Checkliste für den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung

13 Tipps für den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung

Die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU-Versicherung) zählt zu den wichtigsten Policen für jeden, der auf ein Einkommen durch seine Arbeit angewiesen ist. Kann man aufgrund einer Krankheit oder eines Unfalls seinen Beruf nicht mehr ausüben, zahlt die Versicherung eine monatliche Rente. Mit unseren Tipps wissen Sie, worauf Sie beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung achten müssen. Ein Hinweis vorab: Die Übersicht am Ende verrät Ihnen, ob der Comfort-Tarif von CosmosDirekt alle Anforderungen von Stiftung Warentest an eine moderne BU-Versicherung erfüllt.


Tipp 1: Schließen Sie die Berufsunfähigkeitsversicherung möglichst früh ab

Informieren Sie sich schon frühzeitig, wie Sie Ihre Arbeitskraft bestmöglich schützen können. Der ideale Zeitpunkt ist gekommen, wenn Sie am Anfang der Berufsausbildung oder Ihres Studiums stehen. Weil Sie dann in der Regel noch jung sind, bekommen Sie einen guten Berufsunfähigkeitsschutz zu günstigen Konditionen. Zudem besitzen die meisten Berufseinsteiger noch keine oder nur wenige Vorerkrankungen. Deswegen kommen bei jungen Kunden sogenannte Risikoausschlüsse – also auf Situationen, in denen die BU-Versicherung nicht zahlen muss – selten vor.

Tipp 2: Vereinbaren Sie eine ausreichend hohe Berufsunfähigkeitsrente

Sparen Sie nicht am falschen Ende. Die monatliche Berufsunfähigkeitsrente sollte so hoch gewählt sein, dass Sie Ihren laufenden Verpflichtungen nachkommen können, wenn Sie berufsunfähig werden: Dazu zählen Mietzahlungen, Kredite , Strom, Wasser, Ausgaben für Lebenshaltung und so weiter. Wir empfehlen, dass Sie zwischen 75 und 80 Prozent des bisherigen Nettoeinkommens absichern sollten: Bei einem monatlichen Nettoeinkommen von 2.500 Euro sollte die BU-Rente mindestens 1.900 Euro betragen.

Tipp 3: Vereinbaren Sie eine Laufzeit bis zum gesetzlichen Rentenalter

Der Sinn einer Berufsunfähigkeitsversicherung ist, dass Sie während Ihres Berufslebens gegen Einkommensverluste infolge einer Krankheit oder eines Unfalls geschützt sind. Doch um Prämien zu sparen, vereinbaren viele Versicherte nur eine Vertragslaufzeit bis zum vollendeten 60. Lebensjahr. Wer im 61. Lebensjahr berufsunfähig wird, erhält dann aber keine Leistungen mehr.

Die Altersgrenze für den Bezug der gesetzlichen Rente verschiebt sich jedoch immer weiter nach hinten: Beispielsweise können die Jahrgänge ab 1964 frühestens mit 65 Jahren die Rente für besonders langjährig Versicherte (mit 45 Versicherungsjahren) in Anspruch nehmen und mit 67 Jahren die Rente für langjährig Versicherte (35 Versicherungsjahre). Auch die Regelaltersrente können diese Versicherten erst mit 67 Jahren beziehen.

Das heißt: Es entsteht eine Lücke von mindestens 5 bis 7 Jahren, wenn der Versicherungsschutz bereits zum 60. Geburtstag endet. Auch mit einem früheren Rentenbeginn sollte man nicht rechnen. Schließlich fallen die Abschläge mit jedem Monat, den man früher in den Ruhestand geht, höher aus. Wer ein Jahr vorzeitig Rente bezieht, muss mit einem Minus von 3,6 Prozent rechnen. Auch die gesetzliche Erwerbsminderungsrente kann nur einen kleinen Teil des bisherigen Einkommens wettmachen.

Tipp 4: Akzeptieren Sie keine abstrakte Verweisung

Die abstrakte Verweisung besagt, dass der Versicherer unter Umständen keine BU-Rente zahlen muss – nämlich dann, wenn Sie aufgrund Ihrer Qualifikationen und Berufserfahrung einer gleichwertigen Tätigkeit in einem anderen Umfeld nachgehen könnten. Das wäre zum Beispiel gegeben, wenn ein Chirurg zwar nicht mehr operieren, dafür aber als medizinischer Gutachter tätig sein könnte. Ob es überhaupt bei Ihrem Arbeitgeber eine entsprechende Stelle gibt oder ob in der Nähe offene Positionen zu besetzen sind, spielt übrigens keine Rolle.

