Motorradversicherung und die Kosten

Was du über die Kosten wissen solltest

Motorradfahren ist für viele Leiden­schaft pur. Das Prinzip, nach dem die Beitrags­berechnung für eine Motorradversicherung erfolgt, ist bei allen Versicherungen gleich. Durch die verschiedenen Klassen­zuordnungen und Tarife ergeben sich aber erhebliche Unterschiede für die Beiträge und Leistungen. Ein Anbieter­vergleich lohnt sich deshalb meistens und kann eine hohe Kosten­ersparnis bedeuten. Weitere Tipps zur Kosten­senkung deiner Motor­rad­versicherung erhältst Du im Ratgeber.

Der Ratgeber bietet Dir allgemeine Informationen zur Motorrad­versicherung und deren Kosten. Produkt­informationen zur Motorrad­versicherung von CosmosDirekt findest Du hier.

Versicherungskosten für Motorräder

Wie bei allen Versicherungsverträgen wird die Prämienhöhe durch die Ergebnisse der Risikobewertung und die Leistungen im Schadenfall beeinflusst. Dabei spielen für die Versicherungsgesellschaften Aspekte wie die Schadenfreiheitsklasse des Versicherungsnehmers, die Regionalklasse und die Motorleistung eine Rolle. Wie die Versicherer einzelne Aspekte gewichten und welche Rabatte sie anbieten, kann sich durchaus unterscheiden. Deswegen lohnt es sich durchaus, seine Motorradversicherung einem Preisvergleich zu unterziehen.

Die Fristen für einen Wechsel der Motorradversicherung unterscheiden sich je nach Police oder Zulassungszeitraum. Bei ganzjährig zugelassenen Fahrzeugen ist in der Regel der 30. November der Stichtag. Ist das Motorrad mit einem Saisonkennzeichen zugelassen, ist der Wechsel zum Ende bzw. zum Anfang der Motorradsaison möglich.

Wie viel kostet eine Motorradversicherung?

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Versi­che­rungs­kosten für Roller, Mofas und Mopeds

Bei Rollern, Mofas und Mopeds mit einer Höchstgeschwindigkeit von maximal 45 km/h stellt nicht die Zulassungsbehörde, sondern die Versicherung das Kennzeichen aus. Der Stichtag ist der 1. März. Zu diesem Datum müssen ein neues Nummernschild und damit auch der Versicherungsschutz vorliegen. Die jährlichen Kosten für die Haftpflichtversicherung betragen in der Regel unter 50 Euro.

Ist eine Teil­kasko oder Voll­kas­ko Pflicht?

Bei Krafträdern ist für die Zulassung eine Kfz-Haftpflichtversicherung erforderlich und für jeden Motorradfahrer verpflichtend. Die Vollkasko und Teilkasko sind dagegen freiwillig. Beide Kaskoversicherungen kommen zum Beispiel für Kosten auf, die durch Brände, Diebstahl und Wildschäden entstehen. Die Vollkasko zahlt zudem bei selbstverschuldeten Unfallschäden an der eigenen Maschine und für Schäden durch Vandalismus. Da das Unfallrisiko bei Motorrädern vergleichsweise hoch ist, geht die Vollkasko meistens mit hohen Prämien einher. Experten raten bei neuen und teuren Motorrädern die Vollkasko abzuschließen. Die Beiträge für die Teilkasko sind deutlich moderater.

Beispiele für die Kosten von Motorrädern in der Versicherung

Ein 25-jähriger Student aus 49076 Osna­brück, SF-Klasse 6, Honda CB 500 F (35 kW) zahlt im Jahr:

  • 59,21 € für die Kfz-Haftpflicht
  • 29,71 € für die Teilkasko mit 150 € Selbstbeteiligung
  • 293,55 € für die Vollkasko mit 300 € inkl. Teilkasko mit 150 € Selbstbeteiligung

Ein 30-jähriger Bank­kauf­mann aus 49076 Osna­brück, SF-Klasse 8, BMW 700 GS (55 kW) zahlt im Jahr:

  • 39,82 € für die Kfz-Haftpflicht
  • 18,12 € für die Teilkasko mit 150 € Selbstbeteiligung
  • 146,98 € für die Vollkasko mit 300 € inkl. Teilkasko mit 150 € Selbstbeteiligung

Ein 35-jähriger Akade­miker aus 49076 Osna­brück, SF-Klasse 10, BMW R 1200 GS (77kW) zahlt im Jahr:

  • 44,91 € für die Kfz-Haftpflicht
  • 21,10 € für die Teilkasko mit 150 € Selbstbeteiligung
  • 222,30 € für die Vollkasko mit 300 € inkl. Teilkasko mit 150 € Selbstbeteiligung

Welche Leis­tungen beein­flussen die Kosten im Scha­den­fall?

