Unfallversicherung sinnvoll?

Unfallversicherung: Sinnvoll aus gutem Grund

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Unfälle können jederzeit passieren und jeden treffen. Risiken lassen sich zwar minimieren, aber nie voll­kommen aus­schließen – auch wenn Sie noch so vor­sichtig sind. Besten­falls läuft ein Unfall glimpflich ab, also ohne nennens­werte Sach- oder Personen­schäden. Doch was, wenn er zu bleibenden Schäden führt? Die gesetzliche Unfall­ver­sicherung hilft nur in einigen Fällen und klammert den Frei­zeit­bereich voll­kommen aus. Eine private Unfallversicherung erweitert Ihren Schutz daher erheblich. Den Umfang bestimmen Sie.

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Begriff
Erklärung
Gesetzliche Unfall­ver­sicherung (GUV)Die gesetzliche Unfall­ver­sicherung ist Teil der deutschen Sozial­ver­sicherung. Sie bietet dem Versicherten finanziellen Schutz bei Arbeits­unfällen oder Berufs­krankheiten.
WegeunfallEin Unfall auf dem Weg zur Arbeits­stätte, Schule oder Lehr­stätte bzw. auf dem Rückweg von diesen nach Hause. Die GUV deckt in der Regel nur Wege­unfälle ab, die sich auf dem direkten Weg (nicht auf Um­wegen) ereignen.
Personen­schadenVerletzung, Vergiftung, Krank­heit, Invalidität oder gar Tod einer oder mehrerer Personen – in der Regel aufgrund eines Unfalls.
Sach­schadenBeschädigung oder Zerstörung eines Gegen­standes.
Glieder­taxeAnhand der sogenannten Glieder­taxe berechnet sich der Invaliditäts­grad (im Prozent) des Geschädigten. Der Grad bestimmt wiederum die Leistungs­höhe.

Wann schützt die gesetzliche Unfallversicherung?

Die gesetzliche Unfallversicherung ist eine Pflichtversicherung, die ihre Mitglieder gegen Unfälle am Arbeitsplatz, in der Schule oder Lehrstätte sowie auf Dienstwegen absichert. Darüber hinaus greift sie auch bei Berufskrankheiten, die aus der Arbeitstätigkeit resultieren. Sie gilt insbesondere für Angestellte und deckt auch Wegeunfälle ab, sofern sich diese auf dem direkten Hinweg zur Arbeit, Schule oder Lehrstätte ereignen oder auf dem direkten Heimweg nach Arbeitsende bzw. Schulschluss.

Hinweis

Eine Unfallversicherung deckt nur selbst erlittene Unfallschäden der Versicherten Personen ab. Wer einen Unfall verursacht und dabei Dritte schädigt, ist gesetzlich verpflichtet, deren Schäden zu ersetzen. In diesem Fall schützt eine Haftpflichtversicherung vor hohen Kosten und unberechtigten Forderungen.


Welchen Umfang hat der gesetzliche Unfallversicherungsschutz?

Die gesetzliche Unfallversicherung gewährt im Schadenfall eine Vielzahl an Leistungen und begleicht zum Beispiel Arztkosten, Kranken­haus­ge­bühren oder finanziert Reha-Maßnahmen. Besonders wichtig: Unfall­versicherungen springen auch ein, wenn der Hauptversorger eines Haushalts unfallbedingt eine vorüber­gehende oder dauer­hafte Invalidität erleidet, die dessen Erwerbs­tätigkeit mindert. Zudem beraten und beaufsichtigen die gesetzlichen Versicherungsträger die Mitglieds­betriebe hinsichtlich der Unfall­prävention, damit Unfälle möglichst gar nicht erst passieren. Das schließt die Bereiche Arbeits­sicherheit und Gesund­heits­schutz der Arbeit­nehmer ein.

Hinweis

Bestimmte Berufsgruppen sind von der Unfallversicherungspflicht ausgenommen. Welche das sind, regelt das Siebte Buch des Sozialgesetzbuchs (SBG VII) in §2). Unter anderem zählen Beamte, Ärzte, Heilpraktiker und Apotheker dazu.