Tipp 5: Wählen Sie ein Angebot mit kurzem Prognosezeitraum

Unter dem Prognosezeitraum versteht man die Zeitspanne, in der die Berufsunfähigkeit aller Voraussicht nach andauern wird. Sie wird von einem Arzt geschätzt und bestätigt. Die Versicherung zahlt aber erst dann, wenn der Prognosezeitraum erfüllt ist. Daher sollte er möglichst kurz sein, damit Sie frühzeitig Ihre BU-Rente erhalten. Empfehlenswert ist ein Prognosezeitraum von „voraussichtlich mindestens 6 Monaten“. Nachteilig für Kunden sind dagegen Klauseln, nach denen der Beruf „dauerhaft“ nicht mehr ausgeübt werden kann. Hier zahlt die Versicherung erst nach 3 Jahren Berufsunfähigkeit. Zudem weigern sich viele Ärzte, derartig langfristige Prognosen abzugeben.

Tipp 6: Beantworten Sie alle Gesundheitsfragen sorgfältig und wahrheitsgemäß

Die Gesundheitsprüfung ist oftmals das größte Hindernis beim Abschluss einer BU-Versicherung. Mithilfe verschiedener Fragen zur Krankengeschichte bestimmt der Versicherer das Risikoprofil. Abgefragt werden gesundheitliche Probleme der vergangenen fünf beziehungsweise zehn Jahre. Die Fragen müssen vollständig und wahrheitsgemäß beantwortet werden. Aber Sie brauchen auch nur das anzugeben, was die Versicherung konkret abfragt, zum Beispiel „ärztlich behandelte Krankheiten Mitglieder der Gesetzlichen Krankenversicherung können von ihrer Krankenkasse eine Übersicht über aufgesuchte Ärzte sowie die entsprechenden Diagnosen und Behandlungen erhalten. Absichtlich verschwiegene Details oder falsche Antworten können sich später rächen und zum Verlust der BU-Rente führen. Prüfen Sie die Unterlagen, die Ihnen die Ärzte aushändigen. Wenn Sie falsche Diagnosen oder nicht zum Thema gehörige Beobachtungen entdecken, sollte der Arzt dies korrigieren. Auch, wenn Sie Probleme bei der selbstständigen Beantwortung der Gesundheitsfragen haben, ziehen Sie im Zweifelsfall Ihren Arzt hinzu.

Tipp 7: Nutzen Sie die Nachversicherungsgarantie

Entscheiden Sie sich nur für Tarife mit Nachversicherungsgarantie. Durch diese können Sie bei bestimmten Ereignissen die BU-Rente erhöhen, ohne nochmals eine Gesundheitsprüfung zu durchlaufen. Zu den Ereignissen zählen beispielsweise der Abschluss von Ausbildung oder Studium, eine Heirat, die Geburt eines Kinders oder der Kauf eines Hauses oder einer Wohnung. Auf diese Weise können Sie in den Momenten eine höhere Rente beantragen, in denen auch Ihre Lebenssituation eine bessere Absicherung verlangt. Da bei der Inanspruchnahme der Nachversicherungsgarantie keine erneute Gesundheitsprüfung fällig wird, müssen Sie ebenfalls nicht angeben, ob sich Ihr Gesundheitszustand verschlechtert hat.

Tipp 8: Vereinbaren Sie eine Beitragsdynamik

Mit einer Beitragsdynamik können Sie jedes Jahr Ihre Beiträge zur Berufsunfähigkeitsversicherung um einen festgelegten Prozentsatz erhöhen. Durch die Beitragssteigerung wächst auch die BU-Rente. Mithilfe der Beitragsdynamik können Sie zum Beispiel die Inflation bei den Lebenshaltungskosten ausgleichen oder die Rente einem kontinuierlich steigenden Einkommen anpassen. Haben Sie eine Beitragsdynamik vereinbart, können Sie vor oder unmittelbar nach erfolgter Erhöhung dieser widersprechen. Dann bleiben sowohl die Beiträge als auch die vereinbarten Leistungen gleich. Doch Achtung: Lehnen Sie dreimal hintereinander die jährliche Steigerung ab, entfällt die Beitragsdynamik vollständig. Das bedeutet, dass bis zum Ende der Vertragslaufzeit Beiträge und Versicherungsleistungen nicht mehr über die Beitragsdynamik angepasst werden können.

