Eine Person berechnet die richtige Versicherungssumme der Hausratversicherung mit einem Taschenrechner.

Hausratversicherung und Versicherungssumme

Die richtige Versicherungssumme

Die versicherten Gefahren im Überblick:

Die Hausratversicherung schützt Deinen gesamten Hausrat gegen eine Vielzahl von Gefahren:

  • Brand, Blitzschlag, Explosion, Implosion, Verpuffung, Anprall oder Absturz eines Luftfahrzeuges, seiner Teile oder seiner Ladung
  • Einbruchdiebstahl, Raub oder den Versuch einer solchen Tat
  • Vandalismus nach einem Einbruch
  • Leitungswasser
  • Sturm und Hagel

Wird Dein Hab und Gut beschädigt oder entwendet, dann zahlt die Hausratversicherung. Die Versicherungssumme deckt dann sowohl den Neukauf von total beschädigten Dingen (Zeit- bzw. Neuwert), als auch die Reparatur­kosten für alle Sachen, bei denen sich der Aufwand lohnt.

Weitere Informationen zur Hausratversicherung und den Zusatzleistungen findest Du im Ratgeber Hausratversicherung: Was ist versichert?

Eine Hausratversicherung ersetzt beschädigtes oder zerstörtes Hab und Gut. Für einen angemessenen Schutz, empfiehlt es sich, die Ver­sicherungs­summe pro qm pauschal zu bestimmen. Im Schaden­fall verzichtet Deine Versicherung dann auf Abzüge, falls der Haus­rat wertvoller als die vereinbarte Deckungs­summe ist. In dem Artikel erfährst Du zudem, wie Du eine Unter­ver­sicherung vermeidest und welche Kosten die Haus­rat­ver­sicherung übernimmt.

Informationen zur Hausrat­versicherung von CosmosDirekt findest Du auf der Produktseite.

Wie hoch muss die Versi­che­rungs­summe sein?

Dass ein Totalschaden den gesamten Hausrat unbrauchbar macht, kann immer wieder passieren. Das zeigt die Fallgeschichte eines unserer Kunden: Ein starkes Unwetter zog auf, der Blitz schlug ins Dach ein und setzte das Eigenheim in Brand. Innerhalb kürzester Zeit hatte sich das Feuer über den Dachstuhl auf das gesamte Haus ausgebreitet. Aufgrund der Zerstörungen, aber auch der brandbedingten Gift- und Schadstoffe, die sich überall festgesetzt hatten, war das Eigenheim nicht mehr bewohnbar.

Idealerweise deckt die Versicherungssumme der Hausratversicherung genau den Gesamtwert des versicherbaren Hausrats ab. So können sämtliche Einrichtungsgegenstände ersetzt werden, sollte es zu einem Totalschaden in dem versicherten Haus oder Wohnung kommen. Der genaueste Weg ist daher, vor Abschluss einer Hausratversicherung die Versicherungssumme selbst zu ermitteln.

Dafür gehst Du Raum für Raum der Wohnung durch und notierst Dir den Neuwert der Einrichtungsgegenstände, von Möbeln über Elektrogeräte bis hin zu Bildern und Teppichen. Die Einzelposten addierst Du dann und übermittelst den Gesamtbetrag an die Hausratversicherung. Neben einer genauen Versicherungssumme hast Du auch eine vollständige Liste Deiner Einrichtungsgegenstände. Bewahre diese für den Schadenfall bei Deinen Dokumenten auf.

Soweit möglich, solltest Du auch Kopien von Kaufbelegen und Rechnungen aufbewahren. Insbesondere bei wertvollen Gegenständen vereinfachen diese Belege die Schadenregulierung sowohl für den Versicherer als auch für Dich.

Was viele vergessen: Werden neue Einrichtungsgegenstände gekauft, steigt in der Regel der Wert des Hausrats auch an. Überprüfe daher alle zwei Jahre, ob die Deckungssumme Deiner Hausratversicherung noch dem aktuellen Wert Deines Hab und Guts entspricht. Deinem Versicherer übermittelst Du dann die neue Deckungssumme. Ansonsten droht im Schadenfall eine Unterversicherung.

