Kfz Kennzeichen mitnehmen

Bei einem Umzug das Kfz Kennzeichen mitnehmen

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Seit 2015 ist es möglich, bei einem Um­zug das Kfz-Kenn­zeichen bundes­weit mitzunehmen. Die Neu­regelung geht auf einen Be­schluss der Verkehrs­minister­konferenz der Bundes­länder zurück und soll Kosten sparen und den büro­kratischen Auf­wand ver­ringern. Mit der Neu­regelung entfällt aber nicht der Gang zur Zu­lassungs­behörde zwecks Um­meldung für den Sie dieselben Unter­lagen wie für die Um­meldung mit Kenn­zeichen­wechsel benötigen.

Diese Versicherungsbegriffe spielen im Artikel eine Rolle
Begriff
Erklärung
ZulassungsbehördeDie Zulassungsbehörden verwalten die Zulassung von Kraftfahrzeugen und Anhängern. Für die meisten Verwaltungsvorgänge müssen Fahrzeughalter oder Bevollmächtigte dort vorstellig werden. Die Zulassungsstellen gehören meist zur Verwaltung der Landkreise. Ihre Zuständigkeitsbereiche werden als Zulassungsbezirke bezeichnet.
UnterscheidungszeichenDas Unterscheidungszeichen besteht aus bis zu 3 Buchstaben. Diese stehen für den Landkreis der Stelle, die die Zulassung vorgenommen hat.
SchadenrisikoFür die Prämien einer Versicherung wird ein Schadenrisiko ermittelt. Bei Kfz Versicherungen werden dafür verschiedene Faktoren wie die Erfahrung und Schadenbilanz des Fahrzeughalters, der Typ des Wagens und der Hauptwohnsitz des Halters herangezogen.

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Keine Bindung an den Wohnort des Fahrzeughalters

Bisher war die Sache eindeutig. Jeder wusste bei einem „B“, dass der Wagen aus Berlin kommt. Das ist seit dem 1. Januar 2015 anders. Ein Fahrzeug­halter kann seitdem mit seinem bisherigen Kfz Kennzeichen umziehen. Gerade in Städten mit hohem Zuzug wird die Kennzeichenvielfalt auf den Straßen deutlich zunehmen. Der Vorteil: Man spart Kosten, muss kein neues Nummern­schild prägen lassen. Die Bürokratie sinkt aber nur geringfügig: Sie müssen nach dem Umzug in einen anderen Zulassungs­bezirk weiterhin auf die Zulassungs­stelle und es wird eine Ver­waltungs­gebühr von circa 25 Euro fällig. Da die Prägung neuer Kfz Kennzeichen entfällt, sparen Sie in etwa 35 Euro.


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Das ist bei der Zulassungsstelle zu beachten

Wie erwähnt, steht nach einem Umzug in einen anderen Verwaltungskreis weiterhin der Gang zur Zulassungsstelle an. Fahrzeughalter müssen sich hier ummelden und der Behörde ihre Anschrift mitteilen. Vor Ort wird eine neue Zulassungsbescheinigung Teil I mit den aktuellen Halterdaten ausgestellt, die alte Zulassungsbescheinigung ist in jedem Fall mitzubringen. Sie sollten so schnell wie möglich nach dem Umzug ihr Auto ummelden. Bei einer übermäßigen Verzögerung droht Ihnen nämlich ein Bußgeld.

Außerdem überprüfen die Mitarbeiter, ob der Fahrzeughalter bei der Zahlung von Gebühren und der Kraftfahrzeugsteuer in Verzug ist. Bei einem Rückstand von mehr als 30 Euro wird die Kfz-Zulassung verwehrt. Liegt der Betrag darunter, hängt es vom Einzelfall ab, wie die Zulassungsstelle entscheidet. Bei der Ummeldung ist weiterhin eine geringe Gebühr zu entrichten. Wie hoch diese ausfällt, hängt letztlich von der Zulassungsstelle und dem genauen Verwaltungsaufwand ab. Auch bei mehreren Umzügen bleibt die Möglichkeit der Kfz Kennzeichen-Mitnahme bestehen.

