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Unfallversicherung kündigen

Unfallversicherung kündigen:

Bessere Leistungen erhalten

In Deutschland passieren rund 9 Mio. Unfälle im Jahr – mehr als zwei Drittel in der Freizeit. Damit Sie bei einem Freizeit­unfall gut ab­ge­sichert sind, sollten Sie eine private Unfallversicherung haben. Denn je nach Schwere des Unfalls können hohe Kosten auf Sie zukommen.

Dennoch kann es lohnen, eine bestehende Unfallversicherung zu kündigen und zu einem anderen Anbieter zu wechseln. Denn viele Unfallversicherungen sind entweder zu niedrig bemessen, zu teuer oder beinhalten unnötige Extras. Häufig lohnt es sich daher, die Unfallversicherung zu kündigen und eine neue Police bei einem anderen Versicherer abzuschließen. Worauf Sie achten müssen, bevor Sie Ihre Unfallversicherung kündigen, erfahren Sie hier.

Diese Versicherungsbegriffe spielen im Artikel eine Rolle
Begriff
Erklärung
PoliceBezeichnet und dokumentiert den Vertrag und die Leistungen zwischen Versicherungsnehmer und Versicherer.
VersichererAnderer Ausdruck für Versicherungsgesellschaft oder Versicherungsunternehmen.
PrämieDer Beitrag, der für die Versicherung zu zahlen ist.

Prüfen Sie vor der Kündigung Ihrer Unfallversicherung die Vertragsbedingungen

Bei der Unfallversicherung gilt wie bei anderen Versicherungen: Sie sollten regelmäßig prüfen, ob Ihre Vertragsbedingungen und Versicherungsleistungen noch marktüblich sind und Ihren Lebensumständen entsprechen. Auch die Lebensumstände können sich ändern und eine Kündigung der Unfall­versicherung sinnvoll machen: Sie gründen eine Familie oder ziehen mit Ihrem Partner zusammen. Die meisten Versicherungen bieten für diese Fälle gesonderte Rabatte an. Und einige Versicherungen bieten besondere Leistungen für Kinder an, wie beispielsweise Leistungen bei Vergiftungen.

Worauf sollten Sie bei einem Vergleich achten?

Neben einer Grundleistung bei der Unfallversicherung bieten die meisten Versicherer zusätzliche Leistungen an. Sie sollten genau prüfen, was Ihr Vertrag beinhaltet und was Sie darüber hinaus noch benötigen. Entscheidend beim Abschluss ist vor allem die Leistung bei Invalidität. Weitere Leistungen wie zum Beispiel ein Tagesgeld für Krankenhausaufenthalte, ein Genesungsgeld für die Zeit danach oder eine Kurkostenbeihilfe, mögen individuell wichtig sein. Wenn Sie nach einer neuen Unfallversicherung suchen, sollten Sie eine Checkliste mit allen wichtigen Punkten zur Hand haben. So können Sie am besten prüfen, ob Ihr bestehender Vertrag einem Vergleich standhält und das neue Angebot Ihnen alles bietet, was Sie brauchen.

  • Wann und wo gültig? Am besten ist eine rund um die Uhr und weltweit gültige Unfallversicherung.
  • Versicherungssumme. Die Versicherungssumme sollte nicht zu gering gewählt werden. Die Stiftung Warentest empfiehlt eine Versicherungssumme von mindestens 500.000 Euro bei Vollinvalidität .
  • Progression. Empfehlenswert sind Tarife mit Progression, da Sie bei schwerer Invalidität ein Vielfaches der ursprünglichen Versicherungssumme erhalten. Welche Progression in Verbindung mit welcher Versicherungssumme am besten ist, kann je nach Tarif unterschiedlich sein.
  • Invalidität schon ab 1 Prozent abgesichert. Die vertraglichen Leistungen sollten schon ab 1 Prozent Invalidität gelten.
  • Todesfallleistung. Nicht alle Policen sichern den Todesfall ab. Die Todesfallleistung sollte mindestens 10.000 Euro betragen.
  • Bedingungen. Ein gutes Angebot bietet mehr Leistungen als die Musterbedingungen des Gesamtverbandes der Versicherungswirtschaft (GDV).
  • Preise. Die Preise können sich bei gleicher Leistung erheblich unterscheiden.

Wann können Sie Ihre Unfallversicherung kündigen?

Das Kündigungsrecht bei der privaten Unfallversicherung verhält sich ähnlich wie bei anderen Versicherungen. Ein Aspekt ist dabei besonders zu beachten: Es besteht eine Kündigungspflicht. Wer eine Unfallversicherung abschließt, muss sie kündigen, wenn er nicht mehr versichert sein möchte. Ansonsten verlängert sich der Vertrag zum Ende eines Versicherungsjahres immer wieder automatisch um ein Jahr.

