Fahrer des beschädigten Wagens ermittelt haben, tauschen Sie mit ihm Personalien, Fahrzeugdaten und Versicherungsnummern aus. Bei kleineren Schäden (unter 750 Euro) müssen Sie nicht die Polizei rufen, bei höheren Schadensummen, aber auch Verletzten, ist dies auf jeden Fall geboten. Zuhause leiten Sie die Schadenregulierung durch die Versicherung ein. Das heißt, als Unfallverursacher müssen Sie umgehend Ihre Haftpflichtversicherung informieren.

Info

Legen Sie auf keinen Fall einfach einen Zettel mit Namen und Anschrift hinter die Windschutzscheibe und fahren dann weg. Das gilt ebenfalls als Unfallflucht. Weitere Informationen dazu finden Sie in unserem Artikel rund um das Thema Fahrerflucht.

Wenn Ihr Auto beschädigt wurde
Sind Sie der Geschädigte und hat der Verursacher auf Sie gewartet, ist die weitere Schadenregulierung relativ unkompliziert. Nach dem Austausch der Daten fahren Sie in die nächste Werkstatt. Diese erstellt einen Kostenvoranschlag für die Reparatur. Ist der Schaden sehr hoch, ziehen Sie einen Sachverständigen für ein genaueres Gutachten hinzu. Reparaturkosten, aber auch Kosten für einen Leihwagen, werden von der Haftpflicht des Verursachers übernommen. Fehlt vom Verursacher aber weit und breit jede Spur, müssen Sie die Polizei informieren. Diese nimmt dann eine Anzeige gegen „Unbekannt“ auf. Wird der Täter nicht ermittelt, übernimmt die Vollkaskoversicherung die Kosten abzüglich des Selbstbehalts. Ohne Vollkasko müssen Sie allein den Schaden bezahlen.


Fazit: Vorwärts oder Rückwärts, seitlich oder quer – richtig Einparken erfordert seine Zeit

Das Einparken lernen: In der Fahrschule gehört es zu den grundlegenden Aufgaben. Doch richtig Einparken ist auch für routinierte Fahrer manchmal ganz schön knifflig. Damit Sie schnell und sicher in jede Parklücke vorwärts und rückwärts einparken, befolgen Sie stets unsere Anleitung zum Einparken.

Aber Technik ist nur die eine Seite. Fragen Sie sich immer: Darf ich hier parken? Gibt es Beschilderungen, die das Parken für mich verbieten? Zudem haben Sie eine besondere Sorgfaltspflicht, gerade wenn Sie rückwärts einparken. Achten Sie auf andere Verkehrsteilnehmer, insbesondere Passanten. Auch wenn diese sich nicht gemäß Vorschrift verhalten – sowohl beim Einparken wie beim Ausparken sind erst einmal Sie in der Verantwortung. Das gilt auch für kleinere (und größere) Unfälle beim Parken. Und überstürzen Sie es nicht, denn richtiges Einparken braucht seine Zeit. Fahren Sie langsam. Hektik und Eile haben hier nichts verloren – auch wenn die Parkplatzsuche schon ewig gedauert hat.


Wir beantworten Ihnen weitere Fragen zum Thema Einparken

Gemäß den "Empfehlungen für Anlagen des ruhenden Verkehrs" (EAR) werden drei Aufstellungsarten von Fahrzeugen unterschieden. Das Unterscheidungskriterium ist der Aufstellwinkel des Fahrzeugs. Dieser bezeichnet den Winkel zwischen Fahrbahn und Parkfläche des Fahrzeugs. Die Empfehlungen sind ein verbindliches Regelwerk für Parkflächen, Parkbauten und Parkleitsysteme, das von der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen herausgegeben wird. Bei Parkflächen für ein Einzelfahrzeug, unterscheidet die EAR drei allgemeine Aufstellarten:

  • Längsaufstellung

Die Parkfläche ist parallel zur Fahrbahn ausgerichtet. Fahrzeuge parken in die Lücke seitwärts ein. Das bedeutet, dass sie entweder rückwärts oder, sofern der Platz vorhanden ist, vorwärts einparken. Auch das Ausparken kann vorwärts wie rückwärts erfolgen. Die Längsaufstellung ist die gängigste Form an deutschen Straßen.

  • Schrägaufstellung

Der Aufstellwinkel zwischen Parkfläche und Fahrbahn beträgt zwischen 45 Grad und etwa 81 Grad. Das Einparken erfolgt in der Regel vorwärts, das Ausparken rückwärts. Diese Form ist üblich auf Parkplätzen, da der Fahrweg schmal bleiben kann und der gesamte zur Verfügung stehende Platz gut ausgenutzt wird.

  • Senkrecht-/​Queraufstellung

Parkfläche und Fahrbahn bilden einen rechten Winkel, also genau 90 Grad. Einparken kann man sowohl vorwärts als auch rückwärts. Die Senkrechtaufstellung wird eher in Nebenstraßen und auf Parkplätzen verwendet. Der Grund: Die Parkfläche wird zwar gut ausgefüllt, allerdings behindert das Ein- und Ausparken den Verkehrsfluss. Aus diesem Grund ist bei dieser Form die Unfallgefahr höher als bei anderen Parklücken.

