Lexikon Risi­ko­le­bens­ver­si­che­rung

Lexikon Risikolebensversicherung

In unserem A-Z Lexikon der Risikolebensversicherung finden Sie alle relevanten Informationen zum Thema
Risikolebensversicherung. Die Stichwörter sind von A wie Annuitätendarlehen bis Z wie Zusatzversicherung sortiert. Die Informationen sind leicht verständlich geschrieben und können Ihnen weiterhelfen sich über die wichtigsten Begriffe der Risikolebensversicherung ausführlich zu informieren.


Buchstabe A

Annuitätendarlehen

Ein Darlehen, das mit konstanten Raten zurückgezahlt wird. Die jährlich gleich hohe Zahlung heißt Annuität und setzt sich aus der Tilgung sowie dem Zins zusammen. Kreditgeber setzen oft den Abschluss einer Risikolebensversicherung zur Absicherung eines größeren Kredites voraus, zum Beispiel zum Hausbau oder Hauskauf. Diese Police wird auch als Restschuld- oder Darlehensversicherung bezeichnet.

Abtretung

Das Recht, die Leistungen der Risikolebensversicherung in Anspruch zu nehmen, wird für einen begrenzten Zeitraum abgetreten. Üblicherweise wird die Abtretung bei der Absicherung von Immobilienfinanzierungen angewendet. Im Todesfall des Kreditnehmers darf die Bank oder Sparkasse, die den Kredit gewährt hat, die Versicherungssumme zur Deckung der noch ausstehenden Schulden verwenden. Der Abtretung müssen Kreditnehmer, Kreditgeber und Versicherungsunternehmen zustimmen.

Abschlusskosten

Umfasst alle Kosten, die bei Abschluss einer Risikolebensversicherung entstehen. Dies sind z.B. Kosten für die Antragsprüfung und für die Ausfertigung der Vertragsunterlagen. Zu diesen Kosten, kommen je nach Anbieter auch Provisionen für den Außendienst oder Makler. Die Kosten werden zum Teil durch die ersten Beiträge und im weiteren anteilig durch die weiteren Beiträge gedeckt. Bei Direktversicherungen wie CosmosDirekt betragen die Abschlusskosten viel weniger als die marktüblichen Kosten. Die Höhe der Beiträge berechnet sich vor allem anhand der gewünschten Versicherungssumme, der Laufzeit und dem Eintrittsalter. Auch der Beruf sowie der Lebensstil wirken sich auf die Beiträge aus. Keinen Einfluss mehr hat seit Ende 2012 das Geschlecht, gesetzlich vorgeschrieben sind stattdessen Unisex-Tarife.

Ausschlüsse

Sie regeln, in welchen Fällen die Risikolebensversicherung keine Leistungen erbringt. So wird zum Beispiel im Versicherungsvertrag ausgeschlossen, dass die Versicherung zahlt, wenn sich der Versicherte innerhalb von 3 Jahren nach Vertragsabschluss selbst tötet („Selbsttötungs-Klausel“). Todesfälle innerhalb von Kriegsgebieten sind bis auf wenige Ausnahmen nicht versichert. Ebenfalls gibt es keine Leistung, wenn das Ableben des Versicherten im mittelbaren oder unmittelbarem Zusammenhang mit dem vorsätzlichen Einsatz biologischer, chemischer oder atomarer Waffensteht.


Buchstabe B

Bau-Bonus

Wenn Sie eine Wohnimmobilie bauen oder kaufen (um diese selbst zu nutzen), können Sie kostenlos Ihren Ver­sicherungs­schutz um einen bestimmten Prozentsatz erhöhen.

Beiträge

Der Geldbetrag, der pro Monat oder pro Jahr an die Versicherung überwiesen oder per Lastschrifteinzug abgebucht wird. Beiträge setzen sich aus mehreren Teilen zusammen: dem Kostenanteil, der für die Verwaltung und den Vertragsabschluss innerhalb des Versicherungs-unternehmens anfällt, sowie dem Risikoanteil. Dieser bemisst sich anhand der Höhe der Versicherungssumme sowie der Länge der Laufzeit sowie individueller Merkmale der versicherten Person, beispielsweise ihres Gesundheitszustands, ihres Berufs und ihrer Hobbys. Ermittelt wird zunächst der Tarif- oder Bruttobeitrag. Die vom Versicherer erwirtschafteten Überschüsse werden sofort mit dem Bruttobeitrag verrechnet. Der Beitragszahler muss somit nur den ausgewiesenen Zahl- oder Nettobeitrag bezahlen. Der Zahlbeitrag liegt immer unter dem Tarifbeitrag. Seine Höhe kann aber nicht für die Versicherungslaufzeit garantiert werden. Mehr als den Tarifbetrag muss man aber nie bezahlen.