In der Regel wird eine Police mindestens für ein Jahr abgeschlossen. Häufig bieten Versicherungen an, dass eine Unfallversicherung auch für mehrere Jahre abgeschlossen werden kann – im Gegenzug verbilligt sich die zu zahlende Prämie. Egal, über wie viele Jahre Sie Ihren Versicherungsvertrag abschließen, Ihnen stehen immer zwei Optionen zur Kündigung der Unfallversicherung offen: die ordentliche und die außerordentliche Kündigung.

Die ordentliche Kündigung

Bei der Unfallversicherung haben Sie immer die Möglichkeit, den Vertrag durch eine ordentliche Kündigung aufzulösen. Bei Jahresverträgen kann jeweils zum Ende des Versicherungszeitraums gekündigt werden. Falls Sie bei Ihrer Unfallversicherung die Kündigungsfrist verpasst haben, verlängert sich die Laufzeit automatisch um ein Jahr. Sie können Ihren Vertrag dann erst wieder zum Ende des nächsten Versicherungsjahres kündigen. Viele Versicherer halten vertraglich bei der Unfallversicherung eine Kündigungsfrist von 3 Monaten fest. Wenn Ihr Vertrag beispielsweise am 31. Januar endet, müssen Sie bis zum 31. Oktober gekündigt haben. Verträge, deren Laufzeit 3 oder mehr Jahre beträgt, können erstmalig ab dem 3. Jahr gekündigt werden. Wenn Sie die Möglichkeit nicht nutzen, können Sie jeweils zum Ende des Folgejahres kündigen.

Ordentliche Kündigung
ZeitpunktVerlängerungKündigungsfrist
Einjahresvertragnach 1 Jahr zum Vertragsendeautomatisch3 Monate
Verträge mit 3 oder mehr Jahren LaufzeitErstmals nach 3 Jahren danach jährlichautomatisch3 Monate

Tod des Versicherungsnehmers

Bei der Unfallversicherung gilt im Todesfall: Wenn der Verstorbene nicht nur Versicherungsnehmer, sondern auch einzige versicherte Person war, erlischt die Police automatisch. In diesem Fall spricht man auch davon, dass das Risiko wegfällt. Falls der Verstorbene nur Versicherungsnehmer gewesen ist, kann die versicherte Person den Vertrag übernehmen – das ist gerade bei Familien- und Partner-Policen besonders wichtig. Je nach Lebenssituation kann es aber auch sein, dass es sich für den Hinterbliebenen lohnt den Tarif zu wechseln, beispielsweise zu einem Angebot für Singles. Der Vertrag kann aber auch regulär ordentlich gekündigt werden – unter Einhaltung, der für die Unfallversicherung geltenden Kündigungsfristen.

Die außerordentliche Kündigung

Neben der ordentlichen Kündigung besteht unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit, außerordentlich zu kündigen. In diesen Fällen weicht bei der Unfallversicherung die Kündigungsfrist von der regulären ab.

Beitragserhöhung

Wenn der Versicherer die Beiträge erhöht, ohne zusätzliche Leistungen bereitzustellen, kann der Versicherte innerhalb eines Monats nach Zugang der Mitteilung über die Erhöhung fristlos kündigen.

Schadenfall

Nach der Abwicklung eines Schadens durch die Unfallversicherung besteht ebenfalls das Recht, außerordentlich zu kündigen – unabhängig davon ob geleistet wurde oder nicht. Für die meisten Versicherten ist eine unzufriedene Schadenregulierung oder eine Ablehnung Ihres Versicherungsfalls ein guter Grund, hier von ihrem Recht Gebrauch zu machen. Die Kündigungsfrist beträgt in der Regel vier Wochen nach erfolgter Regulierung oder Ablehnung.

Kündigung durch Versicherer

Viele Versicherte bedenken nicht, dass auch der Versicherer das Recht hat, unter bestimmten Bedingungen die Unfallversicherung zu kündigen. Im Schadenfall kann unter besonderen Umständen der Vertrag aufgelöst werden. Eine solche Kündigung der Unfallversicherung muss durch den Versicherer innerhalb eines Monats nach der vollständigen Schadenregulierung mitgeteilt werden.

Ein anderer Kündigungsgrund sind nicht bezahlte Beiträge durch den Beitragszahler. Zuerst kann der Versicherer eine neue Frist setzen, bis zu deren Ablauf die Zahlung einzugehen hat. Wird diese nicht eingehalten, kann er fristlos kündigen – mit sofortiger Wirkung.

Außerordentliche Kündigung
ZeitpunktKündigungsfrist
durch Versicherungsnehmer
BeitragserhöhungMit sofortiger Wirkung1 Monat nach Beitragserhöhung
SchadenfallMit sofortiger Wirkung oder zum Vertragsende1 Monat nach der Schadenregulierung
durch Versicherungsgesellschaft
SchadenfallMit sofortiger Wirkung oder zum Vertragsende1 Monat nach der Schadenregulierung
Ausstehende Beiträge Mit sofortiger WirkungNach Mahnung

Wie können Sie Ihre Unfallversicherung kündigen?

