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Was ist eine Unfallversicherung?

Was ist eine private Unfallversicherung?

Ein Unfall passiert schnell: man fällt von der Leiter, rutscht auf einer Treppe aus oder schlägt mit dem Kopf gegen eine Tür. Während Unfälle auf dem Arbeitsweg durch die gesetzliche Unfallversicherung abgesichert sind, kann man sich gegen Unfälle in der Freizeit nur mit einer privaten Unfallversicherung absichern.

Im folgenden Artikel erfahren Sie, was eine Unfall­ver­sicherung ist, welche Leistungen sie enthält und worauf Sie beim Abschluss einer privaten Unfallversicherung achten müssen.

Diese Versicherungsbegriffe tauchen im Artikel auf
Begriff
Erklärung
VersicherungsnehmerSchließt mit dem Versicherungsunternehmen den Versicherungsvertrag ab. Er zahlt die Versicherungsbeiträge und hat daraufhin Anspruch auf die vereinbarten Leistungen.
VersicherungspoliceUrkunde über den Versicherungsvertrag, kann aber auch den Versicherungsvertrag selbst meinen.

Die Rafting-Tour war lange geplant. Die Gruppe aus vier Herren und einer Dame hatte Glück: Am Wochenende gab es viel Sonnenschein. Ideale Voraussetzungen, um im Schlauchboot das wilde Wasser des Bergflusses zu befahren. Die Sicherheitsvorkehrungen waren umfassend, die Sicherheits­belehrungen gründlich und eindringlich. Die erste Stromschnelle nahmen die fünf Hobby-Rafter samt Begleiter noch lässig in Angriff, die zweite und dritte auch. Doch bei der vierten Kaskade ereignete sich das Unglück: Das Boot kenterte, alle Insassen wurden herausgeschleudert. Der Tour-Guide und vier Insassen konnten ans Ufer schwimmen, nicht jedoch der sechste: Sein Fuß blieb zwischen zwei scharfen Felsen stecken. Unmöglich, sich aus eigener Kraft zu befreien. Erst nach einer halben Stunde konnte ihn die herbeigerufene Bergwacht aus dem Wasser holen und ins Krankenhaus bringen. Für seinen Fuß kam indes die Rettung zu spät: Er musste in einer aufwendigen Operation amputiert werden.


Warum sollte ich eine private Unfallversicherung abschließen?

Eine Unfallversicherung trägt die Kosten, wenn Sie nach einem Unfall für längere Zeit nicht oder nur eingeschränkt für Ihren Lebensunterhalt sorgen können. Dabei gilt es zu unterscheiden: Für Unfälle auf dem Weg zur Arbeit und zurück ist die gesetzliche Unfallversicherung zuständig. Sie greift aber nicht bei Unfällen, die in der Freizeit passieren. Dauerhafte Verletzung infolge von sportlichen Aktivitäten oder Hobbys sind nicht versichert. Dafür müssen Sie eine private Unfallversicherung abschließen.

Wie die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) angibt, passieren über 70 Prozent aller Unfälle in der Freizeit. Nicht jeder ist aber gleichermaßen betroffen: Je nach Lebenssituation und Lebensstil kann das Risiko, in der Freizeit einen Unfall mit schweren Folgen zu erleiden, unterschiedlich hoch ausfallen. Daher gilt es, statistische Wahrscheinlichkeiten und individuelle Risiko-Faktoren gegeneinander abzuwägen. Wenn Sie beispielsweise der Versorger Ihrer Familie sind, sollten Sie sich darüber Gedanken machen, welche finanziellen Folgen für Sie und Ihre Familienmitglieder bei einem längeren Ausfall drohen.


Wer benötigt eine private Unfallversicherung?

  • Angestellte sind nur während der Arbeitszeit und auf dem direkten Hin- und Rückweg gesetzlich unfallversichert. Nur mit einer privaten Unfallversicherung sind Angestellte auch in der Freizeit abgesichert - weltweit und 24 Stunden am Tag.
  • Hausfrauen/Hausmänner erhalten keine Leistungen von der gesetzlichen Unfallversicherung. Aber gerade im Haushalt lauern zahlreiche Gefahren. Für Hausfrauen und Hausmänner ist es daher besonders wichtig, sich mit einer privaten Unfallversicherung zu schützen.
  • Selbstständige und Freiberufler sind ebenfalls nicht in der gesetzlichen Unfallversicherung versichert. Nur die private Unfallversicherung bietet die Möglichkeit, einen Unfallschutz zu erhalten.
  • Kinder tragen ebenfalls ein höheres Risiko. Kinder, die noch nicht im Kindergarten sind, haben keinen gesetzlichen Unfallschutz. Zudem sind die Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung zu gering. Die private Unfallversicherung ist daher der richtige Weg zur umfassenden Absicherung.

