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Fahrraddiebstahl - CosmosDirekt

Fahrraddiebstahl:

So (ver)sichern Sie Ihr Fahrrad

335.000 Fahrräder wurden laut Bundes­kriminalamt 2015 gestohlen. Damit zählt das Fahrrad zu den beliebtesten Diebes­gütern. Und die Dunkel­ziffer liegt beim Fahrrad­dieb­stahl weitaus höher, da längst nicht jeder Besitzer Anzeige erstattet. Polizeilichen Angaben zufolge reichen die Schätzungen der tatsächlichen Diebstähle bis zum Fünffachen der registrierten Fälle. Zudem liegt die Aufklärungs­quote von gestohlenen Fahrrädern gerade mal bei circa 10 Prozent. Ein Grund mehr, das Fahrrad gegen Diebstahl abzusichern.

Wie Sie Ihr Rad mit mechanischen Hilfsmitteln richtig sichern und wer den Schaden übernimmt, wenn es doch einem Fahrrad­dieb zum Opfer fällt, erfahren Sie im folgenden Artikel.

Diese Begriffe sollten Sie kennen
Begriff
Erklärung
WiederbeschaffungswertBetrag, der für die Wiederbeschaffung eines Gegenstandes in neuwertigem Zustand aufgewendet werden muss.
VersicherungsortVertraglich festgelegter Geltungsbereich des Versicherungsschutzes.
Entschädigungsgrenze Sie gilt, wenn nur einzelne Gegenstände zu Schaden kommen und orientiert sich prozentual an der Versicherungssumme. Die gängige Grenze liegt bei 20 Prozent der maximalen Entschädigungsleistung.

Warum Sie sich gegen Fahrraddiebstahl schützen sollten

Sie stellen Ihr neues Mountainbike mit einem Fahrradschloss gesichert in den Gemeinschaftskeller Ihres Mehrfamilienhauses. Mit vielen Nachbarn haben Sie guten Kontakt. Keinem der Mitmieter trauen Sie ausreichend kriminelle Energie zu, um sich an Ihrem Fahrrad zu vergreifen. Und doch ist es passiert: Eines Morgens kommen Sie in den Keller und Ihr Fahrrad wurde gestohlen.

Nicht zwangsläufig muss einer Ihrer Nachbarn der dreiste Fahrraddieb sein. Dreiviertel aller Wohnungseinbrüche finden in Mehrfamilienhäusern statt. Wo viele Menschen ein- und ausgehen, steigt der Leichtsinn. Die Haustür wird aufgelassen oder jemand öffnet diese, ohne nachzufragen mit dem elektrischen Türöffner. Neben den Wohnungen im Erdgeschoss sind auch die Kellerräume besonders einbruchsgefährdet.

Daher gilt besonders bei wertvollen Fahrrädern: Diese sollten umfassend gegen Fahrraddiebstahl abgesichert und wenn möglich in einem separaten Kellerraum abgestellt werden, zu dem nur Sie Zutritt haben. Dann leistet auch die Hausratversicherung, wenn es zu einem Fahrraddiebstahl kommt.


Richtig gesichert: So schließen Sie Ihr Fahrrad richtig ab und an

Ist ein Fahrrad gar nicht oder nicht richtig gesichert, ist die Wahrscheinlichkeit, dass es entwendet wird, deutlich erhöht. Den Angaben des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) zufolge war jedes vierte Rad, das 2009 in Deutschland gestohlen wurde, nicht richtig gesichert. Das wohl einfachste Mittel Ihr Rad abzusichern ist ein Fahrradschloss. Doch welches Fahrradschloss ist am sichersten, gibt es Alternativen und was sollten Sie noch beachten?

Welches Fahrradschloss ist am sichersten?