Unter­ver­si­che­rungs­ver­zicht

Um eine Unterversicherung zu vermeiden, gibt es eine Lösung: Die Hausratversicherung wird mit einer pauschalen Deckungssumme abgeschlossen. Das bedeutet, dass man nicht die Einzelwerte aller Einrichtungsgegenstände addieren muss. Um zu bestimmen, wie wertvoll der Hausrat ist, wird die Versicherungssumme pro m² kalkuliert. Dazu wird ein bestimmter Pauschalbetrag angesetzt. Je nach Versicherer liegt dieser zwischen 650 und 750 Euro. Dadurch entfällt auch die aufwendige Inventarisierung des gesamten versicherbaren Hausrats.

Wird der Wert des Hausrats über eine pauschale Versicherungssumme pro m² bestimmt, sichert die Hausratversicherung oftmals den sogenannten Unterversicherungsverzicht zu. Eine Unterversicherung entsteht, wenn der tatsächliche Wert die vereinbarte Deckung überschreitet. Wenn beispielsweise für den gesamten Hausrat eine Versicherungssumme von 60.000 Euro vereinbart wurde, sein Wert aktuell aber 80.000 Euro beträgt – dann zahlt die Versicherung in der Regel nur 80 Prozent. Dies trifft selbst auf kleinere Schäden zu. Hast Du bei Deiner Hausratversicherung hingegen einen Unterversicherungsverzicht vereinbart, zahlt der Versicherer im Schadenfall sämtliche Kosten.

Der Nachteil: Bei großen Häusern, in denen vergleichsweise wenig Hausrat vorhanden ist, wird angesichts der Versicherungssumme eine relativ hohe Versicherungsprämie fällig. Andersherum übersteigt der Wert des Hausrats – in Form teuren Schmucks oder kostbarer Möbel – in sehr kleinen Wohnungen womöglich die Versicherungssumme.

Unverheiratete Studenten und Auszubildende sind in der Regel über ihre Eltern abgesichert, auch wenn sie nicht mehr zu Hause wohnen. Weitere Informationen erhältst Du im Ratgeber Hausratversicherung für Studenten.

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Welche Kosten sind durch die Deckungs­summe abge­si­chert?

Im Grunde ist die Hausratversicherung eine Neuwert-Versicherung. Das bedeutet, dass bei Zerstörungen oder Beschädigungen das Alter und der Zustand der Sachen keine Rolle spielen. Je nach Grad der Schädigung kann sich der Ersatz aber durchaus verschieden gestalten. Die Hausratversicherung deckt mit der Versicherungssumme folgende Posten ab:

Versi­che­rungs­summe und Wohnort bestimmen die Kosten

Bei der Hausratversicherung ist die Höhe der Versicherungssumme einer der wichtigsten Faktoren, der bestimmt, welche Versicherungsprämie Du pro Jahr für den Schutz zahlst. Doch die Kosten werden noch von weiteren Kriterien beeinflusst. Sie bemessen das individuelle Risikopotenzial eines Versicherungsnehmers.

Auf welcher Grund­lage werden die Beiträge berechnet?

Wichtigster Baustein der Versicherungsprämie ist der Risikobeitrag, der sich nach dem Äquivalenzprinzip berechnet. Dieses besagt, dass die individuelle Versicherungsprämie auch dem individuellen Risiko entsprechen soll, das ein Versicherungsnehmer in die Versichertengemeinschaft einbringt. Sprich, wer in einer Wohngegend lebt, in der sehr oft eingebrochen wird, muss damit rechnen, dass seine Prämie höher ausfällt als bei jemandem, in dessen Region nur sehr wenige Einbruchsdiebstähle gemeldet werden.

Daher nutzen alle Versicherungen Risiko- oder Tarifgruppen, um die Beiträge für die Hausratversicherung zu berechnen.