Was genau ist unter einem Unfall zu verstehen?

Ob Sturz, Stoß oder Schlag: Viele Ereignisse haben einen negativen Einfluss auf die eigene Gesundheit. Damit die Unfallversicherung leistet, muss es sich um einen Unfall handeln.

Definition Unfall

„Ein Unfall liegt vor, wenn die versicherte Person durch ein plötzlich von außen auf ihren Körper wirkendes Ereignis (Unfallereignis) unfreiwillig eine Gesundheitsschädigung erleidet.“

Jedes einzelne Merkmal ist dabei von Bedeutung:
  • Plötzlich. Das Ereignis ist in einem kurzen Zeitraum eingetreten. Führte eine längere Vorgeschichte zur Schädigung, gilt dies nicht als Unfall.
  • Von außen auf den Körper wirkend. Es wirken mechanische, chemische, thermische oder elektrische Kräfte auf den Körper ein. Hierzu zählen auch Eigenbewegungen und unbeabsichtigte Stürze. Hat der Unfall eine organische Ursache, beispielsweise ein Herzinfarkt oder Schlaganfall, dann ist dies kein Unfall.
  • Ereignis. Damit ist entweder menschliches Handeln gemeint (Stoßen, Schlagen, Fallen) oder eine Naturkraft (Wind, Feuer, Eis).
  • Durch. Es gilt das Prinzip der Kausalität. Das Ereignis führt unmittelbar zur Beeinträchtigung der Gesundheit.
  • Unfreiwillig. Dieses Merkmal bezieht sich auf die Schädigung, nicht auf das Ereignis. Dadurch werden Selbstverstümmelung oder Selbstmord ausgeschlossen, nicht aber Verletzungen aufgrund von Notwehr, Rettungseinsätzen oder fahrlässigem Handeln
  • Gesundheitsschäden. Es geht allein um die Beeinträchtigungen der körperlichen Unversehrtheit, die ärztlich festgestellt werden muss. Psychische Störungen sind bei der Unfallversicherung ausgeschlossen. Ebenso alle Sachschäden, die im Zusammenhang mit dem Unfall stehen.
Tipp

Bei CosmosDirekt sind Unfälle durch Herzinfarkt, Schlaganfall und verordnete Medikamente bei der Unfallversicherung miteingeschlossen.


Unfallversicherung konkret: Welche Leistungen sind enthalten?

Im Fall von Invalidität oder im Todesfall des Versicherten entstehen Ansprüche, die von der Unfallversicherung mit der vereinbarten Leistung übernommen werden. Die finanzielle Hilfe wird dann an Sie oder Ihre Hinterbliebenen ausgezahlt. Die Invaliditätsleistung ist in der Unfallversicherung die wichtigste Leistung. Daher sollte diese möglichst hoch angesetzt werden. Nur so können dann die anfallenden Kosten gedeckt werden:

  • Für den behindertengerechten Umbau von Haus oder Wohnung beziehungsweise Auto
  • Um den Lohnausfall auszugleichen, der durch den Unfall entstanden ist.
  • Für eine Haushaltshilfe oder eine Kinderbetreuung zur Entlastung der Eltern.
  • Für zusätzliche Therapien oder Medikamente, die weder von Ihrer Krankenkasse noch von der Rentenversicherung getragen werden.

Doch nicht nach jedem Unfall wird die maximale Versicherungssumme ausgezahlt. Wie viel Geld Sie bekommen, richtet sich nach der Gliedertaxe.

Gliedertaxe

Die Gliedertaxe setzt die Beeinträchtigung oder Verlust eines bestimmten Körperteils in Relation zur vereinbarten Versicherungssumme indem ein Invaliditätssatz ermittelt wird. Je wichtiger ein Körperteil ist, desto höher auch der veranschlagte Prozentsatz. Das bedeutet, dass Sie für den Verlust eines Fußes mehr Geld bekommen als beim Verlust des Ringfingers. Dieser Wert wird übrigens auch bei einer unfallbedingten Gebrauchsunfähigkeit gezahlt, also wenn Sie nach einem Unfall einen teilweisen Hörverlust erleiden.