Diese Unterlagen sind bei der Zulassungsstelle vorzulegen, wenn Sie ein Kennzeichen mitnehmen wollen:

  • Personalausweis oder Reisepass (Original)
  • Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein)
  • Zulassungsbescheinigung Teil II (Fahrzeugbrief)
  • Bescheinigung der Hauptuntersuchung
  • Vollmacht, wenn eine dritte Person den Antrag stellt
  • SEPA-Lastschriftmandat und elektronische Versicherungsbestätigung (eVB)
  • Für Firmenwagen eine Gewerbeanmeldung oder ein Handelsregisterauszug
  • Kfz Kennzeichen

Viele Zulassungsbehörden bieten auf ihren Seiten Online-Formulare zum Ausdruck an.

Hinweis

Wenn ein unleserliches Kennzeichen ausgetauscht werden muss, bleiben die Erkennungszeichen und die Unterscheidungsnummer unverändert. Das neu geprägte Kennzeichen erhält von der Zulassungsstelle aber eine neue Zulassungs- und HU-Plakette.


Umzug innerhalb eines Zulassungsbezirks

Wenn Sie innerhalb eines Zulassungsbezirks den Wohnort wechseln, bleibt das Kfz Kennzeichen erhalten. Der Verwaltungsaufwand fällt zwar nicht vollkommen weg, ist aber deutlich geringer als bei einem Umzug in einen anderen Zulassungsbezirk. Die Zulassungsstelle muss über die neue Anschrift in Kenntnis gesetzt werden und diese muss auch in die Zulassungsbescheinigung Teil I eingetragen werden. Oftmals können dies auch die Bürgerämter übernehmen, sodass nur ein Behördengang notwendig ist.

Auch hierbei sind neben der Zulassungsbescheinigung Teil I und dem Personalausweis ein Prüfbericht der Hauptuntersuchung und die elektronische Versicherungsbestätigungsnummer mitzubringen. Ob eine Adressumschreibung im Bürgeramt möglich ist, sollten Sie im Vorfeld abklären. Wenn ein Fahrzeughalter an einem Haupt- und einem Nebenwohnsitz gemeldet ist, ist die Zulassung immer am Hauptwohnsitz vorzunehmen.

Info

Kommt es zu einem Halterwechsel eines zugelassenen Fahrzeugs, teilen die Zulassungsbehörden meistens neue Kfz Kennzeichen zu. Innerhalb des Zulassungsbezirk kann das bisherige Kennzeichen übernommen werden, sofern der vorherige Besitzer das Kennzeichen nicht reserviert hat.

Tipp

Die Anmeldung eines Kfz muss der Fahrzeughalter nicht selbst vornehmen. Es ist aber eine schriftliche Vollmacht erforderlich, damit eine dritte Person das Auto anmelden kann. Alles weitere erfahren Sie im Ratgeber Voll­macht zur Kfz-Zulas­sung.


Individualität auf dem Kfz Kennzeichen

Bei den Zulassungsstellen können Sie sich gegen eine Gebühr von 10,20 Euro ein Wunschkennzeichen ausstellen lassen – vorausgesetzt es ist nicht vergeben. Außerdem haben Sie im Vorfeld die Möglichkeit, ein Kennzeichen online oder telefonisch zu reservieren. Dafür wird eine zusätzliche Gebühr von 2,60 Euro berechnet. Ein Wunschkennzeichen mit vorheriger Reservierung kostet somit 12,80 Euro extra. Auf den Webseiten der Zulassungsstellen können Sie prüfen, welche Nummernschilder noch frei sind. Wie lange die Reservierung eines Kennzeichens möglich ist, hängt ganz von der Zulassungsstelle ab. Einige erlauben nur wenige Wochen und andere gewähren eine Zeitspanne von mehreren Monaten.

Info

Vor einigen Jahrzehnten wurden Kreisgebietsreformen durchgeführt, bei denen Landkreise zusammengeschlossen und dadurch einige Erkennungszeichen abgeschafft wurden. Viele Zulassungsstellen haben diese Kennzeichen als Altkennzeichen wieder eingeführt.


