Ein junges Paar berät die Nebenkosten für den Hausbau mit Bauarbeitern auf der Baustelle.

Nebenkosten beim Hausbau

Der Traum vom Eigenheim – für viele Menschen geht er mit dem Bau eines Hauses in Erfüllung. Die Baukosten dafür können sehr hoch ausfallen – Kaufpreise für Grundstücke oder Kosten für Handwerker und Baumaterialien schlagen aktuell stark aufs Portemonnaie. Auch wenn diese Aufwendungen einen Großteil der Baukosten ausmachen, solltest Du nicht vergessen die Nebenkosten für den Hausbau mit einzukalkulieren.

Baunebenkosten

  • Welche Nebenkosten können anfallen?
  • Sinnvolle Versicherungen für die Baustelle
  • Höhe der Baunebenkosten

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Das Wichtigste zu den Baunebenkosten im Überblick

  • Hausbau: Neben den Baukosten für die Immobilie und dem Kaufpreis für das Grundstück solltest Du bei der Finanzierung für Deine Immobilie die Baunebenkosten nicht unterschätzen. Sie sollten von Anfang an mit in die Baukosten einkalkuliert werden, um eine Nachfinanzierung zu vermeiden.
  • Baunebenkosten: Nach dem Grundstückskauf können u. a. folgende Nebenkosten auf Bauherren zukommen: Kosten für Notar und Grund­buch­eintrag, Grunderwerbsteuer, Baugenehmigung, Bodengutachten, Vermessung des Grundstücks, Statiker, Energieberater und Erschließungskosten.
  • Zusätzliche Kosten: Je nach Deinen Wünschen oder den individuellen Gegeben­heiten Deines Grundstücks können weitere Kosten für Deinen Neubau auf Dich zukommen, wie z. B. für den Abriss eines Altbaus oder die Gestaltung der Außen­anlage.
  • Versicherungen: Ein weiterer wichtiger Punkt für Bauherren sind auch Versicherungen. Besonders wichtig in der Bauphase ist die Bauherren-Haftpflicht und die Feuer­rohbau­versicherung. Und nach der Fertigstellung Deines Hauses die Wohn­gebäude- und Hausratversicherung.

Was versteht man unter Nebenkosten beim Hausbau?

Baust Du ein Haus, umfassen die Nebenkosten alle Ausgaben, die neben den Baukosten für den Neubau selbst sowie für den Grundstückskauf für die Bauherren anfallen. Die Nebenkosten beim Hausbau sollten unbedingt Teil der Planung und Finanzierung sein. Im Durchschnitt kann man mit bis zu 15 % der Gesamtkosten bei den Nebenkosten rechnen. Diese Nebenkosten solltest Du beim Hausbau fest mit einplanen. Zudem können unvorhergesehene Ereignisse oder ein schlechter Baugrund die Nebenkosten auch nochmal erhöhen, so dass auch bis zu 20 % an Nebenkosten auf Dich zukommen können. Daher ist eine möglichst genaue Berechnung von entscheidender Bedeutung für den Erfolg Deines Bauvorhabens.

Welche Nebenkosten fallen beim Hausbau an?

Für Deinen Neubau können folgende Baunebenkosten anfallen:

  • Maklerprovisionen
  • Architekt
  • Bauantrag
  • Baugenehmigung
  • Notar
  • Grundbucheintragung
  • Grunderwerbssteuer
  • Erschließungskosten
  • Hausanschlüsse (z. B. Wasser und Strom)
  • Vermessung des Grundstücks
  • Bodengutachten
  • Statiker
  • Energieberater
  • Versicherungen während der Bauphase
  • Außenanlage

Auch wenn viele der Nebenkosten nicht direkt beim Startschuss für den Hausbau anfallen, solltest Du sie dennoch so früh wie möglich einplanen. Denn bereits bei der Kreditvergabe spielen auch die Nebenkosten eine wichtige Rolle. Um die tatsächlich anfallenden (Neben)Kosten einschätzen zu können, kann Dir z. B. Dein Architekt oder der Bauträger mit Rat und Tat zur Seite stehen. So kannst Du auch die voraussichtlich anfallenden Nebenkosten genau bei Deiner Bank für die Finanzierung mit angeben.

Erfahre in unserem Ratgeber, welche Kosten beim Hausbau auf Dich zukommen können.

Nebenkosten vor der Bauphase

Auch wenn Du Dir so schnell wie möglich den Traum von der eigenen Immobilie verwirklichen möchtest, sind vor den ersten Bauarbeiten zunächst einige Punkte zu regeln. Mit dem Grundstückskauf fallen die ersten Nebenkosten in Form der Grunderwerbsteuer an. Noch bevor der erste Stein für Deine eigenen vier Wände gesetzt wird, hast Du vielleicht bereits eine Courtage für den Makler bezahlt, der Dir das Grundstück vermittelt hat. Der Kauf des Grundstücks muss dann durch einen Notar bestätigt und im Grundbuch eingetragen werden. Neben den Notarkosten für den Hausbau fallen auch Gebühren beim Grundbuchamt an. Ein Gutachter sollte zudem prüfen, ob sich der Boden Deines Grundstücks eignet, um ein Haus darauf zu bauen. Schließlich musst Du noch die Baugenehmigung beantragen. Dafür ist auch eine Grundstücksvermessung notwendig. Insgesamt betragen die Nebenkosten viele Tausend Euro, auch wenn das Bauen des Hauses noch gar nicht begonnen hat.