Versi­che­rungs­schutz bei grober Fahr­läs­sig­keit

Versicherungsexperten raten dazu, dass grobe Fahrlässigkeit stets in der Police abgedeckt wird. Auch eine niedrige Prämie sollte nicht zum Abschluss einer Police veranlassen, bei der dies nicht der Fall ist. Ansonsten hat der Versicherer unter Umständen das Recht, die zu zahlende Summe imLeistungs­fall zu senken oder zu verweigern. Als grobe Fahrlässigkeit kann zum Beispiel das Überfahren einer roten Ampel ausgelegt werden.

Die Versicherungssumme kann sich je nach Versicherer unterscheiden. Wichtig ist aber, dass in keinem Bereich eine Unterversicherung vorliegt. Daher sollte man die Versicherungssumme für die unterschiedlichen Schadenfälle prüfen, um das Risiko einer Unterversicherung möglichst gering zu halten. In der Kfz- Haftpflicht sollte die Versicherungssumme 100 Mio. Euro betragen.

Erwei­terter Wild­schutz

Ein häufiger Baustein der Kaskoversicherung ist der erweiterte Schutz bei Wildschäden. Wenn dieser enthalten ist, deckt die Police Schäden durch alle Tiere ab. Ohne diese Klausel wird häufig nur Schaden durch Haarwild (z. B. Rehe, Rotwild und Wildschweine) übernommen.

Bei CosmosDirekt ist in der Teilkasko die Beschädigung, Zerstörung und der Verlust des Fahrzeugs infolge Zusammenstoßes des in Bewegung befindlichen Fahrzeugs mit Tieren aller Art versichert.

Welche Merk­male spielen eine Rolle?

Mit größerer Erfahrung sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einem Unfall kommt. Deswegen wird das Alter bei der Motorradversicherung ebenso berücksichtigt wie die verstrichene Zeit seit Erwerb der Fahrerlaubnis. Besonders für Personen, die jünger als 23 Jahre sind, berechnen Versicherer oft eine höhere Prämie. Zudem beziehen viele Versicherer den Familienstand und Beruf in die Berechnung der Motorradversicherung mit ein.

Wie für Kraftfahrzeuge ermittelt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft auch für Motorräder Regionalklassen. Die Zuordnung erfolgt anhand des Zulassungsbezirks bzw. des Wohnorts des Halters. Als Berechnungsgrundlage der Regionalklassen werden vor allem die Anzahl sowie die Schwere der Unfälle in dieser Region herangezogen.

Auf der Straße ist das Diebstahlrisiko für abgestellte Motorräder weitaus höher als in einer Garage. Ein sicherer Abstellort bedeutet daher häufig einen Rabatt auf den Beitrag.

Der Kreis der Fahrer, die versichert sein sollen, muss bei der Versicherung angegeben werden. Ist hier mehr als eine Person angegeben, kann das mit einer höheren Prämie einhergehen. Ehepartner sind häufig vom Prämienaufschlag ausgenommen.

Mit einer niedrigen Kilometerzahl sinkt auch die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Unfall ereignet. Das schlägt sich im Versicherungsbeitrag nieder. Wer merkt, dass die Angabe zur Fahrleistung zu niedrig ist, kann die jährliche Fahrleistung nachträglich beim Versicherer erhöhen.

Bei der Motorradversicherung von CosmosDirekt profitieren bestimmte Berufsgruppen sowie ihre Lebens- und Ehepartner von einem Sondertarif .

Wie beein­flusst die Leis­tung den Preis der Motor­rad­ver­si­che­rung?

Die Motorleistung ist ein wichtiges Kriterium bei der Ermittlung der Prämie von Krafträdern. Je mehr Kilowatt (kW) bzw. Pferdestärken (PS) desto höher sind die Kosten. Anhand der Leistung des Motorrades erfolgt die Zuordnung in die Motor­leistungs­klasse. Beim Kauf eines Motorrads oder Rollers lohnt es sich daher, die Grenzwerte der Motor­leistungs­klasse im Blick zu behalten. So kann ein Motorrad mit einem etwas schwächeren Motor die Einstufung in eine niedrigere Klasse ermöglichen.