Zunächst sollten Sie Ihr Auto kennen und insbesondere ein Gefühl dafür haben, wo das Fahrzeug endet. Dies können Sie leicht üben, indem Sie sich z.B. aus einer Styroporplatte ein stehendes Hindernis basteln. An dieses Hindernis fahren Sie langsam ran, bis Sie glauben, einen Abstand von ca. einer Unterarmlänge erreicht zu haben. Diesen Abstand sollten Sie auch beim Einparken einhalten, um nicht Gefahr zu laufen, andere Fahrzeuge zu berühren. Stellen Sie sich Ihre Außenspiegel richtig ein. In den Spiegeln sollten die Fahrzeugflanken sowie die Hinterräder zu sehen sein. Das hilft vor allem beim seitlichen Einparken in längsausgerichtete Parklücken. Mit dem Hinterrad im Blick können Sie sich einfacher dem Bordstein nähern. Unmittelbar vor dem Einparken sollten Sie alle lauten Geräusche im Fahrzeug abstellen, um sich voll auf den Einparkvorgang konzentrieren zu können.

Was ist wohl schwieriger: Vorwärts oder rückwärts einparken? In einer forsa-Umfrage für CosmosDirekt sagten 20 % der Teilnehmer, dass das Einparken vorwärts ein Problem darstellt und 18 % empfanden rückwärts einparken als problematisch. Also kein wirklicher Unterschied. Die geringe Differenz zugunsten der Rückwärtsvariante dürfte damit zusammenhängen, dass beim rückwärtigen Fahren das Fahrzeug manövrierfähiger ist. Der Radius bei eingeschlagenem Lenkrad ist kleiner als in umgekehrter Richtung. Ein weiterer Vorteil entsteht beim Ausparken: Die Front des Autos zeigt auf die Straße, für den Fahrer ist der Verkehr in der Regel gut einsehbar. Das ist beim Einparken in Vorwärts-Richtung nicht geben.

So entscheiden Sie, ob Sie vorwärts oder rückwärts einparken sollten:

  • Längs ausgerichtete Parklücken werden Ihnen vor allem an Straßen in Wohngebieten begegnen. Große Parklücken sind eher selten. Deshalb empfiehlt es sich, immer rückwärts einzuparken. Dies hat auch den Vorteil, dass Sie im Vorbeifahren an der Parklücke abschätzen können, ob sie für Ihren Wagen groß genug ist. Sie sollte ca. die 1,5-fache Länge Ihres Wagens haben.
  • Parkplätze mit schräger Ausrichtung finden Sie vor allem in Anwohner- und Nebenstraßen. Aufgrund des Aufstellungswinkels können Sie in Fahrtrichtung meistens nur vorwärts einparken.
  • Parkplätze mit Senkrecht-/Querstellung sind in der Regel dort vorhanden, wo wenig Raum maximal ausgenutzt werden soll. Deshalb ist das Querstellen des Fahrzeugs zur Fahrtrichtung auf öffentlichen Parkplätzen genauso verbreitet wie auf Parkplätzen vor Einkaufszentren oder Krankenhäusern. Je nach Situation kann es vorteilhafter sein, vorwärts oder rückwärts einzuparken.

Oftmals kann man besser rückwärts einparken. Das liegt vor allem an den unterschiedlichen Spurkreisen der Vorder- und Hinterräder. Den Spurkreis erkennt man an der Spur des äußeren Rades, wenn man im Kreis fährt. Da der Spurkreis der Hinterräder enger ist, lässt sich das Auto rückwärts gezielter steuern.

Nicht immer gelingt das seitliche rückwärts Einparken beim ersten Versuch. Um nachkorrigieren zu können, sollten Sie folgender Anleitung zum Einparken nachgehen:

1. Das Fahrzeug steht zu nah am Bordstein:
Haben Sie zu spät eingelenkt, können Sie mit den Reifen an den Bordstein anstoßen. Zum Korrigieren lenken Sie zunächst ganz nach rechts und fahren Sie langsam nach vorne bis Sie wieder gerade stehen.

2. Das Fahrzeug steht zu weit vom Bordstein entfernt:
Haben Sie nach hinten noch genug Platz, drehen Sie das Lenkrad etwas nach rechts und fahren Sie zum Bordstein hin. Sind Sie nun nahe genug dran, lenken Sie nach links und fahren nach vorne. Parkt direkt hinter Ihnen ein anderes Fahrzeug, lenken Sie komplett nach links und fahren Sie etwas aus der Parklücke heraus. Achten Sie dabei unbedingt auf die anderen Verkehrsteilnehmer. Lenken Sie gerade und fahren Sie rückwärts. Anschließend schlagen Sie links ein und bleiben stehen, wenn das Auto wieder geradesteht.

Der Einparkende muss warten, bis das Einparken möglich ist. Die Verkehrsteilnehmer um Sie herum haben stets Vorfahrt.



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