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Smart Home Installation

Smart Home Installation:

Selber durchführen ist nicht schwer

Die Zimmertemperatur wird bei Abwesenheit automatisch abgesenkt, der Sensor erinnert daran, die Terrassentür zu schließen, der Rauchmelder schickt bei Feueralarm eine Warnung per SMS – die vernetzte und intelligente Heimsteuerung macht den Alltag leichter, reduziert den Energieverbrauch und erhöht die Sicherheit. Das alles und mehr kann Smart Home. Die meisten Systeme können Sie ganz einfach selbst installieren. Wir erklären, was Sie beim Einbau und Anschluss beachten sollten und welche Kosten Installation und Betrieb verursachen.

Diese Begriffe sollten Sie kennen
Begriff
Erklärung
SensorenDie Sensoren registrieren im Smart-Home-System kritische Zustände, messen Temperatur und Luftfeuchtigkeit oder erkennen Gefahren (z.B. Rauch, Wasser).
AktorenDie Aktoren führen zuvor definierte Aktionen aus, schließen und öffnen Rollläden, schalten Lampen oder Steckdosen ein (oder aus), aktivieren die Alarmanlage.
GatewayEin Gateway ist eine Steuerungseinheit für Smart-Home-Lösungen, die unterschiedliche Standards unterstützt.

Wie kann ich Smart Home zu Hause installieren?

Der Weg zum vernetzten Zuhause ist mit weniger Aufwand und Zeit verbunden, als man glaubt. Die meisten Systeme sind sehr einsteigerfreundlich. Das bedeutet: Sofern die technischen Voraussetzungen erfüllt sind, verläuft die Smart-Home-Installation fast wie von selbst. Bei einer Fernsteuerung über das Internet muss aber zwangsläufig noch die entsprechende Smart-Home-App eingerichtet werden. Wer kein kabelbasiertes System, sondern eines mit Funk verwendet, sollte bei dessen Installation noch einiges in Bezug auf Übertragungsreichweite der Geräte und Lebensdauer der Batterien beachten.

Technische Voraussetzungen

Wer Smart Home mit der ganzen Funktionsfülle nutzen möchte, braucht eine Breitband-Internetverbindung (mindestens DSL 6.000) sowie einen internetfähigen PC oder Mac. Diese Voraussetzungen müssen bei allen Anbietern für die Erstinstallation erfüllt sein, aber auch Upgrades und Fernzugriff via Smartphone erfordern eine Internetverbindung. Es gibt auch Systeme, die autark arbeiten, dann allerdings gestalten sich Wartung und Konfiguration deutlich komplizierter. Einfacher wird dies, wenn das Smart-Home-System über einen freien LAN-Port an den Router angeschlossen werden kann. Folgende Voraussetzungen sollte Ihr Computer erfüllen, damit sich auf ihm die notwendigen Anwendungen für Smart Home installieren lassen:

Unterstützte Betriebssysteme:

  • PC: Windows 7 / Windows 8 / Windows 10
  • Mac: mindestens OS X 10.6 („Snow Leopard“) oder OS X 10.8 („Mountain Lion“)
  • gelegentlich auch: Ubuntu-Linux (mindestens Version 14.04 „Trusty Tahr“)

Browser:

  • Internet Explorer (ab Version 10)
  • Safari (ab Version 7.1)
  • Firefox (aktuelle Version)
  • Chrome (aktuelle Version)

Sonstiges: Manche Anbieter setzen zur Ausführung grafischer Internet-Anwendungen das Microsoft Silverlight (ab Version 5) voraus.

Einfache Installation von Smart Home

Wer sich ein Smart Home selbst einrichten möchte, sollte darauf achten, dass die Installation möglichst einfach ist und keine Vorkenntnisse erfordert. Das heißt: Egal, welche Komponenten ausgewählt wurden und nun installiert werden sollen – die zugrunde liegenden Prinzipien sollten dieselben sein, um Smart Home einrichten zu können. Hilfreich ist ebenfalls, wenn der Hersteller die Installation und Einrichtung durch ausführliche Anleitungen und erklärende Videos erleichtert.