Beim Fahrraddiebstahl spielt der Zeitfaktor eine entscheidende Rolle. Je länger der Vorgang dauert, umso höher das Risiko für die Diebe entdeckt zu werden. Aus diesem Grund nehmen Fahrradschlösser einen zentralen Stellenwert bei der Diebstahlsicherung ein. Auch wenn sie keine vollkommende Sicherheit bieten, erschweren sie die Tat. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen fünf verschiedenen Arten von Fahrradschlössern:

  • Bügelschlösser
    Ein Bügelschloss besteht aus einem Metallbügel, der mit einem Schließkörper verbunden ist. Es ist in der Regel aus sehr stabilen Materialien wie Stahl gefertigt und bietet ein hohes Maß an Sicherheit. Dafür sind Bügelschlösser vergleichsweise schwer und unflexibel.
  • Panzerkabel und Ketten
    Panzerkabelschlösser sind mit gehärtetem Stahl ummantelt. Das macht sie besonders sicher. Ein weiterer Pluspunkt: Im Vergleich zu Bügelschlössern sind sie flexibler. Noch flexibler sind Kettenschlösser. Die oft dünnen Kettenglieder bieten jedoch etwas weniger Sicherheit.
  • Faltschlösser
    Sie bestehen aus mit Gelenken verbundenen, starren Gliedern und kombinieren die Flexibilität eines Kettenschlosses mit der mit der Sicherheit eines Bügelschlosses. Sie lassen sich wie ein Zollstock zusammenklappen und sind gut am Fahrrad zu befestigen.
  • Rahmenschlösser
    Sie sind am Fahrrad befestigt und verhindern durch einen Riegel im Speichenweg das Drehen des Rades. Daher sind sie eher als Wegfahrsperre anzusehen. Allein schützen sie nicht ausreichend gegen einen Fahrraddiebstahl, sichern jedoch das Hinterrad gegen einen Teildiebstahl ab.
  • Spiralkabelschlösser
    Die dünnen Spiralkabel bieten ebenfalls keinen ausreichenden Widerstand gegenüber Diebstählen. Zwar sind sie flexibel, mit einem Seitenschneider lassen sie sich aber leicht durchtrennen.

Testergebnissen zufolge sind Bügelschlösser am sichersten. Sie bieten Dieben aufgrund ihrer hohen Stabilität den größten Widerstand. Aus hochwertigen Materialien gefertigt, sind sie zwar vergleichsweise teuer, die Investition lohnt sich aber besonders, wenn Sie ein teures Fahrrad besitzen. Als Faustregel gilt: Für einen guten Fahrrad-Diebstahlschutz sollten fünf bis zehn Prozent des Rad-Neupreises investiert werden. Legen Sie sich ein Fahrrad für 500 Euro zu, sollten Sie bereit sein, etwa 50 Euro für ein entsprechendes Sicherheitsschloss auszugeben. Achten Sie beim Schlosskauf auf stabile Materialien wie durchgehärteten Spezialstahl und massive Schließsysteme. Qualitätsgeprüfte Schlösser, die zum Beispiel ADFC-zertifiziert sind oder das Gütesiegel des Verbands der Schadenversicherer (VdS) tragen, gelten als sicher. Letzterer bietet auf seiner Internetseite ein Verzeichnis von anerkannten Zweiradschlössern an (VDS-RL 2597).

Info

Einige der aufgeführten Schlosstypen sind auch als Alarmschloss erhältlich. Sie wurden ursprünglich als Schutz vor Motorraddiebstählen entwickelt, erweisen sich aber auch bei Fahrrädern als nützlich. Versucht jemand das Schloss aufzubrechen oder das Rad von seinem Stellplatz zu entfernen, geben sie einen lauten Signalton von sich.

Wo und wie steht das Fahrrad sicher?

Oft werden Fahrräder mit sicheren Schlössern abgeschlossen, aber nicht angeschlossen. Der Dieb kann sie einfach wegtragen und das Fahrradschloss an einem sicheren Ort in aller Ruhe aufbrechen. Aus diesem Grund sollten Sie Ihr Fahrrad mit einem hochwertigen Schloss an einem festen Gegenstand, zum Beispiel an Abstellanlagen, Verkehrsschildern oder Zäunen befestigen. Voraussetzung dabei: Der Gegenstand sollte hoch genug sein, damit das Fahrrad nicht einfach darüber gehoben werden kann.