Körperteil (Verlust / völlige Funktionsunfähigkeit)
Invaliditätsgrad (in Prozent)
Arm70
Arm bis oberhalb des Ellenbogengelenks65
Arm unterhalb des Ellenbogengelenks60
Hand55
Daumen20
Zeigefinger10
anderer Finger5
Bein über der Mitte des Oberschenkels70
Bein bis zur Mitte des Oberschenkels60
Bein bis unterhalb des Knies50
Bein bis zur Mitte des Unterschenkels45
Fuß40
große Zehe5
andere Zehe2
Sehkraft eines Auges50
Gehör auf einem Ohr30
Geruchsinn10
Geschmacksinn5
Niere20
Funktionsverlust der Nieren100
Milz10
  • Quelle: Auszug aus den Versicherungsbedingungen zur Unfallversicherung von CosmosDirekt

Progression

Sie sollten auf jeden Fall auch eine Progression in die Unfallversicherung einschließen. Mit ihrer Hilfe können Sie Ihre Versicherungssumme um ein Vielfaches steigern. Das ist gerade bei höheren Invaliditätsgraden oder einer Vollinvalidität sehr sinnvoll, da in so einem Fall erhebliche Kosten auf Sie zukommen. Mit einer Progression von 350 Prozent steigern Sie die Leistung bei Vollinvalidität um 350 Prozent, mit einer Progression von 1.000 verzehnfachen Sie die auszuzahlende Summe. Wichtig zu beachten ist aber, dass die Progression erst ab einem bestimmten Invaliditätsgrad greift.

Invaliditätsgrad
25 %50 %75 %100 %
Leistung ohne Progression 25.000 Euro50.000 Euro75.000 Euro100.000 Euro
Leistung bei Progression 22525.000 Euro75.000 Euro150.000 Euro225.000 Euro
Leistung bei Progression 35025.000 Euro100.000 Euro225.000 Euro350.000 Euro
Leistung bei Progression 50025.000 Euro100.000 Euro300.000 Euro500.000 Euro
  • Versicherungsgrundsumme: 100.000 Euro

Tipp

Die Progression und die Versicherungssumme gehen Hand in Hand. Empfehlenswert sind als Vollinvaliditätsleistung das Zwei- bis Dreifache Ihres Brutto-Jahreseinkommens, mindestens aber 150.000 Euro. Zudem sollten Sie eine Progression von mindestens 350 % vereinbaren. Denn je schwerer die Unfallfolgen, desto höher sollte Ihre Kapitalleistung sein.


Welche weiteren Leistungen gibt es?

Neben der Leistung bei Invalidität können bei der privaten Unfallversicherung auch weitere Leistungen vereinbart werden. Die wichtigsten Leistungen der privaten Unfallversicherung sind:

  • Lebenslange Unfallrente
  • Leistung im Todesfall
  • Krankenhaustage- und Genesungsgeld
  • Bergungskosten
  • Kosmetische Operationen

Die Unfallversicherung von CosmosDirekt kann mit den folgenden Leistungen an Ihre persönliche Situation angepasst werden:

  • Verbesserte Gliedertaxe
  • Verlängerte Meldefristen
  • Leistung bei Unfällen durch Herzinfarkt, Schlaganfall, verordnete Medikamente
  • Leistung bei Infektionskrankheiten
  • Leistung bei Infektionen durch Zeckenbiss (Borreliose, FSME)
  • Rooming in
  • Vergiftungen bei Kindern
  • Unfall-Assistent
  • Ein- oder Zweibett-Unterbringung im Krankenhaus
  • Reha-Beihilfe
  • Leistung bei tauchtypischen Gesundheitsschäden

Fazit: Die Leistungen der Unfallversicherung sollten dem Risiko entsprechen

Die private Unfallversicherung für jeden sinnvoll. Damit decken Sie die Lücke zur gesetzlichen Unfallversicherung und sichern auch Unfälle in der Freizeit, zu Hause und beim Sport ab. Aber nicht nur Menschen mit erhöhtem Invaliditätsrisiko ist der Abschluss einer Unfallversicherung zu empfehlen, sondern auch allen, die von der gesetzlichen Unfallversicherung gar nicht profitieren: Kinder, Selbstständige, Hausfrauen oder Hausmänner. Wenn Sie eine Unfallversicherung abschließen, sind folgende Leistungen wichtig: Vereinbaren Sie eine möglichst hohe Vollinvaliditätsleistung und vereinbaren Sie eine Progression. So sind Sie bei einer hohen Invalidität noch besser abgesichert. Empfehlenswert ist auch der Einschluss einer verbesserten Gliedertaxe. Dadurch bekommen Sie im Schadenfall deutlich mehr Geld von der Unfallversicherung – der Mehrbeitrag rechnet sich.


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