Fahrradversicherung oder Hausratversicherung?

So finden Sie den richtigen Schutz für Ihr Rad


Haus­rat­ver­si­che­rung mit Fahr­rad­versicherung

  • Fahrraddiebstahl absichern
  • Rund um die Uhr auch außerhalb der versicherten Wohnung
  • Flexibel wählbar von 500 Euro bis 10.000 Euro

Die modernen Bikes setzen Trends, werden immer raffinierter, technisch anspruchsvoller und wertvoller. Grund genug, das teure Fahrrad gegen Diebstahl, Vandalismus, Teilediebstahl und weitere Schäden möglichst umfassend abzusichern.

Teilweise reicht hierzu sogar eine Hausratversicherung aus. Eine teurere Fahrradversicherung mit Vollkaskoschutz schützt hingegen um­fassen­der. In unserem Artikel erfahren Sie, welche Variante für wen sinnvoll ist.

Die Ratgeber bieten allgemeine Informationen. Produktdetails finden Sie hier.

Produktinformationen
Diese Begriffe sollten Sie kennen
Begriff
Erklä­rung
E-Bike
(Elektrofahrrad)
Fahrrad mit Elektromotor, der bei Bedarf per Hebel, Knopf oder Drehgriff zugeschaltet wird. In drei Kategorien erhältlich: bis 20 km/h (Leichtmofa), bis 25 km/h (Mofa) und bis 45 km/h (Kleinkraftrad). Versicherungskennzeichen und Mofa-Führerschein erforderlich.
Pedelec
(Pedal Electric Cycle)
Mit einer Unterstützung beim Treten bis maximal 25 km/h und einer Nenndauerleistung des Motors von 250 Watt gelten Pedelecs als Fahrrad. Dementsprechend sind weder eine Zulassung, ein Helm oder ein Führerschein nötig. Einige Modelle verfügen über eine Anfahrhilfe bis 6 km/h – d.h. bis zu dieser Geschwindigkeit ist kein eigener Krafteinsatz nötig. Auch diese Modelle gelten als Fahrräder.
S-Pedelec
(schnelle Klasse)

Pedelec mit einem bis zu 500 Watt starken Motor, bei dem die Motorunterstützung erst ab 45 km/h abgeschaltet wird. Gilt rechtlich als Kleinkraftrad. Versicherungskennzeichen, Mofa-Führerschein und geeigneter Schutzhelm sind erforderlich.


Was ist eine Fahr­rad­ver­si­che­rung?

Eine Fahrradversicherung mit Vollkaskoschutz sichert Sie finanziell gegen Risiken wie Fahrraddiebstahl, Teileklau, Vandalismus und verschiedene Elementarschäden ab – wie eine Kasko­versicherung beim Auto. Sie reduziert die Kosten für eine Neuanschaffung nach Diebstahl oder Totalschaden und deckt meist Reparaturkosten ab, die zum Beispiel durch Unfälle, Stürze oder Pannen am Rad entstehen – häufig auch dann, wenn diese selbstverschuldet sind. Je mehr Risiken abgesichert sind, desto höher ist für gewöhnlich auch der zu zahlende Versicherungsbeitrag. Eine Fahrradversicherung lohnt sich deshalb vor allem für hochwertige Räder.

Wie berechnet sich der Beitrag?

Die Beitragshöhe richtet sich, je nach Tarif und Anbieter, entweder nach der Höhe der gewünschten Versicherungssumme, die Sie selbst festlegen, oder nach dem Wert, Typ und Alter Ihres Fahrrads. Auch der Wohnort beeinflusst eventuell die Höhe Ihrer Beiträge. Denn einige Versicherer gleichen den Wohnort mit den Diebstahlstatistiken der Polizei ab, um das Risiko zu bestimmen: Je höher das statistische Risiko an einem Ort, desto höher ist auch der Beitrag. Etwas teurer dürfte eine solche Versicherung demnach in Leipzig sein. Dort wurden 2019 deutschlandweit die meisten Fahrräder geklaut (1.700 je 100.000 Einwohner. Auf Platz zwei und drei folgen Göttingen (1.444) und Münster (1.374).

Tipp

Nicht immer ist es sinnvoll, die Versicherungssumme so hoch zu wählen, dass sie dem Kaufpreis eines Fahrrads entspricht, denn je teurer das Rad, desto höher ist auch der Versicherungsbeitrag. Entscheiden Sie sich für eine niedrigere Versicherungssumme, reduziert sich der Beitrag. Im Schadenfall erhalten Sie dann natürlich weniger Geld. Hier gilt es, individuell eine sinnvolle Balance zu finden.