Beitragsstundung

Bei finanziellen Engpässen kann bei einigen Versicherern auch die Zahlung der Beiträge für die Risikolebensversicherung – zeitlich begrenzt – aufgeschoben werden. Das bedeutet aber auch, dass die Beiträge nach Ablauf der Frist zuzüglich der eventuell vereinbarten Stundungszinsen nachgezahlt werden müssen. Der Versicherungsnehmer hat kein prinzipielles Recht auf eine Aussetzung seiner Beiträge, der Versicherer muss zuvor zustimmen. Während der Stundung bleibt der Versicherungsschutz vollständig erhalten. Die Beitragsstundung ist eine sinnvolle Alternative zur Kündigung einer bestehenden Risikolebensversicherung.

Beitragsverrechnung

Meint die Berücksichtigung von Überschüssen bei der Berechnung der Versicherungsprämie. Denn die Risikolebensversicherung kalkuliert zunächst einen maximalen Tarifbeitrag. Da die Versicherung vorsichtig kalkuliert, erzielt sie mit den eingezahlten Beiträgen Überschüsse. Diese werden an die Versicherten zurückgegeben, die lediglich den niedrigeren Zahl- oder Nettobeitrag zahlen müssen. Die Höhe des Überschuss hängt insbesondere von der Leistungsentwicklung ab. Daher kann es theoretisch jährlich zu einer Anpassung kommen.

Hinweis

CosmosDirekt hat seit der Gründung in 1982 die Gewinnanteile noch bei keinem bestehenden Vertrag gesenkt.

Beitragszahler

Die Person, die die Beiträge für die Risikolebensversicherung zahlt. Sie muss nicht identisch mit der versicherten Person oder dem Versicherungsnehmer sein.

Bezugsrecht

Bestimmt, wer im Todesfall des Versicherten die Versicherungssumme ausgezahlt bekommen soll. Diese Personen werden auch Empfänger oder Begünstigte genannt. Der Versicherungsnehmer kann frei entscheiden, wem er das Bezugsrecht einräumt. Auch mehrere Personen können gleichzeitig ein Bezugsrecht haben. Dabei muss eindeutig formuliert sein, wer welchen Anteil erhalten soll. Das Bezugsrecht kann widerruflich (änderbar) oder unwiderruflich (nicht änderbar) vereinbart werden.

Bruttobeitrag

Auch Tarifbeitrag genannt. Dabei handelt es sich um den Beitrag, den ein Versicherungsnehmer maximal für seine Risikolebensversicherung zahlen müsste. Bei der Beitragsberechnung werden vor allem Versicherungssumme, Eintrittsalter und Laufzeit des Vertrags berücksichtigt. Aber auch Risikofaktoren wie Gesundheitszustand oder bestimmte Hobbys (beispielsweise Extremsportarten) spielen hinein. Den Bruttobeitrag müssen die Versicherten aber meistens nicht zahlen, denn er mindert sich entsprechend der Überschüsse, die die Versicherung im abgelaufenen Geschäftsjahr erwirtschaftet hat.


Buchstabe D

Darlehenssicherung

Auch Restschuldversicherung genannt. Viele Kreditgeber schreiben den Abschluss einer Risikolebensversicherung als Absicherung eines Annuitätendarlehens vor – insbesondere wenn es sich dabei um einen Immobilienkredit handelt. Dadurch können die Hinterbliebenen auch ohne den Verkauf der Immobilie das Darlehen zurückzahlen.


Buchstabe E

Erlebensfallversicherung

Die kapitalbildende Lebensversicherung für die private Altersvorsorge gehört zu den Erlebensfallversicherungen. Am Ende der vereinbarten Laufzeit die angesparte Versicherungssumme inklusive Zinsen und Überschüssen auszahlt.