Zentrale anschließen
Stellen Sie die Zentrale an einen geeigneten Ort in Ihrem Haus oder Ihrer Wohnung auf. Dann verbinden Sie sie mit dem Internet-Router per LAN-Kabel. Alternativ verbinden Sie beide Geräte per dLAN-Netzwerk, also durch eine Netzwerkverbindung via Stromsteckdose. Besteht die Verbindung, leuchtet die entsprechende Kontrolllampe grün (manchmal auch weiß). Da die meisten Smart-Home-Geräte per Funk von der Zentrale gesteuert werden, muss die Zentrale so platziert werden, dass keine Störungen und Signaldämpfungen ihre Funktion beeinträchtigen. Vermeiden Sie es also, große Möbel oder Pflanzen vor das Gerät zu stellen. Insbesondere Geräte aus Metall (Kühlschrank etc.) können das Funksignal beeinträchtigen. Empfohlen wird ein Mindestabstand von 50 cm, aber je weiter mögliche Störquellen entfernt sind, umso besser.

Tipp

Erstellen Sie eine Planungsskizze für Ihr Heim. Auf dem Grundriss markieren Sie alle potenziellen Stör- und Dämpfungsquellen sowie die gewünschten Standorte aller Smart-Home-Geräte.

Smart-Home-Software einrichten

Schalten Sie Ihren Computer ein und rufen Sie die entsprechende Webadresse Ihres Smart-Home-Anbieters auf. Entweder handelt es sich um eine spezielle Seite für die Ersteinrichtung oder aber die Konfiguration erfolgt über einen Mitgliederbereich. Nach der Registrierung und Anmeldung müssen Sie manchmal auch die Seriennummer Ihrer Zentrale und eine separat zugeschickte PIN eingeben, um sich zu identifizieren. Dann werden Sie zum nächsten Schritt weitergeleitet, bei dem die notwendigen Softwarekomponenten auf Ihrem Computer sowie der Zentrale installiert werden. Gelegentlich erfolgt auch einfach ein Update auf die aktuellste Version, wenn die Software bereits mit ausgeliefert wurde. Nach der Installation / Freischaltung der Smart-Home-Software müssen Sie in der Regel noch den Lizenzbedingungen zustimmen. Dann können Sie die Software in vollem Umfang nutzen.

Befestigung der Produkte

Bringen Sie nun Ihre Smart-Home-Geräte an. Um die intelligenten Heizkörperthermostate zu installieren, reicht es, die alten abzumontieren und einfach die neuen Smart-Home-Elemente per Adapter anzubringen. Die Rauchmelder können mit Schrauben an der Decke fixiert werden, mitunter ist auch die einfache Montage mit doppelseitigem Klebeband möglich. Auch bei Tür- oder Fenstersensoren ist dies möglich. Vor der Anbringung sollten Sie aber bei allen Geräten darauf achten, dass die Kontakte richtig funktionieren. Probieren Sie also solche Sensoren vorher in verschiedenen Positionen aus und überprüfen Sie, ob der magnetische Kontakt für die Signalauslösung auch hergestellt wird.

Tipp

Bei Mietwohnungen sollten Fenster- und Türsensoren möglichst mit Klebestreifen befestigt werden. Dadurch entstehen keine Beschädigungen. Das verhindert späteren Ärger mit dem Vermieter.

Geräte einbinden

Nach der Installation der Zentrale können nun alle weiteren Geräte – von Sensoren bis Aktoren – eingebunden werden. Gehen Sie dabei von innen nach außen vor. Das heißt: Schalten Sie zunächst das Gerät ein, das sich in unmittelbarer Nähe befindet, und arbeiten Sie sich dann bis zum am weitesten entfernten Gerät vor.

Die Steuerungszentrale vereinfacht die Einbindung der Smart-Home-Geräte. Die Software bietet oft eine Suchfunktion: Sie nennt sich beispielsweise "Suche" oder "Suchmodus". Befindet sich die Software im Suchmodus, versucht sich das Smart-Home-Gerät nach dem Einschalten zunächst mit dem Netzwerk automatisch zu verbinden. Gelingt dies, leuchtet die entsprechende Lampe grün auf. Geräte wie Rauchmelder, die im sogenannten Anlern­modus starten, leuchten meist orange. Um die Einrichtung im Netzwerk abzuschließen, ist bei manchen Geräten zusätzlich die Eingabe der Serien­nummer in der Software­steuerung notwendig.