Umzüge und Kfz Versicherung

Wer seinen Wohnort wechselt, ist wegen der Anzeigepflicht (§ 13 der Fahrzeug-Zulassungsverordnung) verpflichtet, den Versicherer möglichst schnell zu informieren. Denn ein Umzug kann Auswirkungen auf den Beitrag haben. Die Versicherer ordnen den Zulassungsbezirken sogenannte Regionalklassen zu. Die Regionalklasse ist ein Faktor bei der Berechnung des Schadenrisikos, das wiederum Einfluss auf die Höhe des Beitrags hat. Einige Versicherer sind dazu übergegangen, die Regionalklassen den Postleitzahlen zuzuordnen, was eine noch genauere Risikoberechnung ermöglicht. In der Berechnung der Regionalklasse werden die zugelassenen Fahrzeuge, Unfallstatistiken und regulierte Schadenfälle berücksichtigt. Die Regionalklassen werden für drei Kategorien festgelegt:

1. Haftpflichtversicherung
2. Teilkaskoversicherung
3. Vollkaskoversicherung

Jeweils am 1. Oktober aktualisiert der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft die Zuordnung der Zulassungsbezirke zu den Regionalklassen. Der Regional­klassen­zuordnung liegt immer ein Zeitraum von 5 Jahren zugrunde, sodass ein übermäßig hohes oder niedriges Unfallaufkommen innerhalb eines Jahres nur eingeschränkt in die Gesamt­rechnung eingeht. Wenn eine veränderte Regional­klasse höhere Versicherungs­prämien bedingt, haben Sie ein Sonder­kündigungsrecht.

In unserem Ratgeber zu Regionalklassen und Kfz-Typklassen finden Sie weitere wichtige Informationen.

Tipp

Es entsteht kein Sonderkündigungsrecht, wenn ein Fahrzeughalter in einen Zulassungsbezirk mit einer höheren Regionalklasse umzieht und der Beitrag dadurch steigt.


Fahrzeug-Abmeldung nach einem Umzug

Bei der Kfz-Abmeldung machen es die Zulassungsbehörden den Fahrzeughaltern besonders leicht: Die Abmeldung kann bei jeder Zulassungsstelle in Deutschland durchgeführt werden. Als Unterlagen werden beide Teile der Zulassungsbescheinigung zur Vorlage verlangt. Seit dem 1. März 2007 müssen sich Halter nicht mehr entscheiden, ob sie das Fahrzeug nur zwischenzeitlich oder endgültig abmelden wollen. Wer aber von vornherein weiß, dass der Wagen endgültig stillgelegt werden soll, muss einen Verwertungsnachweis einer zertifizierten Annahmestelle vorlegen. Die Kfz Kennzeichen sind bei der Abmeldung mitzubringen. Diese werden vor Ort entwertet und auf Wunsch entsorgt. Auch für die Abmeldung können Fahrzeughalter eine dritte Person bevollmächtigen.


Das ortsunabhängige Online-Verfahren

Das Jahr 2015 hat Fahrzeughaltern eine weitere Erleichterung gebracht. Die Fahrzeug-Abmeldung ist der erste Vorgang, der vollständig online erledigt werden kann. Allerdings ist die Abmeldung nur dann online durchführbar, wenn das Auto ab dem 1. Januar 2015 zugelassen worden ist. Nur diese Fahrzeuge sind mit der für das Verfahren notwendigen Zulassungs­bescheinigung Teil I und Siegel­plakette ausgestattet. Diese sind mit einem verdeckten Sicher­heits­code versehen. Sie können den Code in der Zulassungs­be­scheinigung und auf dem Kenn­zeichen freirubbeln und abschreiben oder mit dem Smart­phone über eine QR-Code-App auslesen. Die Codes können Fahrzeughalter auf einer für die Abmeldung eingerichteten Internetseite eingeben. Außerdem benötigen Sie für das Verfahren den neuen Personal­ausweis mit Lesegerät für die Identifikation über das Internet. In Zukunft soll es auch möglich sein, die Zulassung über das Internet vorzunehmen.


Fazit: Kosten und Zeit sparen

Wer die Möglichkeit nutzt, bei einem Umzug in einen neuen Zulassungsbezirk das Nummernschild mitzunehmen, spart die Kosten für die Neu­prägung. Allerdings müssen sich Fahrzeug­halter auch weiterhin zur neuen Zulassungs­behörde begeben, um eine Ummeldung vorzunehmen. Sie müssen hier die gleichen Unterlagen vorlegen wie bei einer Ummeldung mit Kennzeichen­wechsel. Auch die Kenn­zeichen sind zur Zulassungs­stelle mitzubringen. Im Zweifel sollten Sie auf der Homepage der Zulassungs­stelle nachschauen, welche Unterlagen mitzubringen sind. Die dabei fällige Verwaltungs­gebühr liegt im Schnitt bei 25 Euro. Sie sollten außerdem Ihrer Versicherung die neue Anschrift schnellstmöglich mitteilen.



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