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Einbruchschutz - CosmosDirekt

Einbruchschutz:

Schützen Sie Ihr Hab und Gut gegen Einbruch und Diebstahl

Den deutschen Versicherern wurden im vergangenen Jahr rund 160.000 versicherte Wohnungs­einbrüche gemeldet. Die Zahl der versicherten Einbrüche erreicht damit den höchsten Stand seit 2003. Die Versicherer leisteten für die Einbrüche eine Rekord­summe von 530 Millionen Euro an ihre Kunden (Quelle: GDV; Link: www.gdv.de/2016/05/zahl-der-wohnungseinbrueche-erreicht-hoechststand).

Ebenfalls besorgniserregend ist die niedrige Aufklärungs­quote. Ein Grund mehr, das Hab und Gut gegen Einbruch und Dieb­stahl zu versichern. Doch wie können Sie sich schützen und wer übernimmt die Kosten, wenn es zum Schaden­fall kommt? Der Artikel informiert Sie rund um das Thema Einbruch­schutz und Einbruch­versicherung.


Warum ist guter Einbruchschutz wichtig?

Gefahr auch am hellen Tag: Sie kommen nach einem langen Arbeitstag nach Hause und finden Ihre Wohnungstür geöffnet vor. Einbrecher haben während Ihrer Abwesenheit die Tür aufgehebelt und sich Zugang zur Wohnung verschafft. Sie haben alle möglichen Wertgegenstände mitgehen lassen: den neuen Laptop, die Spiegelreflexkamera inklusive Objektiven und Zubehör sowie Schmuck und Bargeld in Höhe von 500 Euro. Einschließlich der beschädigten Wohnungstür beträgt der geschätzte Schaden 7.800 Euro.

Die Kriminalstatistik zeigt, dass die Anzahl der Tageswohnungseinbrüche angestiegen ist. Die regelmäßige Abwesenheit der Bewohner in den Tagesstunden wird immer häufiger von Einbrechern ausgenutzt. Zum Schutz vor Wohnungseinbrüchen oder Hauseinbrüchen sollten Sie zweigleisig vorgehen: Ratsam ist die Prävention in Form von versicherungs- und gebäudetechnischem Einbruchschutz. Beim Einbruchschutz geht es darum, den Einbrecher so lange am Eindringen zu hindern, dass er diesen aufgibt. Das geschieht nach Angaben der Polizei oft schon nach wenigen Minuten. Die Chancen stehen also gut – 42 Prozent der Einbrüche können auf diese Art verhindert werden. Als zusätzliche Absicherung ist eine Hausratversicherung zu empfehlen. Sie ersetzt die am Hausrat entstandenen Schäden – Einbruchdiebstahl und Vandalismus eingeschlossen.


Was deckt die Hausratversicherung ab?

Bei der Hausratversicherung handelt es sich um eine Sachversicherung. Sie schließt den Großteil der sich in einer Wohnung befindlichen Gegenstände (Hausrat) ein und greift bei einer Vielzahl von Schadenursachen. Der Hausrat wird dabei in der Regel zum Wiederbeschaffungswert versichert. Das ist die Summe, die für eine Wiederbeschaffung im neuwertigen Zustand aufgewendet werden müsste.

Hausrat

Laut Definition gehören alle zur Haushalts- und Lebensführung erforderlichen Einrichtungs-, Gebrauchs-, Verbrauchs- und Einbaugegenstände zum Hausrat. Unter gewissen Bedingungen werden auch andere Gegenstände von der Versicherung abgesichert:

  • Beruflich genutzte Arbeitsgegenstände, sofern diese nicht ausschließlich beruflich genutzt oder als Handelsware vertrieben werden.
  • Gegenstände von anderen Personen, sofern kein Untermietverhältnis besteht.
  • Wertsachen wie Schmuck, Wertpapiere, Antiquitäten und Bargeld – bis zu einer bestimmten Entschädigungsgrenze.

Schadenursachen

Eine Hausratversicherung sichert Ihr Wohnungsinventar gegen Zerstörung, Beschädigung und Diebstahl ab. Der allgemeine Versicherungsschutz gilt in der Regel für die Gefahren Feuer, Einbruchdiebstahl, Raub, Leitungswasser, Sturm und Hagel.

Einbruchdiebstahl

Mit dem Tatbestand eines Einbruchs geht in der Regel der Diebstahl von Eigentum einher. Die Ihnen dabei entstandenen Kosten werden von der Versicherung übernommen, wenn eine der folgenden Voraussetzungen zutreffen:

  • Der Einbrecher hat sich mit einem Werkzeug oder mittels falscher Schlüssel Zugang zu Ihrer verschlossenen Wohnung verschafft.
  • Oder: Der Einbrecher ist unbemerkt in Ihre Wohnung eingedrungen und hat sich dort versteckt.
  • Oder: Der Einbrecher nutzt einen zuvor gestohlenen Schlüssel, um sich Zugang zu Ihrer Wohnung zu verschaffen.
Info

Die Hausratversicherung muss keine Leistungen erbringen, wenn der Schlüssel durch fahrlässiges Verhalten entwendet werden konnte.

