Unfall­ver­si­che­rung: Leistungen im Überblick

Wichtige Leistungen

Im Urlaubsparadies angekommen lockt der Reiseveranstalter mit einem Tauchgang zu den Korallenriffen. Zuerst verläuft beim Tauchen alles gut und die Reisenden sind fasziniert von der Unterwasserwelt. Plötzlich bekommt aber einer der Taucher keine Luft mehr und wird bewusstlos aus dem Wasser geborgen. Er wird sofort ins Krankenhaus gebracht, wo eine einseitige Lähmung festgestellt wird. Eine langwierige Reha wartet jetzt in Deutschland auf ihn und die Folgeschäden sind noch nicht absehbar. Die gesetzliche Unfallver­sicherung leistet nur für Unfälle auf der Arbeit sowie dem Hin- und Rückweg. Nur die private Unfallver­sicherung sichert auch Freizeit­unfälle ab. Die Basisleistung der privaten Unfall­versicherung ist die Invaliditästs­leistung. Weitere Leistungen: Todesfallleistung, Kranken­haus­tage­- und Genesungsgeld sowie Unfall­rente. Zudem können weitere Leistungen wie Reha­beihilfe, Bergungs­kosten und Unfall-Assistent vereinbart werden.

Informationen zur privaten Unfall­versicherung von CosmosDirekt findest Du auf der Produktseite.

Welche Leis­tungen erbringt die Unfall­ver­si­che­rung?

Eine Unfallversicherung sichert die Folgen eines Unfalls ab. Diese umfassen sowohl den akuten medizinischen Notfall als auch längerfristige Schäden in Form von einer leichten oder schweren Invalidität bis hin zum Tod. Um sich bei Unfällen und eventuell daraus entstehenden Beeinträchtigungen durch sportliche Aktivitäten, Hobbys oder durch Verletzungen im Haushalt abzusichern, müssen Verbraucher eine private Versicherung abschließen. Diese gilt dann weltweit, also auch bei Unfällen im Ausland. Nach Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherer (GDV) passieren die meisten folgenschweren Unfälle in der Freizeit. Das Risiko, einen solchen Unfall zu erleiden, variiert je nach individueller Lebenssituation und Lebensstil. Beispielsweise ist die Gefahr, als Extrem- und Risikosportler einen Unfall zu erleiden, bei weitem höher als beim Golfen.

Die eigenen Lebensumstände sind ein entscheidender Faktor, wenn es darum geht zu entscheiden, welche Leistungen die eigene Unfall­versicherung umfassen soll. Als Vater und Haupternährer einer Familie wird man sich anders absichern als ein kinderloser Single. Die Leistungen der Unfall­versicherung hängen ganz von den individuellen Bedürfnissen und Wünschen ab. Wie bei anderen Policen bieten die meisten Versicherungs­gesellschaften unterschiedlich leistungsstarke Tarife an, oder Tarife die um Bausteine ergänzt werden können. Außerdem geben Verbraucherschützer immer wieder Tipps, was in jeder privaten Unfallversicherung an Leistungen auf jeden Fall enthalten sein sollte.

Inva­li­di­täts­zah­lungen

In der Unfallversicherung wird unter Invalidität die dauerhafte Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Leistungsfähigkeit der versicherten Person durch einen Unfall verstanden. Die Invaliditätsleistungen sollen insbesondere einen Ausgleich für die eingeschränkte Erwerbsmöglichkeit bieten. Die Beeinträchtigung gilt als dauerhaft, wenn sie voraussichtlich länger als drei Jahre bestehen wird und eine Besserung des Zustands nicht erwartet werden kann. Menschen mit einer Invalidität sind häufig stark eingeschränkt und können alltägliche Tätigkeiten nicht mehr ausüben.

Wenn es durch einen Unfall zu einer Gesundheitsschädigung kommt und daraus folgend zu einer Invalidität, muss die Versicherung eine Invaliditätszahlung an den Versicherten nach Maßgabe des abgeschlossenen Vertrages leisten. Experten empfehlen Policen abzuschließen, die eine Invalidität schon ab 1 Prozent absichern. Versicherungen, die erst ab 25 oder 50 Prozent auszahlen, sind weniger empfehlenswert.

