Ein Ehepaar im Ruhestand umarmt sich.

Versicherungen für den Ruhestand

Diese Policen brauchen Rentner & Pensionäre

Die wich­tigsten Versi­che­rungen für Rentner:

Als Rentner möchte man seinen Ruhestand genießen: die Enkelkinder verwöhnen, den Garten pflegen, um die Welt reisen, alte Schulfreunde treffen, und vieles mehr. Was man mit Sicherheit nicht will: sich um seinen Ver­sicherungs­schutz sorgen. Da sich die Lebenssituation gravierend verändert, sollte man gründlich seinen Bedarf prüfen. Einige Versicherungen sind weiterhin unverzichtbar und andere können gekündigt werden.

In unserem Ratgeber erfährst Du, welche Versicherungen Rentner und Pensionäre brauchen, wie zum Beispiel die Privathaftpflicht, und welche Versicherungen nicht benötigt werden.

Die Ratgeber bieten allgemeine Informationen. Produktdetails von CosmosDirekt findest Du auf den jeweiligen Produktseiten.

Welche Versicherungen sind im Ruhestand unbedingt notwendig?

Die Haftpflichtversicherung ist keine gesetzlich vorgeschriebene Pflichtversicherung, der Name rührt von der Haftpflicht her – und die ist gesetzlich geregelt. Verursacht man einen Schaden, haftet man dafür in voller Höhe. Eine Obergrenze gibt es nicht. Das gilt für Rentner und Pensionäre genauso wie für Berufstätige. Daher sollten auch Ruheständler nicht auf eine private Haftpflichtversicherung verzichten. Fährst Du noch ein Auto, muss dieses Kfz-haftpflichtversichert sein.

Privathaftpflicht

Die Privathaftpflicht übernimmt Sach-, Vermögens- und Personenschäden bis zur Versicherungssumme. Die Versicherungssumme sollte mindestens 5 Mio. Euro betragen (Empfehlung der Stiftung Warentest) und pauschal für alle Schadensarten gelten. Manche Versicherer bieten auch eine Forderungs­ausfall­deckung an. Dann zahlt die eigene Versicherung, wenn einem ein anderer einen Schaden zufügt, diesen aber nicht ersetzen kann.

Weitere wich­tige Infor­ma­tionen auf einen Blick:

  • Zusatzrisiken bedürfen eigener Absicherung: Wer einen Hund besitzt, ein Haus oder eine Wohnung besitzt oder vermietet, benötigt zusätzliche Absicherungen. Dann wird der Abschluss einer eigenständigen Tierhalter- oder Haus- und Grundbesitzer-Haftpflichtversicherung notwendig.
  • Nicht alle Tätigkeiten sind versichert: Bei vielen Haftpflicht-Tarifen ist die Absicherung ehrenamtlicher Tätigkeiten nicht enthalten. Doch gerade Rentner und Pensionäre engagieren sich oft in Vereinen oder sozialen Projekten. Stelle daher sicher, dass Deine Versicherung diese Aktivitäten absichert – oder dass Du zumindest über den Verein oder den Träger abgesichert bist.
  • Sparen durch Tarifwechsel: Sind die Kinder ausgezogen und gehen selbst einer Berufstätigkeit nach, können Rentner vom Familien-Tarif in einen günstigeren Partner-Tarif wechseln. Für alleinstehende Rentner ist der Wechsel in einen Single-Tarif empfehlenswert. Und wer beispielsweise nach dem Tod des Partners zu den Kindern zieht, kann in deren Familienhaftpflicht aufgenommen werden.

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Kfz-Haft­pflicht­ver­si­che­rung

Für gewöhnlich nutzen auch viele Rentner aktiv das Auto: um einzukaufen, die Kinder zu besuchen, für die Fahrt zur Kleingartenkolonie oder in die Toskana. Voraussetzung dafür ist die Kfz-Haftpflichtversicherung. Sie versichert Schäden, die Du mit Deinem Fahrzeug anderen zufügst. Eine pauschale Abdeckung in Höhe von 100 Millionen Euro sollte aktuell nicht unterschritten werden. Als Rentner solltest Du alle Spar-Optionen nutzen, aber auch regelmäßig Tarife vergleichen und gegebenenfalls zu einem günstigeren Unternehmen wechseln.