Geräte steuern

Alle von der Zentrale erkannten Geräte werden im Steuerungsmenü angezeigt, in den meisten Fällen unterteilt nach Sensoren und Aktoren. Dazu gibt es eine Übersicht der Räume Ihrer Wohnung oder Ihres Hauses. Mit der Maus ziehen Sie dann die angezeigten Geräte in den jeweiligen Raum, in dem Sie sie montiert haben. Dann können Sie die verschiedenen Elemente über die Regler oder Buttons bedienen. Möglich sind Einstellungen wie An /Aus oder die Eingabe von Temperatur- oder Luftfeuchtigkeitsdaten.

Erstellung von Profilen

Ein Profil schafft die Möglichkeit, bestimmte Vorgänge automatisch ablaufen zu lassen, wenn vorher definierte kritische Werte unter- oder überschritten werden. Mit einem Profil kann man weiterhin mit nur einem Element mehrere andere Geräte gleichzeitig steuern. Der Vorteil: Mit einem Tastendruck kann zum Beispiel das Licht, die Heizung und die Unterhaltungselektronik in einem Raum aktiviert oder deaktiviert werden. Wer morgens schnell das Haus Richtung Arbeit verlassen muss, schaltet auf diese Weise beispielsweise das Radio und die Lampen in Küche, Essecke und Flur aus und regelt die Heizung auf Minimalbetrieb herunter – alles auf einmal.

Unterstützt werden in der Regel drei Profilkategorien:

  • Ereignisprofile: Bestimmte Wenn-dann-Verknüpfungen werden vorab festgelegt, zum Beispiel zum Schutz vor Schimmel. Überschreitet der Wert der relativen Luftfeuchte eine bestimmte Grenze, erhöht die Heizung leicht die Temperatur, damit sich keine Feuchtigkeit an den Wänden festsetzen kann.
  • Zeitprofile: Dabei werden bestimmte Aktionen, zum Beispiel das Schließen und Öffnen der Jalousien oder das An- und Ausschalten von Lampen, zu festgelegten Zeiten ausgeführt. Wer in den Urlaub fährt, kann die Ausführung solcher Funktionen auch ein Stück weit dem Zufall überlassen – um durch Unregelmäßigkeit die Anwesenheit von Bewohnern vorzutäuschen.
  • Personenprofile: Dabei werden individuelle Vorlieben zu Temperatur, Lichtverhältnissen und Ähnlichem einem Bewohner zugeordnet. Durch eine Identifizierung per Smartphone können diese Einstellungen dann vor oder bei der Rückkehr abgerufen werden. So ist das eigene Heim genau auf die Bedürfnisse seines Bewohners voreingestellt.
Installation und Einrichten der App

Die meisten Smart-Home-Anbieter erlauben die Steuerung des intelligenten Zuhauses per App. Dafür müssen Sie zunächst die entsprechende Anbieter-App aus dem Apple App Store, dem Google Play Store oder dem Windows Store herunterladen und installieren. Die App funktioniert in der Regel auf Smartphone und Tablet gleichermaßen, wobei für den Fernzugriff eine mobile Internetanbindung bestehen muss. Für die Steuerung von daheim reicht ein Zugriff über WLAN aus.

Nach der Erstanmeldung mit Ihren Login-Daten können Sie dann unterwegs Änderungen an den Einstellungen vornehmen. Zudem liefert Ihnen die App aktuelle Status-Informationen aller Sensoren und Geräte, wodurch Sie jederzeit zum Beispiel über die Temperatur zu Hause auf dem Laufenden sind. Wenn der Rauchmelder beispielsweise einen Brand registriert, erhalten Sie über die App automatisch Warnhinweise.