ADFC-Checkliste zum Fahrrad-Diebstahlschutz

  • Schließen Sie an statt nur ab
    Auch wenn Sie das Fahrrad nur einen kurzen Augenblick unbeobachtet lassen, sollten Sie zumindest den Rahmen, wenn möglich auch Vorder- und Hinterrad an einem fest verankerten Gegenstand befestigen.
  • Suchen Sie die Öffentlichkeit
    Stellen Sie Ihr Rad nicht an einsamen, dunklen Plätzen und schlecht einsehbaren Straßen ab. Das Risiko für einen Fahrraddiebstahl ist hier höher.
  • Sichern Sie das Rad auch zu Hause
    Am sichersten aufgehoben ist Ihr Fahrrad in einem abgeschlossenen Kellerraum, den nur Sie nutzen, oder in speziellen, abschließbaren Fahrradboxen.
  • Machen Sie Ihr Fahrrad zum Unikat
    Besondere Merkmale machen Ihr Fahrrad einzigartig und schützen in gewissem Umfang vor einem Diebstahl. Da sie keinen eindeutigen Eigentumsnachweis darstellen, sollten sie nur als zusätzliches Identifikationsmerkmal verwendet werden.
  • Lassen Sie Ihr Rad codieren
    Die Codierung bietet im Wesentlichen zwei Vorteile: Ein codiertes Fahrrad lässt sich einfach und schnell als Ihr Eigentum identifizieren und wirkt schon im Vorfeld abschreckend auf den Dieb, da sich das Fahrrad so schwerer verkaufen lässt.
  • Notieren Sie alle Merkmale
    Vermerken Sie alle wesentlichen Merkmale wie Rahmennummer und Fabrikat Ihres Rades in einem Fahrradpass. Erhältlich ist dieser bei Fahrradhändlern, Versicherungen und der Polizei.
  • Lassen Sie sich nicht durchschauen
    Sichern Sie Ihr Rad nicht immer an derselben Stelle. Lassen Sie nicht über längere Zeiträume an einem Ort stehen, denn so geben Sie Fahrraddieben nützliche Informationen darüber, wann er das Rad wo ungestört entwenden kann. Es empfiehlt sich, den Standort in regelmäßigen Abständen zu wechseln.
Info

Als besonders effektiv gegen Fahrraddiebstahl gilt die sogenannte EIN-Codierung (Eigentümer-Identifizierungs-Nummer). Dabei handelt es sich um eine personalisierte Kennzeichnung, die einen zuverlässigen Rückschluss auf den Besitzer zulässt. Der in das Sattelrohr eingravierte, versiegelte und mit einem Aufkleber versehene Code setzt sich individuell aus dem amtlichen Kennzeichen des Kreises, dem Gemeindeschlüssel, der Straßennummer, der Hausnummer, den Initialen und dem Jahr zusammen.

Beispiel-Code: SB0000560050DM15

Amtliches KennzeichenSaarbrückenSB
Gemeinde / OrtSaarbrücken00
StraßeHalbergstraße00560
Hausnummer50050
InitialenDirk MustermannDM
Jahr201515

High-Tech Fahrrad-Diebstahlschutz

Um Ihr Fahrrad vor Diebstahl zu sichern, können Sie neben dem mechanischen auch einen elektronischen Diebstahlschutz nutzen. Eine Fahrrad-Alarm-App funktioniert ähnlich wie Alarmschlösser. Das System besteht aus zwei Teilen: einem Sender, der am Fahrrad angebracht wird, und einem Empfänger, den der Besitzer bei sich trägt. Wird Ihr Rad bewegt oder von seinem Platz entfernt, erhalten Sie ein Alarmsignal. Dieses kann auch per App auf das Smartphone übertragen werden. Ist das Sicherheitssystem mit einem GPS-Sender ausgestattet, können Sie Ihr Fahrrad auch darüber orten.