Wer zahlt für die gesetzliche Unfallversicherung?

Die öffentliche Hand finanziert den Versicherungsschutz all jener, die eine allgemein- oder berufsbildende Schule besuchen. Bei Berufstätigen zahlt hingegen der Arbeitgeber den entsprechenden Jahresbeitrag an den zuständigen Unfallversicherungsträger. Dabei handelt es sich üblicherweise um eine Berufsgenossenschaft oder Unfallkasse.


In welchen Fällen schützt die gesetzliche Unfallversicherung nicht?

Hier wird es in der Praxis oft etwas kompliziert, denn schon ein kleiner Umweg vom direkten Arbeitsweg kann dazu führen, dass der Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung endet. Die Krux: Über die Frage, ab wann genau ein Umweg vorliegt, gehen die Meinungen häufig auseinander. Im Zweifel entscheidet dann das zuständige Sozialgericht.

Generell gilt: Umwege, die für Eltern nötig sind, um die Kinderbetreuung für die Dauer der Arbeitszeit sicherzustellen (also wenn sie ihre Kinder zum Beispiel in die Schule oder in den Kindergarten bringen), sind von der gesetzlichen Unfallversicherung abgedeckt. Das gilt auch für Umwege, die aufgrund von Fahrgemeinschaften entstehen.

Großzügige Auslegung bei Umwegen vom Schulweg

Die öffentliche Hand finanziert den Versicherungsschutz all jener, die eine allgemein- oder berufsbildende Schule besuchen. Bei Berufstätigen zahlt hingegen der Arbeitgeber den entsprechenden Jahresbeitrag an den zuständigen Unfallversicherungsträger. Dabei handelt es sich üblicherweise um eine Berufsgenossenschaft oder Unfallkasse.

Achtung

Die gesetzliche Unfallversicherung schützt Sie nicht während der Freizeit! Laut Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin ereignen sich jedoch in dieser Zeit rund 70 Prozent der Unfälle – allein in Deutschland jährlich rund 9 Millionen.


Wann ist eine private Unfallversicherung sinnvoll?

Eine private Unfall­versicherung ist immer dann sinnvoll, wenn Sie sich und Ihre Lieben auch außerhalb des Geltungsbereichs der GUV und während der Freizeit umfassend absichern möchten. Damit gehen Sie auf Nummer sicher – auch wenn einmal strittig ist, ob ein Umweg in den Geltungs­bereich der gesetz­lichen Unfall­versicherung fällt oder nicht. Sie sind in jedem Fall versichert, auch wenn der gesetzliche Schutz nicht greift.

Hier einige Beispiele:

  • Sie fahren nach der Arbeit noch zum Einkauf oder gleich zum Sport? Mit einer privaten Unfallversicherung sind Sie auch dabei geschützt.
  • Im Gegensatz zur gesetzlichen Unfallversicherung deckt eine private Unfallversicherung auch dauerhafte Verletzungen infolge sportlicher Aktivitäten oder Hobbys ab.
  • Ihr Kind fährt nach der Schule noch zu einem Freund zum Lernen oder Spielen? Vielleicht sogar in einen anderen Stadtteil? Dann ist der gesetzliche Unfallschutz womöglich außer Kraft. Um den Nachwuchs in jedem Fall abzusichern, ist eine private Unfallversicherung notwendig. Diese schützt das Kind auch in der Freizeit umfassend.
  • Kinder, die noch nicht in den Kindergarten gehen, sind nicht über die GUV abgesichert!
  • Auch im Haushalt passieren viele Unfälle. Eine private Unfallversicherung ist auch insofern sinnvoll, dass sie Haushaltsunfälle abdeckt.
  • Selbstständige und Freiberufler verfügen nicht über einen gesetzlichen Unfallschutz. Auch sie benötigen eine private Unfallversicherung, damit sie abgesichert sind.

Was macht eine gute Unfallversicherung aus?