Tipp

Die Smart-Home-App unseres Kooperationspartners Devolo bietet zwei Konfigurations-Modi an: Im Light-Modus sehen Sie die gesammelten Daten in einer leicht verständlichen Übersicht, im Full-Modus erstellen und verwalten Sie Profile und steuern die einzelnen Geräte an.

Reichweite der Produkte

Wurden die Smart-Home-Geräte über eine Verkabelung miteinander verbunden, gibt es in der Regel keine Probleme mit der Reichweite. Anders sieht es jedoch aus, wenn Sie Ihr Zuhause mit einer funkbasierten Anlage ausgerüstet haben. Die durchschnittliche Reichweite beträgt 30 bis 50 Meter. Für eine normal geschnittene Wohnung, ein Eigenheim oder eine Doppelhaushälfte ist dies oftmals ausreichend. Die Reichweite für Elemente, die außerhalb der vier Wände angebracht sind, beispielsweise Bewegungsmelder, beträgt etwa 200 Meter. Wie groß die tatsächliche Reichweite der eigenen Smart-Home-Zentrale in diesem Fall ist, hängt von den baulichen Gegebenheiten und der Anzahl und Position potenzieller Stör- und Dämpfungsquellen ab. Bei einem zentral gelegenen Standort sollten Sie aber sämtliche Geräte mit der Zentrale verbinden können.

Tipp

Mit einem Funkverstärker können Sie die Reichweite Ihrer Produkte vergrößern. Damit lassen sich weit entfernte Geräte an die Zentrale koppeln oder starke Störquellen umgehen.

Lebensdauer der Batterie

Viele der Sensoren und Aktoren erhalten ihre Energie über Batterien. Je nach Größe und Beanspruchung werden AA-Batterien oder Knopfzellen verwendet. Die Smart-Home-Zentrale überwacht im Hintergrund die Energiespeicher und informiert Sie darüber, wenn die entsprechenden Batterien ausgetauscht werden müssen. Auch am jeweiligen Gerät ist in der Regel ein entsprechendes Lämpchen vorhanden, manche Elemente wie der Rauch­melder geben zudem auch akustische Warnsignale. Wie lange die Batterien halten, hängt von der Nutzung und der Anzahl der Ereignisse ab, bei denen ein Gerät aktiviert ist. Bei starker Beanspruchung müssen die Batterien mitunter schon nach 6 Monaten gewechselt werden. Erfolgt nur eine geringe Belastung, kommen einige Elemente mehrere Jahre ohne Batteriewechsel aus. In der Regel halten die Batterien rund 2 Jahre.

Info

Aufgrund der Selbstentladung, geringerer Energiekapazität sowie einer etwas niedrigeren Spannung raten die Hersteller von der Verwendung von Akkus ab und empfehlen die Nutzung von Batterien.

Funktionsweise ohne Internetanschluss

Während ein Internetanschluss auf jeden Fall für die Ersteinrichtung und für die Konfiguration notwendig ist, bleibt bei den meisten Anbietern die Smart-Home-Anlage auch bei einem temporären Internetausfall funktionstüchtig. Da die Profile auch in der Zentrale gespeichert sind, können die Geräte dementsprechend weiterhin aktiviert, deaktiviert oder anderweitig gesteuert werden. So könnte zwar auch das gesamte Smart-Home-System dauerhaft ohne Internetanschluss – nämlich stattdessen ausschließlich per lokaler WLAN-Anbindung – gesteuert werden. Doch können dann weder Updates für die Smart-Home-Software aufgespielt noch Anpassungen der Konfiguration vorgenommen werden. Auch ein Zugriff von unterwegs aus ist ohne eine mit dem Internet verbundene Zentrale nicht möglich.

Geräte löschen

So einfach, wie Geräte ins Heimnetzwerk eingebunden werden können, lassen sie sich wieder entfernen. Notwendig ist das zum Beispiel, wenn Sie ein neues Thermostat, etwa ein besseres Modell eines anderen Anbieters, einrichten wollen. Achten Sie darauf, dass Sie das gewünschte Element zunächst aus dem Profil und dann über die Menüsteuerung auch aus dem Smart-Home-System entfernen. Dann können Sie das Gerät auch demontieren: Am einfachsten geht natürlich die Entfernung des Klebebandes, ansonsten müssen Sie die Schrauben lösen.