Richtig versichert: Hausratversicherung oder Fahrraddiebstahlversicherung?

Um Ihr Fahrrad vor einem Diebstahl zu sichern, stehen die mechanische und ggf. die elektronische Sicherung an erster Stelle. Da diese einen Fahrraddiebstahl nicht hundertprozentig verhindern können, lohnt es sich zudem, das Rad zu versichern. Grundsätzlich gibt es dafür zwei Möglichkeiten:

  • Eine Hausratversicherung
  • Eine spezielle Fahrradversicherung
Tipp

Zusätzliche Versicherungen gegen Fahrraddiebstahl gehen schnell ins Geld. Wer dafür nicht jährlich mehrere hundert Euro zahlen will, kann auch seine Hausratsversicherung erweitern.

Hausratversicherung und Fahrraddiebstahl

Mit einer Hausratversicherung sichern Sie Ihre Einrichtungs-, Gebrauchs-, Verbrauchs- und Einbaugegenstände gegen Schäden ab, die durch Feuer, Einbruchdiebstahl und Vandalismus, Raub, Leitungswasser, Sturm und Hagel entstehen. In der Regel werden die Gegenstände zum Wiederbeschaffungswert versichert. Zwar gehören grundsätzlich auch Fahrräder zum Hausrat, für sie gelten jedoch gesonderte Bedingungen. Allgemeine Informationen zur Hausratversicherung finden Sie im Ratgeberartikel „Was ist eine Hausratversicherung?“.


Welche Vorteile hat die Hausratversicherung beim Fahrraddiebstahl?

Die Hausratversicherung umfasst bereits einen Versicherungsschutz bei Fahrraddiebstählen. Befindet sich Ihr Fahrrad an Orten, die im Versicherungsschein aufgeführt sind, springt die Versicherung bei einem Fahrraddiebstahl ein. Dazu gehören neben der Wohnung auch Garagen in unmittelbarer Nähe, gemeinschaftlich genutzte Fahrradkeller und Privatkeller. Voraussetzung ist jedoch: Nur zugangsberechtigte Personen können die Räume betreten und das Fahrrad ist gesichert.

Erweiterter Versicherungsschutz für Fahrräder

Bei einer Hausratversicherung können Sie Ihr Fahrrad häufig durch Zusatzbausteine auch in weiteren Fällen gegen Diebstahl absichern. Das lohnt sich besonders, wenn Sie Ihr Fahrrad nicht in abschließbaren Kellerräumen oder der Wohnung aufbewahren können. Erweitern Sie den Versicherungsschutz, gilt dieser auch außerhalb des Versicherungsortes. Somit ist Ihr Rad auch versichert, wenn Sie es abgeschlossen zum Beispiel vor einem Geschäft in der Stadt abstellen. Wie umfassend der Versicherungsschutz im Einzelnen ist, hängt vom Versicherer ab.

Info

Bei einigen Versicherungen greift die sogenannte Nachtzeitklausel. Diese besagt, dass der zusätzliche Versicherungsschutz für Fahrraddiebstahl nur zwischen 6 und 22 Uhr gilt, es sei denn, das Rad wird in diesem Zeitraum genutzt.

Fahrräder aller im Haushalt lebenden Personen sind versichert

Ein besonderer Vorteil der Hausratversicherung: Der Hausrat aller im Haushalt lebenden Personen ist versichert. Somit ist nicht nur das Fahrrad des Versicherungsnehmers gegen Diebstahl versichert, sondern auch die Räder anderer Familienmitglieder.