Nebenkosten während der Bauphase

Während endlich die ersten Wände für Dein Haus hochgezogen werden, kommen weitere Nebenkosten dazu. Dein Haus muss an die Strom- und Wasserversorgung angeschlossen werden. Zusammen mit Anschlüssen für Internet und Telefon können dabei Erschließungskosten von mehreren Tausend Euro auf Dich zukommen.

Zwei Baugutachter kontrollieren den Fortschritt beim Hausbau.

Zudem kann es sinnvoll sein, einen Bausachverständigen zu beauftragen, den Bau des Hauses unabhängig zu kontrollieren. Baumängel können dank regelmäßiger Baugutachten frühzeitig entdeckt und im besten Fall schlimmere Folgen verhindert werden. Außerdem kannst Du einen Prüfstatiker zu Rate ziehen, der die Statik des Hauses genau unter die Lupe nimmt.

Versicherungskosten

Auch wenn Dein Haus noch nicht fertig ist, sollte es aber trotzdem umfassend geschützt sein. Es können nicht nur hohe Kosten auf Dich zukommen, wenn die Baustelle durch ein Feuer oder einen Sturm zerstört wird, sondern als Bauherr trägst Du auch die volle Verantwortung für die Baustelle. Kommt also jemand auf Deinem Grundstück zu Schaden, haftest Du mit Deinem Vermögen. Um nicht auf den hohen Kosten für Reparaturen oder Schadenersatzforderungen sitzen zu bleiben, solltest Du Deine Baustelle und Haus durch Versicherungen umfassend schützen. Die Versicherungs­kosten hängen unter anderem davon ab, welche Tarife Du wählst, der Bausumme, dem Haustyp oder auch von der Wohnfläche.

Diese Versicherungen können die häufigsten Risiken beim Hausbau absichern:

In unserem Ratgeber erhältst Du ausführliche Informationen, welche Versicherungen beim Hausbau sinnvoll sind. Zudem erfährst Du, wie Du Dein Eigenheim auch nach der Bauphase rundum absicherst.

Welche Nebenkosten können beim Hausbau noch anfallen?

Es gibt einige Nebenkosten, die auf jeden Fall anfallen, wie die Kosten für die Baugenehmigung oder Notarkosten. Daneben können noch weitere Kosten auf Dich zukommen, je nachdem auf welche Art und Weise Du Deinen Traum vom Eigenheim verwirklichst und welche individuellen Gegebenheiten der Standort der zukünftigen Immobilie mit sich bringt. Zu den individuellen Nebenkosten beim Hausbau zählen:

  • Provision für Makler
  • Austausch oder Planieren des Baugrunds
  • Abriss und Entsorgung von Altbauten oder Bäumen auf dem Grundstück
  • Gestaltung des Gartens und der Außenanlage

Zudem kann es einen Unterschied bei den Nebenkosten geben, je nachdem ob Du Dein Haus als Fertighaus oder Massivhaus baust, wie die Ausstattung ist, oder ob beispielsweise für einen Keller ein Aushub auf dem Grundstück stattfinden muss.

Wie hoch sind die Baunebenkosten?

Man muss beim Hausbau mit Nebenkosten in Höhe von etwa 15 % bis 20 % des Preises der Immobile rechnen. Generell solltest Du einen ausreichenden Puffer einplanen. Es können immer unvorhergesehene Ereignisse eintreten, wodurch die Baunebenkosten für Dein Haus höher ausfallen können.

Beispiel: Der Bau Deines Hauses kostet 300.000 Euro. Dann solltest Du bei Deiner Finanzierung mindestens 45.000 Euro für die Nebenkosten einplanen.

Du kannst auf einige Faktoren achten, um die Baunebenkosten für Deinen Neubau gering zu halten:

  • Auf einen Makler verzichten
  • Angebote von Handwerkern vergleichen
  • Vergleich der Versicherungen

Bei CosmosDirekt wirst Du belohnt, wenn Du Dich rundum absicherst! Du erhältst z. B. bei der Hausratversicherung 10 % Kundenbonus, wenn Du bereits Kunde bist. Vergleiche auch unsere Leistungen mit denen anderer Versicherer in unserem Ratgeber zu günstigen Versicherungen.

Fazit: Die Baunebenkosten sollten nicht unterschätzt werden

Die Höhe der Nebenkosten, die beim Bau Deines Hauses anfallen, ist von verschiedenen Faktoren abhängig: Beispielsweise von Deinen persönlichen Wünschen für Dein Haus sowie den individuellen Voraussetzungen, wie z. B. dem Grundstück, abhängig.

Du solltest darauf achten, die Baunebenkosten für Dein Haus nicht zu knapp zu kalkulieren und diese nicht zu unterschätzen. Reicht Deine Baufinanzierung nicht aus, kann eine Nachfinanzierung hohe Zinsen mit sich bringen. Generell kann sich ein Vergleich der Baufirmen oder Versicherungstarife lohnen, um die Baukosten so gering wie möglich zu halten.

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