Die Invaliditätszahlungen werden in einem Betrag an den Versicherten ausgezahlt. Als Berechnungsgrundlage dienen die Grundversicherungssumme und der Invaliditätsgrad, der sich aus dem Unfall ergeben hat. Um schon bei geringen Invaliditätsgraden ein ausreichend hohes Kapital zu bekommen, empfehlen wir eine möglichst hohe Grundinvaliditätssumme zu vereinbaren. Damit der Versicherungsschutz Ihrem Lebensstandard angemessen ist, sollte die Versicherungssumme das 5- bis 6-fache Ihres Bruttojahreseinkommens betragen, mindestens aber 200.000 Euro.

Die Leistung der Unfallversicherung erfolgt nach der im Vertrag enthaltenen Gliedertaxe. Diese listet auf, welchen Grad der Invalidität die Versicherung für den Verlust eines Körperteils anerkennt. Die Gliedertaxen sind bei den Versicherern unterschiedlich. Daher sollte bei einer Unfallversicherung mindestens die Gliedertaxe nach den Richtwerten des GDV enthalten sein. Der Invaliditätsgrad ergibt sich auf Basis der Gliedertaxe und dem Verlust beziehungsweise der Funktionseinschränkung bestimmter Körperteile oder Organe.

Invaliditätsgrade bei Verlust oder Funktions­unfähig­keit

Körperteil

Empfehlung des GDV

Arm

70 %

Arm bis oberhalb des Ellenbogengelenks

65 %

Arm unterhalb des Ellenbogengelenks

60 %

Hand

55 %

Daumen

20 %

Zeigefinger

10 %

anderer Finger

5 %

Bein über der Mitte des Oberschenkels

70 %

Bein bis zur Mitte des Oberschenkels

60 %

Bein bis unterhalb des Knies

50 %

Bein bis zur Mitte des Unterschenkels

45 %

Fuß

40 %

große Zehe

5 %

andere Zehe

2 %

Sehkraft eines Auges

50 %

Gehör auf einem Ohr

30 %

Geruchsinn

10 %

Geschmacksinn

5 %

Niere

-

Funktionsverlust der Niere

-

Milz

-

Frau Schmidt hat eine Unfallversicherung mit einer Versicherungssumme von 100.000 Euro für den Invaliditätsfall. Bei einem Verkehrsunfall wird ihr linker Fuß schwer verletzt und muss amputiert werden. Der Anspruch auf Invaliditätsleistung beträgt nach der üblichen Gliedertaxe für den linken Fuß 40 %. Die Invaliditäts­leistung beträgt 40.000 Euro.

Du solltest bei der Unfallversicherung eine Progression vereinbaren. Bei schwerer Invalidität erhältst Du dann ein Vielfaches der Leistung, die Dir ohne Progression nach dem festgestellten Invaliditätsgrad zustehen würde. Mit einer Progression von 500 % steigerst Du Deine Leistung bei Vollinvalidität z. B. um das 5 fache. Zudem sollte die Versicherungssumme nicht zu niedrig gewählt werden, da die Progression meistens erst ab einen Invaliditätsgrad von 25 % einsetzt.

Kran­ken­haus­ta­ge­geld

Bei einem längeren Krankenhausaufenthalt kann sich das Krankenhaustagegeld lohnen. Es fängt die Kosten auf, die während einer stationären Behandlung anfallen. Patienten, die älter als 18 Jahre alt sind, müssen sich mit 10 Euro pro Tag an den Kosten für einen Krankenhausaufenthalt beteiligen – für maximal 28 Tage im Jahr. Hinzukommen private Kosten beispielsweise für ein Zweibettzimmer, Telefon, Zeitschriften oder Fernsehen. Das Krankenhaustagegeld erhalten Patienten für jeden Tag, den sie stationär im Krankenhaus sind – auch an Wochenenden und Feiertagen.