Erwei­terte Haus­rat­ver­si­che­rung als güns­tige Alter­na­tive?

Kommt es Ihnen vor allem auf einen Schutz vor Diebstahl an, gibt es eine günstige Alternative, die sich insbesondere für weniger hochwertige Fahrräder lohnt, dafür aber gleich alle Fahrräder eines Haushalts einschließt: Eine Hausratversicherung lässt sich meist für einen kleinen Aufpreis erweitern und schützt dann nicht nur den kompletten Hausrat im Wohnraum, sondern sichert Ihre Fahrräder gegen Diebstahl ab – auch auf der Straße. Wenn Sie sich für eine Fahrradversicherung mit Kaskoschutz entscheiden, müssen Sie hingegen für jedes Fahrrad einzeln eine entsprechende Versicherung abschließen. Das kann die Kosten deutlich in die Höhe treiben.

Hinweis

Ob Fahrradversicherung mit Kaskoschutz oder erweiterte Hausratversicherung – in beiden Fällen gilt: Leistungsumfang und Konditionen variieren je nach Tarif und Anbieter. Vergleichen Sie stets die Angebote und prüfen Sie vor Vertragsschluss, ob alle für Sie relevanten Leistungen enthalten sind.


Wann ist eine Fahr­rad­ver­si­che­rung sinn­voll?

Leider sind Fahrräder ein beliebtes Diebesgut, und einer großen Anzahl von Diebstählen steht eine niedrige Aufklärungsrate (rund 10 Prozent) gegenüber. Hinzu kommt eine hohe Dunkelziffer, denn viele Diebstähle werden gar nicht erst zur Anzeige gebracht.

Ein Fahrrad abzusichern ist sinnvoll, wenn es einen hohen finanziellen Wert hat, häufig genutzt wird und versicherbaren Risiken ausgesetzt ist. Für jede Vorliebe und fast jeden Untergrund gibt es das passende Zweirad, und viele Deutsche kaufen ganz bewusst hochwertige und teure Fahrräder, die es gut abzusichern gilt – heute mehr denn je.


Schützt eine Basis-Haus­rat­ver­si­che­rung das Rad?

Grundsätzlich zählen auch Fahrräder zum beweglichen Teil des Hausrats. Die Basis-Tarife einer Hausratversicherung bieten daher eine grundlegende Absicherung – und das für alle Fahrräder, die Teil eines Haushalts sind. Allerdings beschränkt sich dieser Basis-Schutz auf einen Einbruchdiebstahl aus verschlossenen Räumen der Wohnung oder des Hauses, die im Versicherungsschein aufgeführt sind: Das sind neben dem Wohnraum selbst zum Beispiel Keller, Abstellkammern oder Garagen. Außerdem muss das Fahrrad üblicherweise mit einem geeigneten Fahrradschloss gesichert sein. Das Fahrrad muss aber nicht unbedingt gestohlen werden. Die Hausratversicherung deckt bei Einbruch auch Vandalismusschäden ab. Damit greift sie auch, wenn ein Einbrecher mutwillig das im Keller gelagerte Fahrrad demoliert.

Was bringt ein erweiterter Versicherungsschutz?

Die meisten Fahrräder werden auf offener Straße gestohlen, selbst wenn sie vermeintlich sicher angeschlossen sind. Wie eingangs aufgeführt, lässt sich meist der Schutz einer Hausratversicherung bequem erweitern, indem Sie eine Zusatzoption zur Fahrradversicherung („Fahrradklausel“) hinzubuchen. Damit sichern Sie Ihr Fahrrad auch außerhalb der im Versicherungsschein aufgeführten Orte (Wohnung, Keller etc.) gegen einen Diebstahl ab. Auch hier muss ein abgestelltes Fahrrad natürlich durch ein Fahrradschloss gesichert sein. Reicht ein Diebstahlschutz für Sie aus, sind Sie mit einer Hausratversicherung mit Fahrradklausel oft schon auf der sicheren Seite.