Raub

Im Gegensatz zum Diebstahl werden Gegenstände bei einem Raub unter Androhung oder Anwendung von Gewalt entwendet. In diesem Fall gilt der Versicherungsschutz innerhalb der Wohnung des Versicherungsnehmers und im Rahmen der Außenversicherung auch außerhalb der Wohnung. Der Schutz gilt jedoch nicht, wenn die versicherten Gegenstände erst auf Verlangen des Täters an den Ort der Wegnahme oder Herausgabe gebracht werden.

Vandalismus

Als Vandalismus werden sämtliche Schäden am Hausrat bezeichnet, die in Folge eines Einbruchs entstanden sind. Die Zerstörung oder Beschädigung der versicherten Gegenstände muss jedoch vorsätzlich vom Täter durchgeführt worden sein.


Welche Vorteile hat die Hausratversicherung bei einem Einbruch?

Versicherung zum Neuwert

Die Hausratversicherung ersetzt Ihnen die bei einem Einbruch entstandenen Schäden durch Verlust oder Beschädigung im Rahmen der vertraglich festgelegten Versicherungssumme in Form einer Neuwertentschädigung. Demnach erhalten Sie von der Hausratversicherung den Betrag, der für die Wiederbeschaffung in neuwertigem Zustand aufgewendet werden müsste. Ist es möglich, bei dem Einbruch beziehungsweise bei dem Versuch beschädigte Gegenstände zu reparieren, übernimmt der Versicherer die Reparaturkosten und den Wertverlust, der durch diese entsteht.

Damit der komplette Schaden erstattet wird, sollten Sie Ihre Versicherungssumme dem Gesamtwert des Hausrats anpassen. Besitzen Sie Gegenstände, die für Einbrecher besonders interessant sind, beispielsweise wertvollen Schmuck oder Antiquitäten, sollte deren Wert berücksichtigt werden. Wählen Sie die Versicherungssumme zu niedrig, sind Sie im Schadenfall unterversichert.

Grundsätzlich werden zur Berechnung zwei Verfahren genutzt:

  • Festlegung der Versicherungssumme anhand der Wohnfläche. Dabei wird pro Quadratmeter eine pauschale Summe von 650 Euro angenommen.
  • Aufnahme der Wiederbeschaffungswerte aller in der Wohnung befindlichen Gegenstände.

Weiter verbreitet ist inzwischen die pauschale Versicherungssumme über die Wohnfläche. Diese ist für den Kunden einfacher und bietet einen Unterversicherungsverzicht.

Besitz aller im Haushalt lebenden Personen ist versichert

Mit der Hausratversicherung ist nicht nur Ihr Hausrat als Versicherungsnehmer versichert. Auch der Besitz der mit Ihnen zusammenlebenden Personen wie Ehepartner, Kinder oder Eltern ist mitversichert. Damit ist für die umfassende Absicherung eines Haushalts nur eine Versicherungspolice notwendig.

Auch Kinder, die nicht mehr im elterlichen Haushalt wohnen, sind unter besonderen Voraussetzungen durch die Hausratversicherung abgesichert. Absolvieren diese eine Ausbildung oder ein Studium und sind nur zu diesem Zweck ausgezogen, gilt der Versicherungsschutz weiter. Voraussetzung: Es besteht die Absicht einer späteren Rückkehr in die elterliche Wohnung.

Absicherung von Einbruchdiebstahl und Raub im Ausland

Befinden Sie sich im Ausland, greift der Vertragsbestandteil der Außenversicherung. Sie sichert auch Gegenstände ab, die sich vorübergehend außerhalb des vereinbarten Versicherungsortes befinden – in der Regel ist das die eigene Wohnung. Wird Ihnen im Urlaub Ihr teures Kamera-Equipment aus dem Hotelzimmer gestohlen oder auf einer Entdeckungstour durch die Stadt unter Androhung von Gewalt das Smartphone, Bargeld und Kreditkarten geraubt, springt die Hausratversicherung ein - weltweit.