Spar­po­ten­ziale für Ruhe­ständler bei der Auto­ver­si­che­rung:

  • Kilometerangabe aktualisieren: Hat der Rentner im Berufsleben vorwiegend das Auto für den Weg zur und von der Arbeit genutzt, wird sich nun im Ruhestand wahrscheinlich die jährliche Fahrleistung reduzieren. Das sollte dem Versicherer gemeldet werden. Die Prämie wird in der Regel um einige Prozentpunkte gesenkt.
  • Teilkasko- und Vollkasko-Schutz vergleichen: Nur die Vollkasko berücksichtigt die Anzahl der unfallfreien Jahre. Der sogenannte Schadenfreiheitsrabatt kann daher dazu führen, dass der umfangreichere Vollkasko-Schutz günstiger ist als der Teilkasko-Schutz, der selbstverursachte Schäden am eigenem Fahrzeug und Vandalismus nicht abdeckt. Die Vollkasko übernimmt dagegen auch diese Schäden.

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Gesetz­liche und private Kran­ken­ver­si­che­rung

Wichtig ist ebenfalls der optimale Schutz durch die Krankenversicherung. Denn gerade im fortgeschrittenen Alter nehmen Anzahl und Ausmaß an Leiden eher zu, ärztliche Behandlungen müssen häufiger in Anspruch genommen werden. Wer bislang gesetzlich krankenversichert war, wechselt nun in die Krankenversicherung der Rentner (KVdR). Dabei handelt es sich um eine spezielle Versicherungsform innerhalb der eigenen Krankenkasse. Rentner bezahlen infolge dieses Wechsels nur noch rund die Hälfte des bislang festgesetzten Beitrags. Die Leistungen bleiben dagegen dieselben wie zuvor.

Zusatz­ver­si­che­rungen:

  • Krankenhaus-Zusatzversicherung: Für Leistungen bei Krankenhausaufenthalten, die über das Spektrum der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) hinausgehen, braucht man eine Krankenhaus-Zusatzversicherung. So können zum Beispiel Behandlungen durch spezialisierte Mediziner abgesichert werden, für welche die GKV nicht aufkommt.
  • Pflege-Zusatzversicherung: Um bestehende Lücken der gesetzlichen Pflegeversicherung zu schließen, ist oftmals der Abschluss einer privaten Pflegekosten- oder Pflegerentenversicherung sinnvoll.

Privat Versicherte müssen in der Regel bei ihrer Versicherungsgesellschaft bleiben. Anders als bei gesetzlich Versicherten sinkt ihr Beitrag nicht, vielmehr besteht die Möglichkeit, abhängig vom gewählten Tarif, dass die Prämie steigt. Wer schon länger Mitglied in einer privaten Krankenversicherung (PKV) ist, kann diesen Anstieg oftmals durch Altersrückstellungen ausgleichen. Ist der Beitrag immer noch zu hoch, besteht die Möglichkeit, in den Standard-Tarif der jeweiligen Versicherung zu wechseln. Dann musst Du aber Leistungskürzungen in Kauf nehmen.

Welche Versicherungen sind im Ruhestand zu empfehlen?

Neben den Pflichtversicherungen und solchen, die essenzielle Risiken absichern und gegebenenfalls vor dem finanziellen Ruin bewahren, gibt es weitere wichtige Versicherungen. Dazu zählen die Hausratversicherung, Wohngebäudeversicherung und Unfallversicherung. Sie sind in vielen Fällen notwendig, um das eigene Hab und Gut oder die eigenen vier Wände vor dem Totalverlust zu schützen. Auch wer einen riskanteren Lebensstil pflegt, benötigt eine gesonderte Absicherung. Allerdings gilt hier auch das Gegenteil: Wer kaum wertvollen Besitz hat oder gefährliche Sportarten meidet, kann auf die entsprechende Versicherung verzichten.

Haus­rat­ver­si­che­rung

Im Laufe eines Lebens haben sich bei vielen Ruheständlern Wertgegenstände wie teure Möbel, seltene Bücher, exquisite Hi-Fi-Technik oder andere Kostbarkeiten angesammelt. Bei einem Verlust können aber die Wenigsten diese Dinge gleichwertig ersetzen. Daher ist eine Hausratversicherung gerade im Alter sinnvoll. Sie versichert nicht nur Wertgegenstände, sondern auch Kleidung und sonstige Haushaltsgeräte, auch das Fahrrad im Keller der Wohnung ist abgesichert. Selbst Lebensmittel, die wegen des Schadens verdorben sind, werden ersetzt.