Motor­leistungs­klasse: So erfolgt die Zuordnung von Motorrädern

Motorleistung

Motorleistungsklasse

Motorleistung

Motorleistungsklasse

bis 7 Kw158 bis 68 Kw6
8 bis 13 Kw269 bis 78 Kw7
14 bis 20 Kw379 bis 107 Kw8
21 bis 37 Kw4108 bis 120 Kw9
38 bis 57 Kw5ab 121 Kw10

Welchen Einfluss hat die Scha­den­frei­heits­klasse auf die Kosten?

Die Versicherer belohnen unfallfreies Fahren mit Schadenfreiheitsrabatten. Mit jeder Saison oder jedem Jahr ohne Unfall wird ein Fahrer vom Versicherer in der Schadenfreiheitsklasse (SF-Klasse) hochgestuft. Da es sich bei der Haftpflicht- und der Vollkaskoversicherung um zwei verschiedene Versicherungen handelt, werden auch zwei verschiedene Rabattsysteme angewandt.

Die Versicherungsgesellschaften gestalten die Rabattsysteme unabhängig voneinander. Bei einem Wechsel muss aber niemand von vorne anfangen. Auf Grundlage des bisherigen Schadenverlaufs wird der Versicherungsnehmer in das Rabattsystem eingeordnet. Das kann unter Umständen eine Senkung oder eine Erhöhung des Beitrages bedeuten.

Die Preisnachlässe bei einer hohen Schadenfreiheitsklasse sind erheblich. Während ein Einsteiger die Beiträge in voller Höhe zahlen muss, sinken diese bei einer hohen SF-Klasse deutlich. Schadenfälle führen zu einer Rückstufung. Wie gravierend diese ausfällt, hängt von der Anzahl der Schäden ab, nicht von ihrer Höhe.

Motorräder: Einstu­fung in Haft­pflicht und Voll­kas­ko bei Cosmos­Di­rekt

Schadenfreie Jahre

SF-Klasse

KFZ-Haftpflicht (Beitragssatz in %)

Vollkasko (Beitragssatz in %)

20 und mehr Kalenderjahre

SF 20

22

24

19 Kalenderjahre

SF 19

23

25

18 Kalenderjahre

SF 18

23

25

17 Kalenderjahre

SF 17

24

26

16 Kalenderjahre

SF 16

24

26

15 Kalenderjahre

SF 15

24

27

14 Kalenderjahre

SF 14

25

27

13 Kalenderjahre

SF 13

25

28

12 Kalenderjahre

SF 12

26

28

11 Kalenderjahre

SF 11

27

29

10 Kalenderjahre

SF 10

28

30

9 Kalenderjahre

SF 9

29

31

8 Kalenderjahre

SF 8

30

32

7 Kalenderjahre

SF 7

31

33

6 Kalenderjahre

SF 6

33

35

5 Kalenderjahre

SF 5

35

37

4 Kalenderjahre

SF 4

37

39

3 Kalenderjahre

SF 3

40

42

2 Kalenderjahre

SF 2

44

45

1 Kalenderjahr

SF 1

50

50

-

SF ½

68

70

-

0

92

92

-

M

142

106

Bei geringfügigen Schäden solltest Du prüfen, ob es sich nicht lohnt, den Schaden selbst zu zahlen. Die zusätzlichen Beitragskosten durch die Herabstufung der Schadenfreiheitsklasse können die Kosten des Schadens durchaus übersteigen.

Wie kann ich bei der Motor­rad­ver­si­che­rung sparen?

Fazit zum Thema Motorradversicherung Kosten

Das Prinzip, nach dem die Beitragsberechnung erfolgt, ist bei allen Versicherungsgesellschaften dasselbe. Allerdings ergeben sich durch Rabatte, Klassenzuordnungen und Tarifbestimmungen bisweilen gravierende Unterschiede. So kann ein Versicherungswechsel durchaus Einsparungen im dreistelligen Euro-Bereich ermöglichen. Häufig ist zudem der Abschluss mehrerer Policen bei demselben Versicherer lukrativ. Für die Kalkulation der Kosten ist zudem entscheidend, welche Risiken für den Versicherungsnehmer und sein Motorrad bestehen und welche Leistungen die Police umfasst.

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