Buchstabe F

Fallende Versicherungssumme

Eine von mehreren Formen der Risikolebensversicherung. Die fallende Versicherungssumme kommt vor allem bei der Darlehenssicherung zum Tragen. Bei diesem Modell nimmt die Versicherungssumme mit der Tilgung der Kreditsumme ab und entspricht daher im Idealfall immer der Restschuld. Auch die Laufzeit der Risikolebensversicherung wird für gewöhnlich dem Zeitraum der Kreditrückzahlung angepasst. Dadurch sind oft auch niedrigere Beiträge als bei einer gleichbleibenden Versicherungssumme möglich.

Flexible Risikolebensversicherung

Eine Risikolebensversicherung mit fallender Versicherungssumme. Sie eignet sich als Restschuldversicherung, um eine neue oder laufende Baufinanzierung oder Hypothek abzusichern. Die flexible Risikolebensversicherung kommt sowohl für Annuitätendarlehen als auch für Kredite mit linearer Tilgung in Frage. Es ist möglich, die Versicherungssumme genau an die Restschuld anzupassen.

Formen der Risikolebensversicherung

Unterschieden werden drei Formen: (A) die klassische Risikolebensversicherung, (B) die Risikolebensversicherung mit fallender Versicherungssumme sowie (C) die verbundene Risikolebensversicherung. Bei Form A bleibt die Versicherungssumme die gesamte Vertragslaufzeit über konstant, während bei Form B die Summe, z.B. entsprechend der Tilgung eines Annuitätendarlehens, von Jahr zu Jahr reduziert wird. Form C eignet sich für Paare, um sich mit einer Versicherungspolice gegenseitig abzusichern.


Buchstabe G

Gesundheitsprüfung

Die Gesundheitsprüfung in der Risikolebensversicherung ist Pflicht. Antragsteller müssen Fragen hinsichtlich ihrer Gesundheit, ihrer besonderen Freizeitaktivitäten wie z.B. Motorradfahren umfassend und korrekt beantworten. So muss man zum Beispiel auch angeben, ob man Raucher oder Nichtraucher ist. Da das individuelle Sterberisiko bei der Berechnung der Prämie eine Rolle spielt, zahlen Nichtraucher eine niedrigere Prämie als Raucher. Wer bei der Gesundheitsprüfung falsche Angaben macht, riskiert den Versicherungsschutz. Aufgrund des gesundheitlichen Zustands oder bei hohen Versicherungssummen muss der Antragsteller gegebenenfalls eine ärztliche Untersuchung durchführen lassen.

Info

Ohne Gesundheitsprüfung keine Risikolebensversicherung. Aber in welcher Form wird der Gesundheitszustand überprüft? Was muss man beim Beantworten der Gesundheitsfragen beachten? Der Ratgeber Gesundheitsfragen bei der Risikolebensversicherung liefert die Antworten auf diese und weitere Fragen.

Gleichbleibende Versicherungssumme

Eine von mehreren Formen der Risikolebensversicherung und die klassische Variante, um Hinterbliebene abzusichern. Bei dieser Form bleibt die Versicherungssumme die gesamte Vertragslaufzeit über konstant.


Buchstabe H

Hinterbliebenenversicherung

Ein anderer Name für die Risikolebensversicherung. Der Name kommt vom Zweck der Risikolebensversicherung: Sie soll die Hinterbliebenen vor den finanziellen Schwierigkeiten schützen, die im Todesfall der versicherten Person entstehen könnten.

Höhe der Versicherungssumme

Damit die Hinterbliebenen optimal abgesichert sind, muss die Versicherungssumme ausreichend hoch bemessen werden. Als Faustformel wird häufig angegeben: Die Versicherungssumme sollte das 3- bis 5-fache des Bruttojahreseinkommens betragen. Das kann unter Umständen zu wenig sein, insbesondere bei kleinen Kindern, die noch lange versorgt werden müssen. Entsprechend der Familiensituation sollte man den Finanzbedarf genau durchrechnen. Soll dagegen die Risikolebensversicherung allein ein Darlehen absichern, bildet die Kreditsumme den Richtwert. Soll dann bei Ableben des Kreditnehmers der Kredit vorzeitig zurückgezahlt werden, muss man aber auch einen Aufschlag auf die Versicherungssumme für die Vorfälligkeitsentschädigung an die Bank berücksichtigen.


Buchstabe K

Kinder-Bonus

Mit dieser Option passt passt sich die Risiko­lebens­versicherung flexibel an die neuen Lebens­ver­hältnisse an: Wenn Ihre Familie wächst, wird der Ver­sicherungs­schutz kostenlos um einen bestimmten Prozentsatz erhöht (zum Beispiel für 6 Monate).