Damit bei der Kündigung der Unfallversicherung keine Probleme auftreten, empfehlen wir folgende Punkte genau einzuhalten. Um einen nahtlosen Versicherungsschutz zu haben, sollten Sie Ihre Unfallversicherung erst kündigen, wenn Sie die Police der neuen Unfallversicherung haben. Ansonsten stehen Sie schlimmstenfalls, wenn der Antrag bei der neuen Versicherung nicht genehmigt wird, ohne Absicherung da.

1. Welcher Kündigungsgrund liegt vor?

Bei einer ordentlichen Kündigung benötigen Sie keinen Kündigungsgrund.
Die außerordentliche Kündigung bei der Unfallversicherung ist möglich bei:

  • Beitragserhöhung (ohne Leistungsanhebung)
  • Schadenfall

2. Welche Kündigungsfristen müssen Sie beachten?

Bei der ordentlichen Kündigung schreiben die meisten Policen eine Kündigungsfrist von 3 Monaten zur Hauptfälligkeit vor. Bei der außerordentlichen Kündigung können Sie innerhalb eines Monats kündigen.

Info: Bei Verträgen, die über mehrere Jahre abgeschlossen werden, kann bei einer ordentlichen Kündigung der Unfallversicherung frühestens nach 3 Jahren gekündigt werden.

3. Worauf sollten Sie bei der neuen Versicherung achten?

Ein Vergleich der unterschiedlichen Angebote auf dem Versicherungsmarkt kann sich lohnen. Leistungsumfang, Serviceleistungen und Preise unterscheiden sich häufig erheblich. Wenn Sie nach einem passenden Angebot suchen, sollten Sie folgende Fragen berücksichtigen:

  • Wie hoch ist die Versicherungssumme?
  • Werden verschiedene Tarife für Singles, Paare und Familien angeboten?
  • Gilt der Versicherungsschutz auch im Ausland und für wie lange?
  • Wie hoch fällt die Progression aus?
  • Wird eine Todesfall-Leistung ausgezahlt?
  • Wie hoch fällt die monatliche Rente aus?
  • Welche Zusatzleistungen werden angeboten? Brauchen Sie diese?
  • Gibt es gesonderte Tarife für bestimmte Berufsgruppen?
4. Bei einem Wechsel: Auf die Bestätigung der neuen Versicherung warten

Bevor Sie Ihre alte Unfallversicherung kündigen, sollten Sie das Bestätigungsschreiben des neuen Anbieters abwarten. Nur so können Sie einen nahtlosen Versicherungsschutz gewährleisten. Denn die neue Versicherungsgesellschaft ist nicht dazu verpflichtet Sie aufzunehmen. Der Versicherungsgeber kann Ihren Antrag ablehnen, beispielsweise wegen erheblichen Vorerkrankungen aus anderen Unfällen.

5. Alte Police kündigen

a) Musterkündigungen nutzen
Im Internet und bei den Versicherern selber finden Sie in der Regel Musterkündigungen mit denen Sie schnell, einfach und juristisch einwandfrei Ihre Unfallversicherung kündigen können.
Tipp: CosmosDirekt bietet Ihnen einen Kündigungsservice für Ihre Unfallversicherung an.

b) Bestätigung anfordern
Ihre Unfallversicherung müssen Sie immer schriftlich kündigen und die Kündigung persönlich unterschreiben. Damit Sie sichergehen, dass das Schreiben bei der Versicherung eingeht, sollten Sie es per Einschreiben oder Fax versenden. Beide Übermittlungswege haben den Vorteil, dass Sie automatisch eine Empfangsbestätigung erhalten: beim Einschreiben durch den Postdienstleister und beim Fax durch den Sendebericht. Falls Ihnen beide Möglichkeiten nicht zur Verfügung stehen, sollten Sie ausdrücklich eine Bestätigung der Versicherung anfordern.


Fazit: Wenn Anlass besteht, Unfallversicherung kündigen

Viele Deutsche sichern sich mit einer Unfallversicherung gegen die Folgen von Unfällen ab. Im Invaliditätsfall möchten Versicherte bestmöglich abgesichert sein, um sich eventuell nötige Umbau- oder Pflegemaßnahmen leisten zu können. Lebensumstände und Versicherungsbedingungen können sich ändern: Gute Gründe, seine private Unfallversicherung zu kündigen und nach einer anderen Police mit besseren Leistungen Ausschau zu halten.

Auch der Kostenfaktor spielt immer wieder eine wichtige Rolle bei der Kündigung der Unfallversicherung. Wenn keine außerordentlichen Gründe für eine Kündigung sprechen, sollten Sie regelmäßig prüfen, ob der abgeschlossene Versicherungsschutz noch reicht.

Welche Leistungen eine Unfallversicherung ausmachen, können Sie in unserem Ratgeber „Was ist eine private Unfallversicherung?“ noch einmal genau nachlesen.


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