Indi­vi­du­elle Risi­ko­fak­toren

Um das Risiko, das ein bestimmter Versicherungsnehmer in die Versichertengemeinschaft einbringt, besser bestimmen zu können, ordnen Versicherungsunternehmen ihn mehreren Risikogruppen zu. Zu diesen gehören:

  • Tarifzone des Versicherungsortes
  • Bauartklasse der Wohnung/Haus
  • Nutzung der Wohnung/Haus

Tarif­zonen

Versicherer benutzen Tarifzonen, die nach Postleitzahl-Bezirken unterschieden werden. Statistische Grundlage ist die Wahrscheinlichkeit eines Einbruchdiebstahls. Zur höchsten Tarifzone gehören Metropolen wie Berlin, Hamburg oder Köln, weil hier das Risiko am höchsten ist, Opfer eines Einbruchdiebstahls zu werden.

Verteilung der Kriminalität in Deutschland nach Orts-/ Städtegrößen im Jahr 2020

Gemeindegrößen mit ... Einwohnern

Verteilung

500.000 und mehr28,6 %
100.000 bis 499.99919,5 %
20.000 bis 99.99926,5 %
unter 20.00023,1 %
unbekannt2,3 %
Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/203/umfrage/raeumliche-verteilung-der-kriminalitaet/

Bauartklassen

Mit den Bauartklassen werden in der Regel Wohngebäude abhängig von ihrer Bauweise eingestuft. Der Grund liegt darin, dass beispielsweise Häuser in Holzbauweise ein höheres Brandrisiko tragen als Häuser in Betonbauweise.

Nutzung der Wohnung

Auch die Nutzung der Wohnung hat Einfluss auf die Beitragsgestaltung. Unterschieden werden generell ständig und nicht ständig bewohnte Wohnungen. Bei letzteren zeigen Statistiken, dass das Risiko für einen Einbruchdiebstahl höher ist als in Wohnungen, in denen ständig Menschen leben.

Eine Wohnung gilt als bewohnt, wenn diese nicht länger als 60 Tage im Jahr leer steht. Insbesondere bei Ferienhäusern oder Ferienwohnungen wird diese Grenze schnell erreicht – mit der Konsequenz, dass die Versicherungsprämie sehr hoch ist oder der Versicherer gar keine Hausrat-Police anbietet. Welche Möglichkeiten bestehen, Deine Ferienwohnung günstig zu versichern, erfährst Du im Ratgeber Hausratversicherung Ferienwohnung.

Fazit: Bei der Haus­rat­ver­si­che­rung zählen Versi­che­rungs­summe und Preis

Eine Hausratversicherung ist fast immer sinnvoll. Denn Schäden durch Brand oder Einbrüche können jeden treffen. Mit der Hausratversicherung schützt Du Dich davor, alle Kosten für Wiederbeschaffung, Reparatur und Instandsetzung des Hausrats selbst tragen zu müssen. Damit der Schutz angemessen ist, empfiehlt es sich, beim Hausrat die Versicherungssumme pro m² pauschal zu bestimmen. Im Schadenfall verzichtet der Versicherer dann auf Abzüge, sollte der Hausrat wertvoller als die vereinbarte Deckungssumme sein. Falls Du bereits eine Versicherung für Deinen Hausrat hast, solltest Du prüfen, ob die Versicherungssumme dem Gesamtwert Deiner Einrichtung entspricht. Wenn nicht, solltest Du eine Inventur machen und Deinem Versicherer den Betrag übermitteln.

Nimm von Zeit zu Zeit einen Preisvergleich vor. Oftmals bietet ein anderer Versicherer für die Hausratversicherung einen besseren Preis – bei gleicher Versicherungssumme und gleichen oder sogar besseren Leistungen. Die verschiedenen Angebote solltest Du in Ruhe vergleichen. Der Preis bestimmt sich nach vielen Faktoren: Wohnort, Bauartklasse und Nutzung der Wohnung haben großen Einfluss auf die Prämie, die Du zahlen musst.

Die Tarif-Wahl hat Einfluss auf die Versicherungsprämie, unabhängig von der Versicherungssumme. Bei der Hausratversicherung von CosmosDirekt gibt es zwei Tarife: Der Basis-Tarif verfügt über einen umfassenden Grundschutz und ist günstiger als der Comfort-Tarif. Dieser schließt allerdings Zusatzleistungen ein, die im Schadenfall von Vorteil sind: beispielsweise eine Elementarschadenversicherung, die auch bei Überschwemmungen oder Rückstau in der Abwasserkanalisation greift.

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