Kinder-Zusatz-Schutz

Mit dieser Option erhalten Sie eine Sofortleistung, wenn Ihr Kind an einer der in den Ver­sicherungs­be­dingungen aufgeführten Krankheiten (zum Beispiel Krebs) erkrankt.

Klassische Risikolebensversicherung

Meint die Risikolebensversicherung mit gleichbleibender Versicherungssumme über die gesamte Laufzeit.

Kostenanteil

Der Kostenanteil ist neben dem Risikoanteil maßgeblich für die Höhe des Tarifbeitrags. Der eingerechnete Kostenanteil berücksichtigt u.a. die Aufwendungen für den Vertrieb (Werbemaßnahmen etc.) sowie für die Antragsprüfung (ärztliche Zeugnisse etc.). Fallen die tatsächlichen Kosten geringer aus bzw. sterben weniger Versicherte als angenommen, so entstehen Überschüsse (in Form von Kosten- und Risikogewinnen). Diese werden in Form des sogenannten Sofortrabatts verrechnet und vom Tarif- oder Bruttobeitrag abgezogen. Der Versicherungsnehmer zahlt dann nur den Zahl- oder Nettobeitrag.


Buchstabe L

Lebensversicherung

Bezeichnet Versicherungen, die Tod, Invalidität oder Langlebigkeit versichern. Dementsprechend unterteilt man Lebensversicherungen in verschiedene Gruppen: Risikolebensversicherungen decken den Tod im Versicherungszeitraum ab, Berufsunfähigkeits- und Unfallversicherungen dagegen das Risiko Invalidität. Kapitalbildende Lebensversicherungen dienen der Hinterbliebenenabsicherung und dem gleichzeitigem Kapitalaufbau. Rentenversicherungen sichern eine lebenslange Rente.

Leistungsfall

Der Leistungsfall wird auch Versicherungsfall genannt. Bei der Risikolebensversicherung handelt es sich dabei grundsätzlich um den Todesfall. Verstirbt die versicherte Person während der Vertragslaufzeit („Leistungsfall“), wird die Versicherungssumme an die begünstigte Person ausgezahlt.

Leistungen der Risikolebensversicherung

Die Risikolebensversicherung ist die günstigste Möglichkeit, im Todesfall des Versicherten die Hinterbliebenen abzusichern. Anders als bei einer kapitalbildenden Lebensversicherung wird kein Kapital angespart. Die Leistung erfolgt nur im Todesfall. Bei einigen Versicherungsunternehmen besteht der Versicherungsschutz bereits ab Antragseingang beim Versicherer. Je nach Tarif können weitere Leistungen in den Vertrag eingeschlossen werden, zum Beispiel eine vorgezogene Todesfall-Leistung bei unheilbaren, tödlichen Krankheiten, eine Nachversicherungsgarantie oder ein kostenloser Zusatzschutz für die ersten Monate nach der Geburt eines Kindes.

Checkliste:
Das sollten Sie bei einem Todesfall tun

Verstirbt ein Angehöriger, ist das sehr schmerzlich. Damit zu den emotionalen Belastungen keine finanziellen Probleme hinzukommen, müssen Sie möglichst schnell die Leistungen aus der Risiko­lebens­ver­sicherung beantragen. Was Sie dabei beachten müssen, erfahren Sie in der Checkliste.

Info

Der Ratgeber Was ist eine Risikolebensversicherung erklärt die grundlegenden Fakten: wie sie funktioniert, welche Vor- und Nachteile sie hat und wer unbedingt eine Risikolebensversicherung abschließen sollte.


Buchstabe N

Nachversicherungsgarantie

Wer diese Option in seinen Vertrag eingeschlossen hat, kann die Versicherungs­summe bei wichtigen Lebens­ereignissen ohne erneute Gesund­heits­prüfung erhöhen. Dies ist je nach Tarif zum Beispiel in den folgenden Fällen möglich: Berufs­eintritt nach Lehre oder Studium, Heirat, Geburt oder Adoption eines Kindes, Erwerb eines Eigenheims. In der Regel ist die Nach­versicherungs­garantie auf die ersten 10-20 Jahre nach Vertrags­abschluss begrenzt.

Tipp

Die Heirat, der Kauf einer Immobilie, die Geburt eines Kindes – es gibt viele Gründe, warum man die Versicherungssumme erhöhen möchte. Mit der Nachversicherungsgarantie von CosmosDirekt können Sie die Risikolebensversicherung an neue Lebenssituationen anpassen – flexibel und ohne erneute Gesundheitsprüfung.

