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Berufsunfähigkeitsrente

Berufsunfähigkeitsrente:

Warum die private Vorsorge so wichtig ist

Die Berufsunfähigkeitsrente aus einer Berufsunfähigkeitsversicherung bietet eine finanzielle Absicherung für Menschen, die vor dem gesetzlichen Renteneintrittsalter nicht mehr ihrem Beruf nachgehen können. Die staatlichen Leistungen genügen beim frühzeitigen Ausscheiden aus dem Beruf nicht, um den bisherigen Lebensstandard beizubehalten.

Im folgenden Artikel erfahren Sie, was es bei der Berufsunfähigkeitsrente zu beachten gilt und wie sich ihre Rentenhöhe errechnet.


Diese Begriffe sollten Sie kennen
Begriff
Erklärung
ErwerbsminderungsrenteDie Rente wegen Erwerbsminderung wird von der gesetzlichen Rentenversicherung für Versicherte bis zur Vollendung des 65. Lebensjahres bei krankheits- oder behinderungsbedingter Leistungseinbuße gewährt.
VerweisungsklauselEnthält eine Berufsunfähigkeitsversicherung eine abstrakte Verweisungsklausel, besteht für den Versicherer die Möglichkeit, die Zahlung der Berufsunfähigkeitsrente zu verweigern. Er tut dies unter Verweis auf einen anderen angemessenen Beruf, dem der Berufsunfähige nachgehen kann.
RisikoprüfungMit der Risikoprüfung ermittelt der Versicherer zu welchen Konditionen ein Antragsteller versichert werden kann.

Ursachen für Berufsunfähigkeit

In den vergangenen Jahrzehnten hat sich die Berufsstruktur grundlegend verändert. Immer mehr Menschen verbringen den Arbeitstag am Schreibtisch. Dies hat auch Auswirkungen auf die Ursachen für Berufsunfähigkeit: Körperlicher Verschleiß – beispielsweise Wirbelsäulenleiden – ist immer seltener dafür verantwortlich, dass Menschen vor dem Rentenalter berufsunfähig werden.

Vergleicht man die Zahl der Personen, die vom Staat als teilweise oder vollständig erwerbsunfähig anerkannt wurden, ging um rund 70 Prozent zurück – von 81.000 im Jahr 1993 auf 24.000 im Jahr 2013. Das bedeutet aber nicht, dass das Risiko der Berufsunfähigkeit im gleichen Maße gesunken ist. Vielmehr sind mit den neuen Berufen und der schnelleren Taktung des Alltags durch moderne Medien psychische Ursachen an die Stelle der körperlichen getreten.

Nach einer Statistik aus dem Jahr 2016 liegt die Ursache für Berufsunfähigkeit in rund 31 Prozent der Fälle in Nervenkrankheiten und psychischen Erkrankungen begründet. Erkrankungen des Skelett- und Bewegungsapparates nehmen mit 22 Prozent den zweiten Platz ein. Besonders tückisch ist, dass Erkrankungen der Psyche unerwartet auftreten und auch junge Menschen treffen können, die voll im Berufsleben stehen.

Ursachen Berufsunfähigkeit

Was der Staat bei voller oder teilweiser Erwerbsunfähig leistet

Wer aus gesundheitlichen Gründen seinem bisherigen Beruf nicht mehr nachgehen kann, muss ohne private Vorsorge beträchtliche Einbußen beim Einkommen und Lebensstandard hinnehmen. Der Staat sieht für diese Fälle nur die Erwerbsminderungsrente vor. Die Erwerbsminderungsrente löste im Jahr 2001 die Berufs- und Erwerbsunfähigkeitsrente ab. Die staatliche Berufsunfähigkeitsrente gilt nur noch für Arbeitnehmer, die vor 1961 geboren sind. Für alle jüngeren, wurde die Berufsunfähigkeitsrente durch die Erwerbsminderungsrente ersetzt. Die Erwerbsminderungsrente ist niedriger bemessen, und bietet keinen Berufsschutz. Im Klartext: Wer seinen Beruf aufgeben muss, aber noch eine andere Arbeit verrichten kann, erhält keine Erwerbsminderungsrente.