  • Eine gute Unfallversicherung sichert Sie schon im Basistarif umfassend ab und schützt Sie weltweit, rund um die Uhr.
  • Sie trägt die Bergungskosten, wenn Sie unfallbedingt aus geborgen werden müssen.
    Ebenso erstattet sie die Kosten einer Such- und Rettungsaktion, sofern diese Maßnahmen infolge eines Unfalls erforderlich sind.
  • Eine gute Unfallversicherung schließt auch Leistungen bei Unfällen durch Herzinfarkt, Schlaganfall oder bei Folgen, die durch vom Arzt falsch verordnete Medikamente resultieren, nicht aus.
  • Bestenfalls können Sie zwischen verschiedenen Tarifoptionen wählen und sich bedarfsgerecht für den passenden Leistungsumfang entscheiden.
  • Die Leistungshöhe ist ein wichtiges Kriterium, das die laufenden Kosten bestimmt. Durch eine hohe Progression werden schwere Unfälle besser abgesichert. Hierdurch lassen sich die Beitragskosten senken.
  • Wenn Sie Unfallversicherungen vergleichen, achten Sie auch darauf, ob der jeweilige Anbieter Rabatte gewährt. Denkbar sind beispielsweise ein Familienrabatt, Kinderrabatte oder ein Laufzeitrabatt.
Tipp

Bei CosmosDirekt stehen Ihnen bei der Unfallversicherung drei Tarife zur Verfügung: ein solider Basis-Schutz, ein umfangreicher Comfort-Schutz, sowie ein Comfort-Schutz Plus mit exklusiven Extras.

Zusatzleistungen, auf die Sie achten sollten

Stimmt die grundlegende Absicherung? Dann geht es je nach Bedarf noch um die im Schadenfall verfügbaren Zusatz­leistungen, die der Versicherer Ihnen bestenfalls bereitstellt. Dies können beispiels­weise eine verbesserte Glieder­taxe und damit höhere Leistungen sein. Auch eine Kosten­beteiligung oder Übernahme der Kosten für kosmetische Operationen kann zu den Zusatzleistungen gehören: Im Anschluss an eine unfall­bedingte Heilbehandlung kann eine solche Maßnahme gegebenenfalls erforderlich werden, um das äußere Erscheinungs­bild so gut wie möglich wieder­herzustellen.

Auch finanzielle Sofortleistungen bei schweren Verletzungen können Teil der Zusatz­leistungen einer privaten Unfall­versicherung sein – ebenso wie Kranken­haus­tage­geld, eine garantierte Unter­bringung in einem Ein- oder Zweibettzimmer sowie Zuschüsse zum Über­nachtungs­geld, das Eltern zahlen müssen, wenn sie bei ihrem versicherten Kind im Kranken­haus übernachten möchten. Auf diese und weitere Zusatz­leistungen sollten Sie bei der Wahl Ihres Unfall­versicherers achten.


Fazit

Die gesetzliche Unfallversicherung ist ein bewährter Bestandteil der deutschen Sozial­versicherung, doch sie deckt nur einen Teil der Risiken ab – und zudem nicht für alle Personen­gruppen. Wofür also eine private Unfall­versicherung? Oder besser gefragt: Für wen ist eine zusätzliche private Unfall­ver­sicherung sinnvoll? Die Antwort: Eine gute Unfall­ver­sicherung ist für jeden sinnvoll, der sich selbst und die Familie jederzeit umfassend absichern möchte – auch in der Freizeit – egal ob unterwegs oder zu Hause.

Sie entscheiden, ob und wann Sie eine private Unfallversicherung für sinnvoll erachten oder nicht. Sollten Sie sich dafür entscheiden, vergleichen Sie in jedem Fall gründlich die Angebote und wägen Sie sorgsam ab, welchen Schutz Sie für sich und Ihre Familie brauchen. Beachten Sie dabei stets, welche Ereignisse Ihr Versicherer womöglich vom Versicherungsschutz ausschließt. Beachten Sie die Meldefristen, wenn Sie oder eine mitversicherte Person einen Unfallschaden erleiden.


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