Smart-Home-Lösungen mit dem gleichen Standard ergänzen sich

Derzeit gibt es eine Vielzahl von Smart-Home-Lösungen auf dem Markt. Neben großen Playern wie Telekom und RWE bieten auch kleinere Unternehmen wie Devolo oder AVM passende Technologien an. Doch es gibt (noch) keinen gemeinsamen Standard. Viele Systeme verwenden eigene Technologien, die mit den Geräten anderer Anbieter (weitgehend) inkompatibel sind. Daher sollte man sich heutzutage für eine Smart-Home-Technologie entscheiden, die flexibel genug ist und auch die Produkte anderer Unternehmen einbeziehen kann. Dies betrifft insbesondere diejenigen Kunden, die mit einem Einsteiger-Paket beginnen und nach und nach weitere Geräte hinzukaufen wollen.

Welche Smart-Home-Technologien gibt es? Wo liegen die Unterschiede?

Auch wenn es auf den ersten Blick überrascht: Kaum eines der gängigen Smart-Home-Systeme greift zur Gerätesteuerung und Informationsübertragung vollständig auf WLAN zurück, die Ausnahme bildet hier Belkin. Der Grund: Eine WLAN-Verbindung ist verhältnismäßig energieintensiv, die Batterie­kapazitäten von Sensoren und Aktoren wären allein durch die Funksteuerung bald aufgebraucht. Daher gibt es gerade im Funkbereich eine Vielzahl von Lösungen, die auf energiearme Emissionen ausgelegt sind.

Übertragung per Funk
  • Z-Wave: Wurde speziell für Smart-Home-Lösungen entwickelt. Mehr als 160 Hersteller unterstützen weltweit derzeit die Z-Wave-Technologie. In Deutschland sind Produkte von Devolo oder Fibaro kompatibel mit dem Standard. Die Eignung wird von der Z-Wave Alliance eigens überprüft und zertifiziert. Die Reichweite zum nächsten Gerät beträgt etwa 30 Meter innerhalb von Gebäuden. Unterstützt wird ebenfalls der Aufbau eines Mesh-Netzwerks. Der Vorteil: Informationen können auch von Endgerät zu Endgerät übermittelt werden, nicht ausschließlich von und zur Zentrale.
  • ZigBee: Wird auch in der Medizintechnik und Anlagensteuerung verwendet. Die Smart-Home-Variante wird derzeit von Lightify, Miele, Philips Hue und der Plattform Qivicon unterstützt und ist nicht an einen bestimmten Hersteller gebunden. Da sie bei Nichtgebrauch in einen „Schlafmodus“ versetzt werden, arbeiten insbesondere Sensoren mit ZigBee-Technologie jahrelang ohne Batteriewechsel oder Wartung. Erst wenn sie „geweckt“ werden, übermitteln die Sensoren die entsprechenden Infos. Aufgebaut wird ein maschenförmiges Netzwerk (Mesh-Network), bei dem Komponenten Daten auch an Geräte weiterleiten können, die nicht in unmittelbarer Funkreichweite sind, indem sie nahegelegene Elemente als Zwischenrouter nutzen.
  • Bluetooth LE: Hat sich bei Smartphones und Smartwatches bereits etabliert. Jetzt soll dieser Standard auch die Smart-Home-Welt erobern. Von Vorteil ist die energiesparende Übermittlung der Informationen an das nächste Gerät, aber Netzwerke wie bei Z-Wave oder ZigBee lassen sich in der aktuellen Version Bluetooth 4.0 Low Energie (noch) nicht bilden. Erste Produkte wie ein Bluetooth-Funk-Schalter oder ein Komplettsystem von Elgato sind aber schon erhältlich.
  • DECT ULE: Basiert auf der Funktechnologie DECT, mit der sich seit Langem schnurlose Telefone energiesparend mit ihrer Basis verbinden. DECT ULE ist die Weiterentwicklung dieser Technologie. Das ULE steht für Ultra Low Energy und ermöglicht eine Reihe von neuen Funktionen, die sich für eine energiearme Übermittlung von Informationen anbieten. Zudem soll die Reichweite größer als bei ZigBee oder Z-Wave sein, und es wird ein eigenes Frequenzband verwendet. Störungen durch Babyphones etc. sollen dadurch ausgeschlossen werden. Diese Smart-Home-Technologie bieten zum Beispiel AVM, Panasonic und Gigaset Elements an.
  • EnOcean: Dieser Standard wird derzeit von rund 100 Unternehmen unterstützt, darunter Siemens und Somfy. Die Besonderheit besteht darin, dass die meisten Geräte die Energie nicht durch Batterien gewinnen, sondern durch Solarzellen, Peltier-Elemente (Wärmewandler) oder elektrodynamische Wandler. Durch die Übertragung kleinster Datenpakete soll das System möglichst störungsfrei arbeiten können. Da die Transmission bidirektional erfolgt, können alle Elemente sowohl senden als auch empfangen.
  • KNX-RF: Wer bislang eine leistungsstarke Übertragung gesucht hat, war auf den kabelbasierten KNX-Standard angewiesen. Dieser wurde von der KNX Association entwickelt und bislang bei aufwendigen Hausautomatisierungen in Neubauten verwendet. Die Funkvariante KNX-RF (RF steht für Radio Frequency) ermöglicht dieselbe Steuerung und Programmierung, ist aber nicht mehr auf eine feste Verdrahtung angewiesen. Dadurch können auch ältere Wohnungen und Häuser mit dem bewährten Standard ausgerüstet werden, ohne dass man ein neues Kabelsystem unter Putz verlegen müsste. Der Vorteil: Der KNX-Standard ist der einzige weltweit gültige Standard und sowohl bei privaten wie bei gewerblichen Gebäuden verbreitet.
Wann ist die Kompatibilität gegeben?