Tipp 9: Achten Sie auf einen weltweiten Versicherungsschutz

Gerade Berufsanfänger und junge Arbeitnehmer sollten auf einen weltweiten Versicherungsschutz achten. Denn in diesem Fall zahlt die BU-Versicherung auch dann, wenn man sich aus beruflichen oder privaten Gründen in einem anderen Land aufhält. Sollte die Versicherung eine ärztliche Untersuchung in Deutschland verlangen, sollte sie auch unbedingt alle dafür notwendigen Kosten übernehmen.

Tipp 10: Bestehen Sie auf einer rückwirkende Anerkennung

Mit dieser Klausel erhalten Sie alle Leistungen ab dem ersten Monat, in dem Sie tatsächlich berufsunfähig waren – auch dann, wenn die ärztliche Prognose innerhalb der ersten 6 Monate der Berufsunfähigkeit noch nicht möglich war. Ohne diese Klausel würde die BU-Rente erst ab dem siebten Monat ausgezahlt werden. Bei einer rückwirkenden Anerkennung werden auch die zu viel gezahlten Beiträge für die entsprechenden Monate erstattet.

Tipp 11: Berücksichtigen Sie keine Angebote mit Arztanordnungsklausel

Eine Arztanordnungsklausel schreibt dem Versicherten vor, dass er in alle zumutbaren Behandlungen, Operationen, Therapien, Medikamente und sonstigen Maßnahmen, die der Arzt anordnet oder vorschlägt, einwilligen muss, wenn er weiterhin seine BU-Rente beziehen will. Da aber nicht genau geklärt ist, welche Heilbehandlungen und Therapiemaßnahmen als „zumutbar“ gelten – und dies oft zu juristischen Streitigkeiten führt –, sollten Sie nur Verträge ohne Arztanordnungsklausel in die engere Wahl nehmen.

Tipp 12: Vergleichen Sie Alternativen zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Wer gesundheitliche Probleme hat, findet mitunter nur mit Mühe oder gar keine Berufsunfähigkeitsversicherung. Um Versicherungsschutz bieten zu können, arbeiten die Versicherer mit Beitragszuschlägen oder Leistungsausschlüssen. Hier muss dann abgewogen werden, ob der Schutz den Beitrag wert ist, weil entscheidende Erkrankungen ausgeschlossen werden oder die Beiträge wegen der Risikoaufschläge nicht mehr in einem angemessenen Verhältnis zu den späteren Leitungen stehen. Auch wer in bestimmten Berufen arbeitet, die eine überwiegend körperliche Tätigkeit verlangen und – statistisch gesehen – ein hohes Risiko für eine Berufsunfähigkeit besitzen, muss in der Regel höhere Beiträge zahlen. Neben Dachdeckern und Bäckern betrifft dies zum Beispiel auch Polizisten.
Um zumindest eine Basisabsicherung zu bekommen, sollte man in diesen Fällen verschiedene Alternativ-Versicherungen prüfen.

  • Die Erwerbsunfähigkeitsversicherung zahlt, wenn Sie weniger als 3 Stunden pro Tag oder gar nicht mehr arbeiten können.
  • Die Dread-Disease-Versicherung zahlt, wenn Sie an Krebs oder einer anderen schweren körperlichen Krankheit leiden. Die Krankheiten werden im Vertrag genau definiert.
  • Die Grundfähigkeitsversicherung zahlt, wenn Sie bestimmte körperliche oder geistige Fähigkeiten (beispielsweise Sehen, Hören, Gehen oder der Gebrauch einer Hand) verlieren.
  • Die Multi-Risk-Versicherung enthält Bestandteile der Grundfähigkeits-, Dread-Disease-, Unfall- und Pflegeversicherung.

Tipp 13: Die BU-Versicherung von CosmosDirekt erfüllt die Anforderungen von Finanztest

Finanztest, das Magazin der Stiftung Warentest, überprüft etwa alle zwei Jahre die verschiedenen Angebote an Berufsunfähigkeitsversicherungen, die auf dem Markt verfügbar sind. Entscheidend dabei ist die Qualität der Versicherungsbedingungen. Finanztest berücksichtigt aber auch immer die Art und Weise der Antragstellung selbst. Beim aktuellen Test (Heft 8/2015) erhielt die BU-Versicherung von CosmosDirekt (Comfort-Tarif) erneut ein „Sehr gut“ (Note: 1,5). Wie in den zurückliegenden Tests erfüllt unser Angebot alle Anforderungen, die Finanztest an eine moderne Berufsunfähigkeitsversicherung stellt.


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