Hohe Hürden für die volle Erwerbsminderungsrente

Selbst bei voller Anerkennung der Erwerbsunfähigkeit liegt die Erwerbsminderungsrente meistens bei weniger als einem Drittel des letzten Bruttogehalts. Wenn Sie vor 1961 geboren wurden reicht es, wenn Sie Ihren erlernten Beruf oder einen gleichwertigen Beruf nicht mehr ausüben können. Anders sieht das aus, wenn Sie später geboren wurden: Dann bekommen Sie eine Erwerbsminderungsrente erst, wenn es Ihnen gesundheitlich nicht möglich ist, mehr als sechs Stunden irgendeiner Arbeit nachzugehen. Und um die volle Erwerbsminderungsrente zu erhalten, müssen Sie sogar unfähig sein, mehr als drei Stunden täglich zu arbeiten. Dabei ist unerheblich, ob die neue Tätigkeit der vorherigen in Qualifikation und Anforderungen entspricht. So können Sie als Akademiker auch auf eine ungelernte Tätigkeit verwiesen werden. Die höheren Hürden für die gesetzliche Rente machen eine private Absicherung dringender denn je.

Die Voraussetzungen für die Zahlung der Erwerbsminderungsrente im Überblick:
  • Sie können maximal 6 Stunden täglich arbeiten
  • Sie haben bereits mindestens 5 Jahre in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt
  • In den letzten 5 Jahren vor Eintritt der Erwerbsminderung haben Sie mindestens 3 Jahre eingezahlt

Unterm Strich sind die Hürden für die Erwerbs­minderungs­rente hoch. Auch bei Bewilligung der vollen Erwerbs­minderungs­rente bleibt die Differenz zum vorherigen Einkommen beträchtlich. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung hat ermittelt, dass die Höhe der vollen Erwerbs­minderungs­rente 2013 bei durchschnittlich 634 Euro lag. Wer ohne private Vorsorge seinen Beruf nicht mehr oder nur teilweise ausüben kann, muss erhebliche Einschränk­ungen beim Lebens­standard hinnehmen.

(Quelle: http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.422636.de)


Berufsunfähigkeitsrente als umfassender Schutz gegen Versorgungslücken

Eine Berufsunfähigkeitsrente dient dazu, die Differenz zwischen dem aktuellen Einkommen und der staatlichen Erwerbsminderungsrente deutlich zu verkleinern. Der Versicherungsfall tritt meist ein, wenn ein Erwerbstätiger zu mindestens 50 Prozent seinen bisherigen Beruf nicht mehr ausüben kann. Der entscheidende Passus befindet sich im § 172 des Versicherungsvertragsgesetzes (VVG). Dieser besagt, dass die Berufsunfähigkeit infolge von „Krankheit, Körperverletzung oder mehr als altersentsprechendem Kräfteverfall“ eintreten kann. Die Berufsunfähigkeit muss von einem Arzt festgestellt werden und für eine bestimmte Mindestdauer Gültigkeit haben.

Tipp

Dieser Prognosezeitraum für die Berufsunfähigkeit wird vom Arzt festgelegt. Ab welchem Zeitraum die Berufsunfähigkeitsrente ausgezahlt wird, variiert zwischen den Versicherern. Je kürzer dieser ausfällt, desto besser ist Ihre Absicherung. Wir empfehlen Ihnen einen Prognosezeitraum von 6 Monaten.


Die Berufsunfähigkeitsversicherung und der Unterschied zur Unfallversicherung

Die Berufsunfähigkeitsversicherung sichert dem Versicherten die Zahlung einer Berufsunfähigkeitsrente. Sie wird als eigenständiger Vertrag abgeschlossen. Wenn der Versicherungsnehmer innerhalb der Laufzeit keine Berufsunfähigkeit erleidet, wird auch kein Kapital gezahlt. Außerdem lässt sich eine Berufsunfähigkeitsversicherung als Zusatz zur Risikolebensversicherung oder Kapitallebensversicherung abschließen.

Tipp

Wer als Selbstständiger arbeitet, für den ist die private Vorsorge umso wichtiger, da er in der Regel nicht über die staatliche Rentenversicherung abgesichert ist.