Häufig ist nach einem längeren Krankenhausaufenthalt eine weitere Genesungsphase zu Hause notwendig. Während dieser Zeit sind viele Geschädigte auf Hilfe im Haushalt angewiesen. Damit die Kosten für eine solche Unterstützung bezahlt werden können, bieten einige Versicherer ein sogenanntes Genesungsgeld an. Dieses dient als finanzielle Stütze nach dem Krankenhausaufenthalt. Das Genesungsgeld wird nur gezahlt, wenn zuvor das Krankenhaustagegeld bezogen wurde. Als Richtwert für die Leistungsdauer werden die Aufenthaltstage im Krankenhaus herangezogen. Das Genesungsgeld wird maximal 100 Tage gezahlt. Die Höhe der Leistung richtet sich nach den vertraglichen Vereinbarungen zum Krankenhaustagegeld.

Unfalltod

Bei der Unfallversicherung kann auch eine Todesfallleistung vereinbart werden. Die Leistung bei Unfalltod sichert im Fall der Fälle Ihre Hinterbliebenen finanziell ab. Die Todesfallleistung wird fällig, wenn die versicherte Person innerhalb eines Jahres an den Folgen eines Unfalls stirbt.

Deine Unfallversicherung genügt nicht mehr Deinen Anforderungen? Was Du bei einer Kündigung beachten musst, erfährst Du im Ratgeber Unfallversicherung kündigen.

Wir sind immer für Dich da

Gerne beantworten wir Deine Fragen. Du erreichst uns telefonisch unter 0681-9 66 6895 und per E-Mail sachexperten@cosmosdirekt.de.

Ratgeber Unfallversicherung

Zusätz­liche Leis­tungen

Ein Unfall kann das äußere Erscheinungsbild verändern. Bei dieser Zusatzleistung trägt der Versicherer unter bestimmten Voraussetzungen die Kosten für kosmetische Operationen.

Beim Wandern oder auf der Ski-Piste kann es beispielsweise zu Unfällen kommen, bei der die verunglückte Person aufwendig geborgen werden muss. Der Unfallversicherer übernimmt in diesem Fall die Kosten für die erforderlichen Such-, Rettungs- und Bergungsleistungen und den Transport nach Hause oder in ein nahegelegenes Krankenhaus. Häufig geschehen solche Unfälle in der Urlaubszeit weit entfernt von zu Hause. Dementsprechend hoch können die Kosten sein.

Schwere Unfälle ziehen häufig längere Reha-Maßnahmen nach sich. Einige Versicherer bieten eine finanzielle Leistung zur Unterstützung an.

Der Genesungsprozess verläuft nicht bei jedem Verletzten gleich. In vielen Fällen kann der Arzt den für die Höhe der Leistung entscheidenden Invaliditätsgrad erst nach Abschluss der Behandlung feststellen. Die Übergangsleistung kann diese Zeitspanne überbrücken. Ausgezahlt wird sie, wenn die körperliche oder geistige Leistungsfähigkeit des Verletzten für mehr als 6 Monate seit dem Unfall zu mindestens 50 Prozent beeinträchtigt ist – unabhängig davon, ob die Verletzungen am Ende vollkommen ausheilen. Die Rehabilitation kann so finanziell gesichert werden. Neben den aufgeführten Optionen bieten die Versicherungsgesellschaften bei der Unfallversicherung noch viele weitere Leistungen an, die du vereinbaren kannst:

  • Sofortleistungen bei schweren Unfällen
  • Serviceleistungen im Haushalt
  • Einschluss von Nahrungsmittelvergiftungen
  • Zusatzschutz bei Infektionen, beispielsweise Tollwut oder Malaria
  • Leistungen bei tauchtypischen Unfällen
  • Schutz bei Ertrinken und Ersticken unter Wasser sowie Erfrierungen

Bei der Auswahl der Leistungen, solltest du genau prüfen, ob du diese brauchst. Bei einigen Versicherungen sind auch schon im Grundschutz bestimmte Extraleistungen enthalten. Ein Vergleich verschiedener Angebote ist deshalb ratsam. Bei der Unfallversicherung von CosmosDirekt kannst du zwischen mehreren Tarifen wählen. Informiere dich über die Leistungsdetails der Unfallversicherung.

Wann zahlt die Unfall­ver­si­che­rung?