Wertgegenstände wie teurer Schmuck, Luxusuhren oder Bargeld werden mitunter nur bis zu einer bestimmten Grenze versichert. Wünscht man eine vollständige Abdeckung, macht der Versicherer normalerweise bestimmte Auflagen, etwa den Einbau eines Safes oder einer Alarmanlage.
Mit einer pauschalen Versicherungssumme pro Quadratmeter kann man gut eine Unterversicherung umgehen. Ansonsten gilt nämlich: Ist der Versicherungswert höher als die vereinbarte Versicherungssumme, kann die Versicherung die Leistungen kürzen. Versichert sind Schäden infolge von Blitz-, Sturm- und Hagelschäden, Leitungswasserschäden, Brand, sowie Einbruchdiebstahl und Vandalismus. Elementarschäden – zu diesen gehören beispielsweise Rückstau der Kanalisation, Überschwemmung, Erdbeben oder Schneedruck – müssen meist separat versichert werden. In manchen Tarifen sind diese Gefahren aber bereits enthalten.

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Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung

Wer ein Haus sein Eigen nennt, benötigt diese Versicherung. Sie versichert Schäden am Haus, zum Beispiel wenn ein Blitzschlag Schäden am Dach verursacht oder eine kaputte Wasserleitung das Mauerwerk durchfeuchtet. Versichert sind auch direkt zum Gebäude gehörende Teile wie z.B. Einbauküchen, Fliesen oder Parkett-Fußböden. Die abgedeckten Risiken sind: Brand, Blitzschlag, Explosion, Leitungswasser, Sturm und Hagel. Eine verbundene Wohngebäudeversicherung ist mittlerweile Standard. Sie sichert bei allen drei Gefahrenklassen ab. Wer allein eine Feuerversicherung abgeschlossen hat, sollte in die höherwertige Wohngebäudeversicherung wechseln. Neben dem Gebäude selbst sind in guten Tarifen auch Carports, Garagen, Gartenhäuser, Geräteschuppen, elektrische Anlagen, sanitäre Installationen und Zentralheizungsanlagen versichert.

Die Versicherungssumme wird am einfachsten über den gleitenden Neuwert festgelegt. Dadurch steigt die Absicherung entsprechend der Entwicklung von Bau- und Materialkosten, um im schlimmsten Fall ein gleichwertiges Haus neu errichten zu können. Rentner, die ihr Haus altersgerecht umbauen lassen und eine Unterversicherung im Schadenfall vermeiden wollen, teilen die entstandenen Kosten am besten unverzüglich der Versicherung mit.

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Unfallversicherung

Im Berufsleben bietet die gesetzliche Unfallversicherung für die Wege zur und von der Arbeit sowie für die Arbeitszeit eine Mindestabsicherung bei Invalidität. Für Ruheständler ist die gesetzliche Unfallversicherung nicht mehr zuständig. Daher sollten fitte und aktive Senioren privat vorsorgen, egal ob sie gern wandern, Berge besteigen, Kajakfahren oder mit dem Mountainbike Südtirol erkunden.

Die wichtigste Komponente ist die Invaliditätsleistung. Vereinbare bei der Invaliditätsleistung unbedingt eine Progression: Bei einem sehr hohen Invaliditätsgrad oder Vollinvalidität übersteigt dann das ausgezahlte Kapital die Versicherungssumme um ein Vielfaches. Angesichts teurer Umbauten, um die Wohnung oder das Haus behindertengerecht gestalten zu können, ist das auch notwendig. Gute Tarife leisten auch bei Unfällen in Folge von Herzinfarkt, Schlaganfall oder verordneten Medikamenten.

Insbesondere für Senioren sind Assistenz-Leistungen interessant, die Hilfe im Alltag bieten, zum Beispiel die Vermittlung eines Putz- und Wäschedienstes, ein tägliches Mittagsmenü oder Hilfe beim Einkaufen.

Rentner sollten einige Besonderheiten beachten, beispielsweise den Ausschluss bestimmter Vorerkrankungen oder das Höchstversicherungsalter. Weitere Informationen findest Du in unserem Ratgeber Unfallversicherung für Rentner.

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Welche Versicherungen solltest Du nur bei Bedarf abschließen?

Diese Versicherungen bieten zusätzlichen Schutz, der über die Abdeckung alltäglicher Risiken hinausgeht. Ob ein Abschluss empfehlenswert ist oder nicht, hängt immer von der konkreten Lebenssituation ab: Wie hoch ist meine Risikoneigung? Aber manchmal ist es auch nur eine Frage des Sicherheitsbedürfnisses, ob man als Ruheständler eine der folgenden Versicherungen benötigt.