Der Unterschied zur Unfallversicherung

Bei der Berufsunfähigkeitsversicherung ist unerheblich, worin die Ursache für den Versicherungsfall besteht. Hier liegt der Hauptunterschied zur Unfallversicherung, die an einen konkreten Unfall geknüpft ist und deren Leistungen sich auf die kurz- sowie langfristigen Folgen beziehen. Allerdings darf die Ursache für Berufsunfähigkeit nicht mutwillig vom Leistungsempfänger herbeigeführt worden sein. Im Gegensatz zur monatlichen Auszahlung der Berufsunfähigkeitsrente wird die Unfallversicherung häufig als einmalige Kapitalzahlung ausgezahlt.

In unserem Artikel Was ist eine Unfallversicherung? finden Sie weitere Informationen.


Keine Hintertüren für den Versicherer – Nachteile der abstrakten Verweisungsklausel

Wenn eine Police eine Verweisungsklausel enthält, kann der Versicherer im Leistungsfall die Berufsunfähigkeitsrente verweigern und auf einen anderen Beruf verweisen, den der Versicherte ausüben kann. Es muss sich dabei um eine Tätigkeit handeln, die mit Blick auf die vorherige Tätigkeit „angemessen“ ist, wobei der Begriff Raum für Auslegungen bietet. Bisweilen führt dies zu Streitigkeiten, die erst auf juristischem Wege geklärt werden können.


Die Höhe der Berufsunfähigkeitsrente und weitere Faktoren für die Kosten

Wie hoch die Beiträge zur Berufsunfähigkeitsrente ausfallen, hängt vom Angebot des Versicherers und der Lebenssituation des Versicherten ab.

Diese Faktoren entscheiden über die Kosten der Berufsunfähigkeitsversicherung:

  • Höhe der Berufsunfähigkeitsrente
  • Berufliche Tätigkeit
  • Gesundheitlicher Zustand
  • Alter bei Versicherungsabschluss
  • Dauer des Berufsunfähigkeitsschutzes

Sie legen die Höhe der Berufsunfähigkeitsrente fest

Beim Abschluss der Versicherung entscheiden Sie über die Höhe der Berufsunfähigkeitsrente. Die Experten empfehlen, dass die monatliche Rente bei etwa 75 Prozent des Nettoeinkommens liegen sollte, um den vorherigen Lebensstandard bei einer Berufsunfähigkeit aufrechterhalten zu können. Wer die Versicherung in jungen Jahren abschließt, sollte darauf achten, dass die Möglichkeit zur Nachversicherung besteht, um später auf veränderte Lebensumstände reagieren zu können, etwa wenn eine Position mit höherem Gehalt erreicht wurde. Eine dynamische Rentenerhöhung, die Sie bei CosmosDirekt im Basis- und Comfort-Schutz erhalten, sichert Sie gegen eine zu geringe Berufsunfähigkeitsrente durch Inflation ab.

Der Beruf bestimmt das Risiko

Wie hoch die Beiträge für die gewünschte Berufsunfähigkeitsrente ausfallen, hängt maßgeblich vom Risiko einer Berufsunfähigkeit ab. Der ausgeübte Beruf ist wiederum der wichtigste Faktor bei der Prämienberechnung. Versicherer ordnen Berufe oftmals sogenannten Risikogruppen zu. Die Versicherer unterscheiden sich in der Zuordnung der Berufe zu den Risikogruppen. Daher ist es vor Abschluss unbedingt empfehlenswert, hier einen Vergleich anzustellen.

Ehrlichkeit zahlt sich aus

Der Gesundheitszustand des Versicherten wird vor Abschluss der Berufsunfähigkeitsversicherung ermittelt. Das erfolgt über einen schriftlichen Fragebogen oder auch online. Zudem kann eine ärztliche Untersuchung erforderlich sein. Hier sollte jeder wahrheitsgemäß und umfassend Auskunft über etwaige Vorerkrankungen Auskunft geben. Im Zweifelsfall ist es ratsam, einen Arzt beim Ausfüllen des Vertrags zu Rate zu ziehen. Wenn bei einem beantragten Leistungsfall ermittelt wird, dass die Angaben unvollständig oder falsch waren, kann der Versicherer die Zahlung der Berufsunfähigkeitsrente verweigern.