Sichern Sie Ihr Fahrrad umfassend mit einer Hausratversicherung ab

Bei der Hausratversicherung von CosmosDirekt besteht der Versicherungsschutz auch bei Schäden durch Diebstahl außerhalb des Versicherungsortes, wenn das Fahrrad zur Zeit des Diebstahls nachweislich durch ein Schloss gesichert war – und das rund um die Uhr. Im Basis-Schutz sind Fahrräder bis zu einem Prozent und im Comfort-Schutz bis zu zwei Prozent der Höchstentschädigungsleistung der Hausratversicherung versichert. Bei einer Versicherungssumme von 50.000 Euro ist ein Fahrrad somit bis zu einem Wert von 500 Euro bzw. 1.000 Euro gegen Diebstahl versichert.


Welche Nachteile hat die Hausratversicherung beim Fahrraddiebstahl?

Versicherungsschutz gilt nur unter gewissen Voraussetzungen

Der Versicherungsschutz im Rahmen der Hausratversicherung gilt bei Fahrraddiebstählen nur unter gewissen Bedingungen. Wie bereits erwähnt, ist es wichtig, dass das Fahrrad immer ausreichend mechanisch gesichert wird und in Räumlichkeiten verwahrt wird, die nur einem kleinen Personenkreis zugänglich sind.

Stellen Sie Ihr Fahrrad zum Beispiel im Innenhof Ihres Mietshauses ab und sichern es nicht zusätzlich, übernimmt die Versicherung nicht den entstandenen Schaden, wenn das Fahrrad gestohlen wird. Damit Sie im Zweifelsfall nicht auf den Kosten für ein neues Fahrrad sitzen bleiben, sollten Sie sich genau über die Versicherungsbedingungen Ihrer Hausratversicherung in Bezug auf Fahrraddiebstahl informieren.

Fahrraddiebstähle unterliegen Entschädigungsgrenzen

Auch wenn die Hausratversicherung einen Basisschutz gegen Diebstahl bietet, sind Fahrräder im Gegensatz zu einem Großteil des übrigen Hausrates nicht zum Wiederbeschaffungswert versichert. Meist sind sie zu einem bestimmten Teil der Versicherungssumme abgesichert.

Ob die Entschädigungsgrenze von meist einem Prozent der Versicherungssumme ein Nachteil ist, hängt vor allem von dem Gesamtwert Ihres Fahrrads ab. Bei älteren oder gebrauchten Modellen deckt die Versicherung bei einem Diebstahl meist den Gesamtwert. Besitzen Sie jedoch ein hochwertigeres Rad, empfiehlt es sich, anhand des Kaufpreises und der Versicherungssumme zu ermitteln, ob eine Erweiterung der Hausratversicherung lohnenswert ist. Durch einen Tarifwechsel können Sie zum Beispiel die Höchstentschädigungsleistung von einem auf zwei Prozent anheben. Bei einer Versicherungssumme von 50.000 Euro macht sich das durchaus bemerkbar. Die Absicherung würde sich von 500 auf 1.000 Euro erhöhen.

Zusätzlicher Kostenfaktor

Der Abschluss einer Hausratversicherung ist mit zusätzlichen Kosten verbunden. Bedenken Sie jedoch, dass Sie mit der Versicherung nicht nur Ihr Fahrrad absichern, sondern auch Ihren gesamten Hausrat und den Ihrer Familie. Auf den Monat gerechnet, ist die finanzielle Zusatzbelastung zudem vergleichsweise gering:

Für eine 70 Quadratmeter große Wohnung in Saarbrücken können Sie Ihren Besitz bereits ab unter 50 Euro pro Jahr umfassend versichern – inklusive der Absicherung gegen Fahrraddiebstahl. Umgerechnet auf den Monat sind das weniger als fünf Euro.

Wann lohnt sich eine spezielle Fahrradversicherung?