Private Renten­ver­si­che­rung

Die Rente ist vielleicht sicher, reicht die Höhe aber auch aus, um den Ruhestand auch richtig genießen zu können? Wem die gesetzliche Rente nicht reicht und wer auch von der betrieblichen Altersvorsorge kaum etwas ausbezahlt bekommt, muss privat vorsorgen. Im Idealfall hat man bereits frühzeitig damit begonnen, privat fürs Alter vorzusorgen. Aber auch kurz vor oder nach Renteneintritt gibt es noch Möglichkeiten, angespartes Kapital in eine lebenslange Rente umzuwandeln.

Beispiele für private Zusatz­renten:

  • Der Klassiker: Sofortrente
    Bei dieser Form wird einmalig ein bestimmter Betrag eingezahlt, zum Beispiel 100.000 Euro. Daraufhin erfolgt die Auszahlung einer lebenslangen garantierten Rente. Durch Überschussbeteiligungen steigt sie in der Regel sogar.
  • Die Alternative: Aufgeschobene Rente mit Einmalzahlung
    Bei dieser Form zahlst Du einmalig einen höheren Betrag ein, zum Beispiel 100.000 Euro. Die Auszahlung der lebenslangen garantierten Rente erfolgt erst einige Jahre später – in der Regel mindestens 2 Jahre.

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Rechtsschutzversicherung

Auch im Ruhestand möchte man Ruhe vor rechtlichen Auseinandersetzungen haben. Falls es dennoch dazu kommt, sichert die Rechtsschutzversicherung gegen hohe Anwalts- und Gerichtskosten ab. Dabei sollte man auch nur die Bereiche absichern, in denen überhaupt ein bestimmtes Gefahrenpotenzial besteht.

  • Privat-Rechtsschutz ist in jedem Fall notwendig, da viele Streitigkeiten im Privatrecht abgedeckt werden, beispielsweise bei Kaufverträgen, Handwerkerleistungen oder Geldanlagen.
  • Verkehrs-Rechtsschutz ist nicht nur für Autofahrer wichtig, auch Radfahrer sollten ihren Schutzbedarf dahingehend prüfen.
  • Berufs-Rechtsschutz braucht nur der, der zur Rente noch etwas hinzuverdient. Alle anderen benötigen diesen Rechtsschutz nicht mehr.

Auslandskrankenversicherung

Während einer Urlaubsreise können plötzlich auftretende Erkrankungen dafür sorgen, dass ein Arzt oder ein Krankenhaus vor Ort aufgesucht werden muss. Schon bei einem leichten Unfall wird häufig die Konsultation eines Mediziners erforderlich. Bei schweren Unfallfolgen kann sogar eine kostenintensive Operation notwendig werden.

Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt bei Behandlungen im Ausland nicht in jedem Fall die Kosten. Die Kostenübernahme ist abhängig vom Urlaubsland und von den in Anspruch genommenen medizinischen Leistungen. Mit der Reise­kranken­versicherung kannst Du Dich gegen hohe Behandlungskosten günstig absichern.

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Fazit: Mit dem rich­tigen Versi­che­rungs­schutz den Ruhe­stand genießen

Der Wechsel vom Arbeitsalltag in den Ruhestand ist der optimale Moment, den Versicherungsschutz zu prüfen. Denn nicht alle Versicherungen, die man bislang benötigte, sind noch sinnvoll. Auf einige Verträge können Rentner und Pensionäre gut verzichten: zum Beispiel auf die Berufs­unfähigkeits­versicherung. Aber auch eine Risikolebensversicherung wird meistens nicht mehr benötigt, da der Hauskredit zurückgezahlt ist und die Kinder längst auf eigenen Beinen stehen.

Andere Versicherungen dagegen weiterhin wichtig, da sie elementare Lebensrisiken absichern. Dazu zählt die Krankenversicherung als Pflicht­versicherung. Unverzichtbar sind aber auch die Privathaftpflicht und die Kfz-Haftpflichtversicherung. Der Umfang und Wert des Besitzes und die persönliche Risikoneigung legen den Abschluss weiterer Versicherungen (Hausrat- und Wohngebäudeversicherung) nahe. Familienstand, finanzielle Lage sowie das eigene Sicherheitsbedürfnis haben ebenfalls Einfluss, ob spezielle Versicherungen (Rechtsschutz- und Auslandskrankenversicherung) notwendig sind.

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