Fahr­rad­ver­si­che­rung mit Kasko­schutz

Ein weitergehender Schutz, zum Beispiel gegen Beschädigung, Teilediebstahl, verschiedene Elementarschäden und Vandalismus, gilt trotz Fahrradklausel in der Hausratversicherung aber weiterhin meist nur an den zuvor genannten, im Versicherungsschein aufgeführten Orten (Wohnung, Keller etc.). Damit ein solcher Schutz auch auf der Straße besteht, muss in der Regel eine spezielle Fahrradversicherung mit Kaskoschutz her. Aufgrund der erweiterten Risiken, die abgesichert werden, fallen die Beiträge höher aus.

Die Hausratversicherung kommt für fest verbaute Teile in der Regel nur dann auf, wenn diese zusammen mit dem Fahrrad entwendet werden. Doch häufig wird nicht das ganze Rad entwendet, sondern nur ausgewählte Teile. Insbesondere bei Pedelecs und E-Bikes ist die Gefahr groß: Besonders gern wird der teure Akku gestohlen. Wer sich gegen Teilediebstahl am Rad und mehr absichern will, sollte sich also für eine Fahrradversicherung mit Kaskoschutz entscheiden.

Wie hoch ist die Entschä­di­gung in der Fahr­rad­ver­si­che­rung?

Einige Anbieter entschädigen bis zur Höhe des Zeitwerts. Manche erstatten innerhalb einer bestimmten Frist nach dem Kauf des Rads auch den Neuwert. Das ist der Betrag, den ein vergleichbares Rad im Neuzustand kostet. Ein genauer Blick in die Versicherungskonditionen kann sich also lohnen. Ebenfalls wichtig: Oft ist die Versicherungssumme, bis zu der die Fahrradversicherung abgeschlossen werden kann, begrenzt. Sie liegt meist zwischen 4.000 und 5.000 Euro. Hat Ihr Fahrrad mehr gekostet, können Sie es nicht versichern. Zudem ist eine Entschädigung bei Schäden durch die Teilnahme an Radrennen und Radsportveranstaltungen in der Regel ausgeschlossen. Die Kosten für eine Fahrradversicherung können nach Angaben der Verbraucherzentrale für ein Fahrrad mit einem Neupreis von ca. 1.000 Euro zwischen etwa 100 und 220 Euro pro Jahr betragen.

Wie hoch ist die Entschä­di­gung in der Haus­rat­ver­si­che­rung?

Viele Hausratversicherungen entschädigen bei Diebstahl und Vandalismus zum Neuwert. Das bedeutet, dass Sie sich von der Versicherungssumme ein neues gleichwertiges Rad kaufen können. Muss Ihr Fahrrad nach Beschädigung repariert werden, werden die Kosten übernommen – allerdings ebenfalls nur bis zum Neuwert. Die Entschädigungsgrenzen für gestohlene Fahrräder unterscheiden sich je nach Versicherung und Tarif: 1 bis 2 Prozent der in der Hausratversicherung vereinbarten Versicherungssumme sind üblich. Bei einer Versicherungssumme von beispielsweise 60.000 Euro in der Hausratversicherung werden demnach zwischen 600 und 1.200 Euro für ein gestohlenes Fahrrad ersetzt.


Wann Fahr­rad­ver­si­che­rung und wann Haus­rat­ver­si­che­rung?

Wie so oft entscheidet darüber Ihr persönlicher Bedarf. Der Wert des Fahrrads ist dabei ebenso zu berücksichtigen wie die Risiken, denen es ausgesetzt ist. Die Fragen, die Sie sich stellen sollten, sind:

  • Wie oft nutzen Sie Ihr Fahrrad und wie intensiv?
  • Wo nutzen Sie es? Wo stellen Sie es ab?
  • Wie hoch soll die Versicherungssumme sein?
  • Wie hoch die maximale Beitragshöhe?
Vor- und Nachteile einer Hausratversicherung mit Fahrradklausel
Vorteile
Nachteile
  • Oft günstiger als eine Fahrrad­versicherung mit Kasko­schutz.
  • Oft geringere Ver­sicherungs­summen im Ver­gleich zur Fahr­rad­ver­sicherung.
  • Erstattung meist am Neu­wert orientiert.
  • Teileklau allein meist nicht mitversichert.
  • Alle Fahrräder eines Haus­halts mit­ver­sichert – keine Police für jedes Rad nötig.
  • Vandalismus und Elemen­tar­schäden im öffentlichen Raum nicht mit­ver­sichert.
  • Der gesamte Haus­rat ist ver­sichert.
Vor- und Nachteile einer Fahrradversicherung mit Kaskoschutz
Vorteile
Nachteile
  • Höhere Entschädigung. Für teure Fahr­räder geeignet.
  • Oft teurer als eine erweiterte Hausrat­ver­sicherung.
  • Erstattung meist am Neu­wert orientiert.
  • Teilweise wird nur der Zeit­wert anstatt des Neu­werts erstattet.
  • Vandalismus­schäden sind abgesichert
  • Jedes Fahr­rad ist separat zu versichern.
  • Unfall- und Sturz­schäden sind abgesichert.
  • Schäden durch Radsportveranstaltungen meist ausgeschlossen.
  • Übernahme von Reparatur­kosten nach selbst­ver­schuldetem Unfall.