Versicherung von weiterführenden Kosten

Neben Schäden am Hausrat selbst deckt die Hausratversicherung auch anfallende Kosten für eine Schadenabwendung und -minimierung ab. Bieten zum Beispiel nach einem Einbruch die Schließvorrichtungen und sonstigen Sicherungen keinen ausreichenden Schutz mehr, kommt der Versicherer in der Regel für die sogenannten Überwachungskosten auf. Hier kommt es aber vor allem auf die Schadenursache bzw. Schadenart an. Nur wenn diese im Versicherungsvertrag mitversichert ist, werden die Kosten für einen professionellen Überwachungsdienstleister übernommen.


Welche Nachteile hat die Hausratversicherung?

Nicht alle Schäden sind versichert

Die Hausratversicherung deckt nicht alle Schäden ab. Wird ein Schaden durch Vorsatz oder Fahrlässigkeit herbeigeführt, springt die Versicherung nicht ein. Von Bedeutung ist das besonders bei dem Tatbestand des Diebstahls. Schäden, die durch einen sogenannten einfachen Diebstahl entstehen, sind in der Regel nicht mitversichert. Dazu zählen:

  • Trickdiebstahl (Wegnahme durch eine Täuschung)
  • Diebstahl von Gegenständen durch geöffnete Fenster oder Türen
  • Einfacher Diebstahl aus Krankenzimmern
Tipp

Bei CosmosDirekt sind bei der Hausratversicherung im Comfort-Schutz viele regulär nicht im Versicherungsschutz enthaltene Schadenfälle abgesichert. So etwa der Diebstahl von Hausrat aus Umkleidekabinen, Krankenzimmern und Kraftfahrzeugen. Auch die grobe Fahrlässigkeit kann mitversichert werden.

Bei Wertsachen gilt eine Entschädigungsgrenze

Wertsachen sind nur in bestimmtem Umfang in den Versicherungsschutz eingeschlossen. In der Regel ist für sie eine Entschädigungsgrenze von 20 Prozent der Versicherungssumme vorgesehen. Bei einigen Versicherern ist diese Grenze auch als Absolutbetrag festgelegt. Auch wenn die genauen Beträge der Entschädigungsgrenzen von Anbieter zu Anbieter variieren, können folgende Werte als grobe Richtlinie herangezogen werden:

  • 1.000 Euro für Bargeld
  • 2.500 Euro für Wertpapiere, Sparbücher etc.
  • 10.000 Euro bis 15.000 Euro für Schmuck, Edelsteine, Briefmarken, Münzen etc.

Das bedeutet: Wenn in Ihre Wohnung eingebrochen wird und Schmuck im Wert von 40.000 Euro gestohlen wird, bekommen Sie nicht den vollen Verlust von der Hausratversicherung erstattet. Aus diesem Grund ist es empfehlenswert, wenn Sie Wertgegenstände besitzen, die Entschädigungsgrenzen zu beachten und ein Angebot zu wählen, dass eine ausreichende Absicherung der Wertsachen bietet.

Kostenfaktor Hausratversicherung

Der Abschluss einer Hausratversicherung ist mit Kosten verbunden. Vergleichen Sie diese jedoch mit den eventuellen finanziellen Schäden, die bei einem Feuer, Einbruchdiebstahl und Vandalismus, Raub, Leitungswasser, Sturm und Hagel entstehen können, sind diese Kosten akzeptabel. Für eine 70 Quadratmeter große Wohnung in Hamburg können Sie Ihr Hab und Gut schon für unter 50 Euro pro Jahr umfassend gegen Einbruch und andere Gefahren absichern. Der monatliche finanzielle Aufwand liegt damit bei unter 5 Euro – eine Investition, die sich lohnt.

Unterversicherung: unzureichender Versicherungsschutz

Ist die Versicherungssumme in Ihrer Police geringer als der tatsächliche Wert Ihres Hausrates, liegt eine Unterversicherung vor.

Ein Beispiel: Ihre vertraglich festgelegte Versicherungssumme beläuft sich auf 60.000 Euro. Bei einem Einbruchdiebstahl werden Gegenstände im Wert von 65.000 Euro entwendet und durch Vandalismus entstehen weitere Schäden in Höhe von 5.000 Euro. In diesem Fall wird die Entschädigung um das Verhältnis gekürzt, wie die vereinbarte Versicherungssumme zum tatsächlichen Wert des Hausrats steht. Bei einem tatsächlichen Wert des Hausrats von 70.000 Euro werden somit nur circa 60.000 Euro von dem Hausratversicherer erstattet.


Wie verhalte ich mich im Schadenfall?

Stellen Sie fest, dass in Ihre Wohnung eingebrochen und Gegenstände entwendet wurden, sollten Sie zunächst die Polizei informieren. Der Diebstahl oder Raub muss bei der zuständigen Dienststelle angezeigt werden. Dabei ist es wichtig, eine vollständige Liste der gestohlenen Dinge zu Protokoll zu geben. Werden die gestohlenen Gegenstände oder ein Teil davon im Nachhinein sichergestellt, können Sie Ihnen so zugeordnet werden.