Für besonders hochwertige und teure Räder lohnt es sich gegebenenfalls, eine spezielle Fahrradversicherung gegen Diebstahl abzuschließen. Diese wird in der Regel in zwei verschiedenen Tarifvarianten angeboten:

  • Teilkaskotarif
    Der Basisschutz umfasst meist einen Fahrrad-Diebstahlschutz und ist vergleichbar mit den Leistungen der Hausratversicherung.
  • Vollkaskotarif
    Der leistungsstärkere Tarif greift nicht nur bei Fahrraddiebstahl, die Versicherung enthält auch einen Reparaturschutz und übernimmt auch andere Schadenkosten, die zum Beispiel auf Vandalismus oder Stürze zurückzuführen sind.

Die Kosten für eine Fahrrad-Teil- bzw. Vollkaskoversicherung sind nicht unerheblich. Um ein Fahrrad mit einem Wert von 2.000 Euro Vollkasko zu versichern, kostet die Versicherung mehr als 200 Euro pro Jahr.


Ihr Fahrrad wurde gestohlen? So verhalten Sie sich richtig

Wurde Ihr Fahrrad gestohlen, sollten Sie zuerst einmal die Ruhe bewahren. Es ist wichtig, dass Sie schnell und überlegt handeln. Damit erhöhen Sie die Chance, dass der Fahrraddiebstahl aufgeklärt wird und gefährden Ihren Versicherungsschutz nicht unnötig. Gehen Sie wie folgt vor:

  1. Kontaktieren Sie die Polizei
    Einen Fahrraddiebstahl sollten Sie umgehend melden und bei der Polizei zur Anzeige bringen. Sie benötigen eine ausführliche Beschreibung des Fahrrads und aller gestohlenen Komponenten. Eine Codierung beschleunigt die Ermittlungen enorm und erhöht zudem die Erfolgschancen.
  2. Kontaktieren Sie Ihre Versicherung
    Nachdem Sie die Polizei informiert haben, sollten Sie den Fahrraddiebstahl bei Ihrer Versicherung melden. Tun Sie dies so schnell wie möglich, anderenfalls besteht die Gefahr, dass der Versicherer die Leistungen kürzt oder gar verweigert.
  3. Werden Sie mobil
    Es gibt verschiedene Internetseiten, die bei der privaten Suche nach einem gestohlenen Fahrrad behilflich sein können. Zusätzlich können Sie die nähere Umgebung sowie einschlägige Ort wie die Bahnhofsregion im Auge behalten. Unter Umständen hat der Dieb Ihr Rad nur für eine kurze Strecke genutzt und dann dort abgestellt.
Info

Wichtige Tipps zum Schutz gegen Fahrraddiebstahl
Das Faltblatt der Polizei enthält wichtige Informationen zur wirksamen Sicherung und Identifizierung des Fahrrads. Es werden Empfehlungen zur Auswahl des Fahrradschlosses, zum Führen eines Fahrradpasses, zur Codierung oder sonstigen Kennzeichnung eines Fahrrads sowie zur Sicherung einzelner Fahrradteile gegeben. Zudem ist ein Fahrradpass, der herausgetrennt werden kann, enthalten.

  • www.polizei-beratung.de/medienangebot/medienangebot-details/detail/25-108.html#sthash.x7nfUo8u.dpuf


Fazit: Eine doppelte Absicherung gegen Fahrraddiebstähle kann sich lohnen

Ob gebraucht, Mittelklasse oder Luxusbike – Sie sollten Ihr Fahrrad immer ausreichend ab- und anschließen. Mit einer entsprechenden Sicherung erschweren Sie Dieben ihr Vorhaben, und diese hat auch präventiv eine abschreckende Wirkung. Damit Sie im Zweifelsfall nicht auf den Kosten eines Fahrraddiebstahls sitzen bleiben, ist zudem eine Versicherung zu empfehlen. Für herkömmliche Räder ist in der Regel eine Ausweitung der Hausratversicherung ausreichend. Spezielle Fahrrad-Vollkaskoversicherungen lohnen sich nur bei besonders teuren und hochwertigen Rädern.


Fahrradversicherung

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