E-Bike versi­chern

E-Bike ist nicht gleich E-Bike! Pedelecs ohne Kennzeichenpflicht werden ebenfalls oft E-Bikes genannt, zählen aber zu den Fahrrädern. E-Bikes und S-Pedelecs sind hingegen Kleinkrafträder und als solche Kfz-versicherungspflichtig.

Haft­pflicht­ver­si­che­rungen für Elek­tro­fahr­räder

Eine Kfz-Haftpflichtversicherung ist Voraussetzung für eine Zulassung von S-Pedelecs und E-Bikes.

Kasko­ver­si­che­rung für Elek­tro­fahr­räder

Der Kauf eines E-Bikes ist mit hohen Kosten verbunden. Bei Neupreisen ab circa 1.000 Euro für einfache bis zu 10.000 Euro und mehr für Hightech-E-Bikes lohnt sich auch eine zusätzliche Kaskoversicherung. Dabei sind wichtige Komponenten wie Motor und Fahrrad-Akku abgesichert. Das ist durchaus von Vorteil, denn der Akku allein hat einen Wert von 250 bis 800 Euro. Neben dem erweiterten Diebstahlschutz sichern spezielle E-Bike-Versicherungen nicht nur Unfall-, Pannen- oder Sturzschäden ab, bei einigen Anbietern besteht auch ein sogenannter Technikschutz, der bei defekten Akkus oder Elektronikschäden am E-Bike greift.

Tipp

Für Pedelecs, die als Fahrräder gelten und nicht als Kleinkrafträder versicherungspflichtig sind, ist aber eine private Haftpflichtversicherung empfehlenswert, da durch die Beschleunigung per Elektromotor ggf. ein erhöhtes Unfallrisiko besteht. Mehr zum Thema Schadenersatzforderungen lesen Sie in unserem Ratgeber Haftpflichtversicherung.


Unfall- und Haft­pflicht­ver­si­che­rung für Radfahrer

Wer viel mit dem Fahrrad unterwegs ist, sollte neben seinem Rad auch sich selbst gegen Risiken absichern. Denn gerade im Stadtverkehr ergeben sich immer wieder brenzlige Situationen: Lkws kreuzen abrupt den Radweg und zwingen Radfahrer zu Ausweichmanövern oder einer Notbremsung. Autofahrer öffnen plötzlich die Autotür, sodass man mit dem Fahrrad ausweichen muss. Fußgänger laufen unvermittelt auf die Straße und übersehen das Rad. Die private Haftpflichtversicherung springt ein, wenn Sie anderen Verkehrsteilnehmern einen Schaden zufügen. Mit einer privaten Unfallversicherung können Sie die Lücke zur gesetzlichen Unfallversicherung schließen, denn diese übernimmt nicht die Kosten für Unfälle in der Freizeit.


Was ist eine Nacht­zeit­klausel?

Einige Anbieter schränken den Versicherungsschutz für Fahrräder ein. In den Versicherungsbedingungen werden etwa Vorgaben zu Fahrradschlössern bestimmter Hersteller gemacht. Die sogenannte „Nachtzeitklausel“ gehört ebenfalls zu diesen Einschränkungen, ist aber vor allem bei älteren Verträgen relevant. Ist sie Teil des Vertrags, wird der Wert eines Rades nur erstattet, wenn es tagsüber gestohlen wurde. Nachts, zwischen 22 und 6 Uhr bestünde demnach kein Versicherungsschutz. Ausnahme: Der Eigentümer kann nachweisen, dass er das Fahrrad während dieser Zeit genutzt hat. Da dieser Nachweis nur schwer zu erbringen ist, ist die Nachtzeitklausel heute aus den meisten Verträgen verschwunden. Lesen Sie die Vertragsbedingungen dennoch aufmerksam, denn schlimmstenfalls besteht sonst nachts kein Versicherungsschutz.