Diese Ergebnisse kann die Risikoprüfung haben:

  • Normalannahme, wenn kein erhöhtes Risiko für eine Berufsunfähigkeit festgestellt wird.
  • Risikozuschlag bei der Versicherungsprämie, sofern relevante Vorerkrankungen vorliegen.
  • Ausschluss ermöglicht es trotz Vorerkrankung – beispielsweise angeborene Herzkrankheiten – eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen. Wenn die ausgeschlossene Erkrankung Ursache der Berufsunfähigkeit ist, wird keine Berufsunfähigkeitsrente gezahlt.
  • Ablehnung, wenn der Versicherer das Risiko einer Berufsunfähigkeit als zu hoch einstuft.

Hobbys können zu einem relevanten Risiko-Kriterium werden, wenn es sich dabei um Risiko-Sportarten handelt. Zu einer Ablehnung führt ein solches Hobby allerdings nur in absoluten Ausnahmefällen.

Tipp

Achten Sie darauf, dass Ihr Versicherungsvertrag keine Arztanordnungsklausel enthält. Diese kann den Versicherungsschutz beeinträchtigen, wenn ärztliche Weisungen vom Versicherten nicht befolgt werden.

Je jünger, desto besser

Grundsätzlich gilt, je jünger der Versicherte bei der Antragsstellung ist, desto günstiger fällt der Beitrag der Police aus. Risikozuschläge oder Leistungsausschlüsse nehmen oft im Laufe des Erwerbslebens zu. Bei der Dauer des Versicherungsschutzes kommt es vor allem auf das gesetzliche Renteneintrittsalter an. Wer nach 1964 geboren ist, bekommt die volle Altersrente erst mit Renteneintritt im Alter von 67 Jahren ausgezahlt. Der Versicherungsschutz sollte daher die Zeit bis zur Altersrente möglichst vollständig abdecken.


Worauf es ankommt, wenn Sie die Leistung aus der Berufsunfähigkeitsrente beantragen

Um eine Leistung aus der Berufsunfähigkeitsversicherung zu erhalten, bedarf es eines gewissen Aufwands. Schließlich geht es um einen weitreichenden Vorgang, der häufig für einen längeren Zeitraum gültig ist. Die Quote anerkannter Leistungsanträge liegt im Übrigen bei 70 Prozent:

Ärztliche Unterlagen und Berufsbeschreibung – die Berufsunfähigkeitsrente beantragen

Die Leistungsbeantragung beinhaltet ausführliche Informationen sowohl zur Erkrankung als auch zum jeweiligen Beruf. Das Verfahren soll feststellen, ob eine Person dem bisherigen Beruf nicht mehr nachgehen kann. Grundsätzlich gilt, dass die behandelnden Ärzte den Antrag zur Berufsunfähigkeit fachlich unterstützen müssen, damit die Berufsunfähigkeitsrente ausgezahlt werden kann.

In der Berufs- und Tätigkeitsbeschreibung kommt es darauf an, die grundsätzlichen beruflichen Anforderungen und konkrete Arbeitsbewegungen detailliert zu beschreiben. Je lückenloser und ausführlicher die Schilderungen sind, desto kürzer ist die Bearbeitungszeit des Antrags. Achten Sie bereits beim Abschluss der Berufsunfähigkeitsversicherung darauf, dass der Versicherer Zahlungen auch rückwirkend erbringt. Einige Versicherer gewähren die Berufsunfähigkeitsrente erst ab dem Zeitpunkt der Leistungsbeantragung.


Fazit: Die Berufsunfähigkeitsrente als wichtiger Teil des Vorsorgekonzepts

Ob und wann eine Berufsunfähigkeit eintritt, kann niemand sagen. Psychische Erkrankungen spielen dabei eine immer wichtigere Rolle und auch junge Menschen können betroffen sein. Wer für den Fall der Berufsunfähigkeit vorsorgen will, kommt um eine Berufsunfähigkeitsversicherung nicht herum, denn die Zahlungen der staatlichen Erwerbsminderungsrente sind nur für eine rudimentäre Versorgung ausgelegt.

Die Höhe der Berufsunfähigkeitsrente bestimmen Sie selbst unter Berücksichtigung Ihrer persönlichen Einkommenssituation. Vor dem Abschluss lohnt es, verschiedene Anbieter zu vergleichen, insbesondere hinsichtlich der angebotenen Leistungen. Hierbei können sich erhebliche Unterschiede bei der Prämienhöhe ergeben. Bei der Risikoprüfung gilt es, umfassend Auskunft zu geben, wobei Sie nur auf die Fragen antworten müssen, die der Versicherer auch wirklich stellt.


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