Die Kontaktaufnahme mit dem Versicherungsunternehmen sollte ebenfalls zeitnah in die Wege geleitet werden. Zunächst ist eine telefonische Schadenmeldung ausreichend. Eine Meldung in schriftlicher Form sollte aber in jedem Fall folgen.

Info

Beginnen Sie nicht zu früh mit dem Aufräumen. Je nach Umfang und Tathergang des Verbrechens ist es möglich, dass die Polizei bei Ihnen vorstellig wird, um Spuren zu sichern. Durch frühzeitiges Aufräumen und Putzen vernichten Sie diese womöglich.


Was beinhaltet ein guter Einbruchschutz?

Um einen Einbruchsversuch zu vermeiden, ist eine zusätzliche Absicherung der Wohnung oder des Hauses wichtig. Denn wie bereits erwähnt: Wenn es mehr als ein paar Minuten dauert einzudringen, wird der Versuch meist abgebrochen. Besonders mechanische Sicherheitseinrichtungen erhöhen den Einbruchschutz – diese sollten nach der Empfehlungspraxis der Polizei an erster Stelle stehen. Bei ungesicherten Fenstern und Türen reicht oft ein herkömmlicher Schraubendreher oder Kuhfuß aus, um diese zu öffnen. Nach Untersuchungen der Polizei sind bei Einfamilienhäusern Fenster und Balkontüren der erste Ansatzpunkt von Einbrechern. Eine Einbruchsicherung an Fenstern, Türen, Fenstertüren und Kellerschächten in Form von zusätzlichen Schlössern, bedeutet zusätzlichen mechanischen Widerstand für die Einbrecher.

Weitgehend unbekannt ist die Tatsache, dass 75 % aller Wohnungseinbrüche in Mehrfamilienhäusern stattfinden. Hier sind die Anwohner leichtsinniger: Die Haustür wird offen gelassen oder Nachbarn öffnen diese bedenkenlos per elektronischem Türöffner. Der Weg zu den Kellerräumen ist so meist ein leichter. Besonders gefährdet sind die Wohnungen im Erdgeschoss. Sie sollten in jedem Fall mit einer zusätzlichen mechanischen Einbruchsicherung versehen werden. Aber auch die einzelnen Wohnungstüren bieten meist wenig Widerstand für Einbrecher. Ein zusätzliches Riegelschloss als Einbruchschutz an der Tür ist ebenfalls zu empfehlen.

Für noch mehr Sicherheit sorgt eine elektronische Einbruchsicherung. Sie sollte die mechanische ergänzen. Zwar verhindert sie keinen Einbruch, aber sie erhöht deutlich das Risiko für Einbrecher, entdeckt zu werden. Auch abschreckende Maßnahmen wie zusätzliche Beleuchtung im Außenbereich und per Zeitschaltuhr gesteuerte Rollläden und Lampen, die die Anwesenheit vortäuschen, erweisen sich als hilfreich. Was sich in Ihrer individuellen Situation am besten eignet, erfahren Sie als Haus- und Wohnungseigentümer bei einem Beratungsgespräch mit der zuständigen Kriminalpolizei.

Einbruchschutz-Empfehlungen der Polizei

Die polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes hat 6 Tipps veröffentlicht, deren Umsetzung das Risiko eines Einbruchs verringern:

  1. Die Haustür sollte immer abgeschlossen werden, auch wenn Sie nur für kurze Zeit das Haus verlassen.
  2. Gekippte Fenster sind offene Fenster: Fenster, Balkon- und Terrassentüren sollten Sie immer verschließen.
  3. Verstecken Sie Ihren Haustürschlüssel niemals draußen.
  4. Sollten Sie Ihren Schlüssel verlieren, wechseln Sie umgehend das Zylinderschloss aus.
  5. Achten Sie auf fremde Personen in Mehrfamilienhäusern oder auf Nachbargrundstücken.
  6. Geben Sie keine Hinweise auf Ihre Abwesenheit.

Fazit

Einbruchschutz ist keinesfalls ein Thema, das nur Besitzer von Einfamilienhäusern betrifft. Bewohner von Mehrfamilienhäusern sind sogar noch gefährdeter, einem Einbruch zum Opfer zu fallen. Prävention in Form von polizeilich empfohlenen Vorsichtsmaßnahmen, mechanischer Einbruchsicherung und einer Versicherung, die im Ernstfall für die entstandenen Kosten aufkommt, minimieren die Gefahr langfristiger finanzieller Schäden erheblich.


Hausratversicherung - Sichern Sie ihr Hab und Gut ab

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