Was tun bei Dieb­stahl und im Scha­den­fall?

Melden Sie einen Fahrraddiebstahl unverzüglich bei der Polizei und geben Sie Marke, Farbe und Rahmennummer Ihres Fahrrads an. Von der Polizei erhalten Sie ein Aktenzeichen zur Diebstahlsanzeige. Dieses benötigen Sie üblicherweise auch für die Schadensmeldung bei der Versicherung, der Sie den Schaden anschließend melden. Der Versicherer prüft dann Ihre Meldung und reguliert den Schaden meist innerhalb von 14 Tagen.

Im Schadenfall melden Sie sich ebenfalls umgehend bei der Versicherung und tragen – soweit möglich – dafür Sorge, dass sich der Schaden nicht weiter vergrößert und somit die Kosten steigen. Da die Rechnung als Beleg für den Kaufpreis gilt, bewahren Sie diese am besten zusammen mit dem Versicherungsschein auf. So können Sie der Versicherung im Schadenfall schnell die notwendigen Unterlagen schicken.


Fahrrad-Schutz­brief für Radwan­derer

Radwanderer und Radfahrer, die längere Touren unternehmen, können einen sogenannten Fahrrad-Schutzbrief abschließen. Auch hier sind die Konditionen im Prinzip vergleichbar mit denen von Schutzbriefen, die für Autofahrer angeboten werden. Die Leistungen dienen dazu, die Reise nach einem Unfall oder einem Diebstahl fortzusetzen oder ohne weitere eigene Kosten heimzukehren.

Zentraler Bestandteil ist die Pannenhilfe. Daher werden zum Beispiel die Kosten für einen Transport in die nächste Werkstatt übernommen. Oder es besteht die Möglichkeit, ein Mietfahrrad für eine begrenzte Zeit – in der Regel maximal eine bis zwei Wochen – kostenfrei zu nutzen.

Müssen Ersatzteile (ins Ausland) bestellt werden, bezahlt der Fahrrad-Schutzbrief Anbieter die Versand- und gegebenenfalls die Zollkosten. Auch der Rücktransport von Fahrer und Rad nach einem Sturz im Ausland wird in der Regel übernommen.

Wichtig: Der Geltungsbereich des Schutzbriefes ist meistens auf Europa samt Mittelmeer-Anrainerstaaten begrenzt.


Nicht alle Fahrräder werden versichert

Das Angebot an Fahrradversicherungen wird durch verschiedene Faktoren beeinflusst. Unter anderem kann das Alter des Rads eine Rolle spielen. Viele Anbieter staffeln danach die Entschädigung. Ab fünf Jahren gibt es beispielsweise nur noch die Hälfte des Kaufpreises. Auch der Kaufpreis kann beim Abschluss einer Versicherung zum Ausschlusskriterium werden. Mitunter darf ein bestimmter Kaufpreis nicht unterschritten werden. Für Besitzer von E-Bikes gilt: Gebrauchte Räder erhalten nicht überall Versicherungsschutz.


Fazit

Mit einer Hausratversicherung mit Fahrradklausel sichern Sie alle Fahrräder Ihres Haushalts kostengünstig gegen Diebstahl im Haushalt und auf der Straße ab. Meist gelten niedrigere Entschädigungsgrenzen, jedoch profitieren Sie von günstigeren Beiträgen.

Je wertvoller das Rad und je öfter es in Gebrauch ist, desto eher lohnt sich neben einem Diebstahlschutz auch eine Absicherung gegen Beschädigung, Teileklau, Vandalismus und weitere Risiken. Mit einer Fahrradversicherung mit Kaskoschutz treffen Sie dann eine gute Wahl. Diese erstattet zwar meist nicht den Neuwert, sondern nur den Zeitwert. Außerdem umfassen Fahrradversicherungen je nach Versicherer und Tarif häufig weitere Leistungen, zum Beispiel eine Pannenhilfe oder eine Übernahme von Reparaturkosten nach Stürzen oder Unfällen.


Welche Ratgeber zur Hausratver­si­che­rung sind zudem inter­es­sant?

Haus­rat­ver­si­che­rung mit Fahr­rad­versicherung

  • Fahrraddiebstahl absichern
  • Rund um die Uhr auch außerhalb der versicherten Wohnung
  • Flexibel wählbar von 500 Euro bis 10.000 Euro