Damit die Produkte verschiedener Hersteller kombiniert werden können, müssen sie denselben Funkstandard verwenden. Die verschiedenen Standards von Z-Wave bis KNX-RF sind untereinander nicht kompatibel. Allerdings gibt es immer mehr Geräte auf dem Markt, die zwei oder mehr Funkstandards verwenden können. Oder man rüstet die eigene Anlage mit einem sogenannten Gateway nach. Dabei handelt es sich um einen Adapter für den entsprechenden Standard (oder mehrere), sodass auch eigentlich „inkompatible“ Geräte sich in die Anlage einbinden lassen.

Welche und wie viele Produkte kann man maximal nachrüsten?

Das ist von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich. Die Spanne reicht von 80 bis zu 200 Endgeräten. Bei manchen Smart-Home-Lösungen wird auch keine Obergrenze genannt. Theoretisch können dann so viele Geräte angeschlossen werden, wie nötig oder sinnvoll sind. Daher ist es im Prinzip ganz einfach, mit wenigen Geräten zu beginnen und die Smart-Home-Technik dann immer umfangreicher zu gestalten. Die nachträgliche Installation ist nicht aufwendiger als die Ersteinrichtung. Daher können die Produkte nach Belieben nachgerüstet werden: Viele beginnen mit einer intelligenten Heizungs­steuerung, die aus einer Zentrale, den Heizungs­thermostaten und einem Fenster­kontakt besteht. Dann kann man die Anlage um Sicherheitselemente wie Rauch- und Bewegungsmelder, Kameras oder smarte Schließzylinder ergänzen. Oder man installiert Geräte zur Strom- und Energiesteuerung wie intelligente Steckdosen, smarte Zeitschaltuhren, Regler für elektrische Rollläden und Jalousien – oder Wandschalter, mit denen sich eine Reihe von Geräten auf einmal an- und ausschalten lassen.

Info

Auch Unterputz-Elemente wie Module zum Dimmen oder zur Steuerung von Rollläden können nachträglich ergänzt werden.