Die private Unfallversicherung zahlt grundsätzlich, wenn der Versicherte einen gesundheitlichen Schaden durch einen Unfall erleidet. Krankheiten bzw. Erkrankungen werden nicht durch die Unfallversicherung abgesichert. Die Auszahlung der Versicherungsleistungen ist an einige Bedingungen geknüpft, die sich von Versicherer zu Versicherer unterscheiden können. Die Invalidität aufgrund eines Unfalls muss zum Beispiel bei CosmosDirekt innerhalb von 15 Monaten nach dem Unfallgeschehen eintreten. Der entstandene Anspruch muss spätestens 18 Monate (Basis-Tarif) beziehungsweise 24 Monate (Comfort-Tarif) nach dem Unfall von einem Arzt schriftlich festgestellt und von dir geltend gemacht werden. Wenn alle notwendigen Voraussetzungen erfüllt sind, wird eine monatliche Rente oder eine Einmalzahlung ausgezahlt. Bei einem Unfalltod wird die vereinbarte Todesfallsumme an die Hinterbliebenen ausgezahlt.

Wann zahlt die Unfall­ver­si­che­rung nicht?

Es gibt Fälle, bei denen ein Unfall geistige und/oder körperliche Schäden hervorrufen kann, für die aber kein Versicherungsschutz besteht. Zu diesen Ausschlüssen gehören beispielsweise:

  • Unfälle der versicherten Person durch Geistes- oder Bewusstseinsstörungen.
  • Unfälle durch epileptische Anfälle oder andere Krampfanfälle, die den ganzen Körper der versicherten Person ergreifen.
  • Unfälle, die der versicherten Person dadurch zustoßen, dass sie vorsätzlich eine Straftat ausführt oder versucht.
  • Unfälle, die unmittelbar oder mittelbar durch Kriegs- oder Bürgerkriegsereignisse verursacht sind.
  • Unfälle, die unmittelbar oder mittelbar durch Kernenergie verursacht sind.
  • Unfälle der versicherten Person bei der Benutzung von Luftfahrzeugen (Fluggeräte) ohne Motor, Motorseglern, Ultraleichtflugzeugen und Raumfahrzeugen sowie beim Fallschirmspringen.
  • Unfälle, die der versicherten Person dadurch zustoßen, dass sie sich als Fahrer, Beifahrer oder Insasse eines Motorfahrzeuges an Fahrtveranstaltungen einschließlich der dazugehörigen Übungsfahrten beteiligt, bei denen es auf die Erzielung von Höchstgeschwindigkeiten ankommt.

Fazit: Prüfe genau, welche Leis­tungen Du benötigst

Unaufmerksamkeit oder einfach im falschen Moment am falschen Ort zu sein kann zu Unfällen führen, die unter Umständen erhebliche gesundheitliche und körperliche Folgen nach sich ziehen. Bei Unfällen, die sich in der Freizeit ereignen, leistet eine private Unfallversicherung finanzielle Leistungen zur Begleichung der sich aus dem Ereignis und dessen Folgen ergebenden Kosten. Das Angebot der verschiedenen Unfallversicherer ist häufig sehr komplex. Wenn Du eine Police abschließen möchtest, empfiehlt es sich, die Angebote genau zu prüfen. Deine private Unfallversicherung und deren Leistungen solltest Du nach deinen individuellen Bedürfnissen auswählen – nicht alle Optionen passen zu jedem Verbraucher.

Wenn Du schon im Besitz einer Unfallverischerung bist, solltest Du diese regelmäßig auf folgende Fragen prüfen: Welche Leistungen erbringt die Unfallversicherung, die ich abgeschlossen habe? Entsprechen diese noch dem Standard und meinen aktuellen Lebensumständen? In unserem Ratgeber "Unfallversicherung: Vergleichen lohnt sich immer" erhältst Du hilfreiche Hinweise, worauf Du achten solltest.

Mit einer Auslandskrankenversicherung sicherst Du Dich vor den Kosten einer medizinischen Behandlung während einer Urlaubsreise. Mit einem Vergleich kannst Du viel Geld sparen. Mehr erfährst Du im Ratgeber Vergleich Auslands­kran­ken­ver­si­che­rung.

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