Was kostet Smart Home: Teure Komplettlösungen, günstigere Einsteigerpakete

Sein Eigenheim von heute auf morgen in ein intelligentes Zuhause zu verwandeln, das alle technischen Möglichkeiten ausreizt, ist ein teures Unter­fangen. Nichtsdestoweniger könnte in 10 Jahren Smart Home Standard bei Neubauten sein – nicht zuletzt, weil die Preise für vernetzte Lösungen kontinuierlich fallen. Doch luxuriöse Komplettsysteme für Smart Home kosten immer noch an die 20.000 Euro. Solche Lösungen fürs Smart Home nutzen eine Verkabelung und bedeuten daher bei Einbau und Installation erheblichen Aufwand. Eine Alternative dazu sind die leichtgewichtigen Einsteigerpakete, die derzeit den Markt erobern. Sie setzen in der Regel auf Funktechnologie. Dafür werden zwischen 200 und 300 Euro fällig, bei umfangreichen Systemen sollte man mit mindestens 500 Euro rechnen.

Bezahlbare Einsteigerlösungen mit wenigen Elementen

Preisgünstigere Smart-Home-Lösungen setzen auf Module, die nach und nach erweitert werden können. Je nach Paket ist die Einsteiger-Variante entweder auf höhere Energieeffizienz, höhere Sicherheit oder höheren Komfort ausgerichtet – und lässt genug Raum, unter Ergänzung weiterer Geräte auch die übrigen Aspekte später abzudecken. Basispakete bestehen beispielsweise aus Fensterkontakten und Heizungsthermostaten, um Energie beim Heizen zu sparen; aus Fensterkontakten, Bewegungsmeldern und Rauchmeldern, um die Sicherheit zu erhöhen; oder aus einem Fensterkontakt und einer intelligenten Steckdose für mehr Komfort.

Tipp

Unser Kooperationspartner Devolo ermöglicht den Start ins intelligente Zuhause mit mehreren Paketen. Wer schnell und einfach sein Heim smarter machen will, kann den ersten Schritt mit dem Starter-Paket wagen. Energiespar-, Sicherheits- und Komfortpaket ergänzen den Smart-Home-Einstieg mit den entsprechenden Komponenten.

Preise für weitere Geräte variieren nach Anbieter und Technologie

Die Zusatzgeräte kosten je nach Hersteller und Funkstandard unterschiedlich viel. Ein Rauchmelder kostet zwischen 50 und 150 Euro, ein Türkontakt zwischen 30 und 50 Euro und für ein Heizkörper-Thermostat muss mit 20 bis 200 Euro kalkuliert werden. Zu den Ausgaben für die eigentlichen Smart-Home-Geräte kommen die Kosten für intelligente Haushaltsgeräte hinzu, mit denen man die Haussteuerung noch weiter ergänzen kann. Ein vernetzbarer Heizkessel mit Internetanschluss zur Benachrichtigung des Serviceunternehmens kostet mehrere tausend Euro, intelligente Küchenhelfer wie Dunst­abzugshauben, die sich dem Kochverhalten anpassen, kommen ebenfalls schnell auf einen vierstelligen Betrag. Eine Einbindung ins Smart-Home-System ist aber nur dann möglich, wenn die Lampen, Kameras, Kühlschränke oder Heizkesseln auch kompatibel sind.

Monatliche Kosten für App und Steuerung

Je nach Anbieter fallen für die Nutzung der App unter Umständen zusätzliche Kosten an. Wie hoch der fällige Monatsbetrag ist, hängt mitunter von Umfang und Vielfalt der gewünschten Funktionen ab: Mit der kostengünstigen Variante kann man dann nur Basisfunktionen nutzen, auf Komfort-Features kann man nur im Premium-Abo zugreifen.

Vorsicht vor Lockangeboten: Oft ist die Nutzung nur innerhalb der ersten 12 bis 24 Monate kostenfrei, dann schlägt die Abofalle zu. Bei neueren Angeboten steht mitunter noch nicht einmal fest, was man in Zukunft für diese zahlen soll. Kommt die Smart-Home-Lösung ohne monatliche Kosten aus, werden für manche Extraleistungen auch zusätzliche Gebühren erhoben. So sind dann beispielsweise Push-Mitteilungen per SMS, sobald die Sensoren bei kritischen Systemwerten Alarm schlagen, nur gegen Aufpreis erhältlich.


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