Nettobeitrag

Auch Zahlbeitrag genannt. Gemeint ist der tatsächliche Betrag, den der Versicherungsnehmer dem Versicherungsunternehmen zahlt. Zunächst wird der Tarif- oder Bruttobeitrag berechnet, der die verschiedenen Faktoren wie Versicherungssumme, Laufzeit, Eintrittsalter und die individuelle Risikosituation berücksichtigt. Dieser Betrag wird bewusst sehr vorsichtig kalkuliert, um bei plötzlich stark ansteigenden Leistungsfällen, wie z.B. durch Epidemien verursacht, die vereinbarten Leistungen erbringen zu können. Bleibt es bei einem „normalen“ Leistungsverlauf, erwirtschaftet die Versicherung Überschüsse. Diese werden direkt mit dem Bruttobeitrag verrechnet. Daher wird der Nettobeitrag jeweils nur für ein Jahr garantiert. Der Nettobeitrag kann den Bruttobeitrag niemals übersteigen.


Buchstabe P

Prämie

Abkürzung für Versicherungsprämie. Gemeint sind die Beiträge, die der Versicherte zahlt, um im Versicherungsfall Anspruch auf die vereinbarten Leistungen zu haben. . Man unterscheidet zwischen Brutto- und Netto-Prämie, wobei dies der Unterscheidung von Brutto- und Nettobeitrag entspricht.


Buchstabe R

Restschuldversicherung

Bezeichnung für eine Risikolebensversicherung mit fallender Versicherungssumme, mit der ein Annuitätendarlehen abgesichert wird. Die Summe, die im Todesfall ausgezahlt wird, verringert sich grundsätzlich im gleichen Maße, wie die Rückzahlung des Darlehens erfolgt. Wie der Name sagt, soll mit dieser Versicherung die noch zu begleichende Restschuld abgesichert werden.


Buchstabe S

Sofortabsicherung

Einige Versicherer bieten einen vorläufigen Versicherungsschutz in der Risikolebensversicherung an. Der Versicherungsschutz ist bis zum endgültigen Vertragsabschluss kostenlos und gilt meist für eine Versicherungssumme von maximal 100.000 Euro bzw. grundsätzlich ab Antragseingang beim Versicherer.

Steuerliche Absetzbarkeit

Aufwendungen für eine Risikolebensversicherung können unter Umständen in der Einkommensteuererklärung geltend gemacht werden. Man kann die Beiträge aber nur dann absetzen, wenn die Höchstbeiträge für Vorsorgeaufwendungen (zu denen auch die Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung zählen) noch nicht überschritten wurden. Die Obergrenze für die steuerliche Absetzbarkeit liegt derzeit bei 1.900 Euro für Angestellte und Beamten sowie bei 2.800 Euro für Freiberufler und Selbstständige.


Buchstabe T

Tarifbeitrag

Auch Bruttobeitrag genannt. Berechnet sich auf der einen Seite durch die Höhe der Versicherungssumme, die Vertragsdauer, dem Eintrittsalter, besonderer Tarifmerkmale sowie der Kosten für den Abschluss des Vertrages bzw. die Verwaltung im Versicherungsunternehmen. Auf der anderen Seite werden auch individuelle Risikofaktoren und damit die persönliche Risikosituation in Form eines ggfs. erhobenen Risikozuschlags berücksichtigt. Der Tarifbeitrag ist der garantierte Bruttobeitrag, den man maximal als Prämie zu zahlen hat. In der Praxis muss man aber nur den niedrigeren Nettobeitrag zahlen, da die Versicherung erwirtschaftete Gewinne direkt an die Versicherten weiterreicht und bei der Prämienberechnung berücksichtigt.

Todesfall

Der Tod eines Menschen. Handelt sich bei diesem um die versicherte Person einer Risikolebensversicherung, löst dies den Versicherungsfall und damit die Zahlung der vereinbarten Versicherungssumme an die begünstigte(n) Person(en) aus.

Tipp

Im Comfort-Tarif von CosmosDirekt kann unter bestimmten Bedingungen die Versicherungssumme direkt an die versicherte Person ausgezahlt werden. Voraussetzung für die vorgezogene Todesfall-Leistung ist eine fortschreitende, unheilbare Krankheit deren tödlicher Verlauf in naher Zukunft absehbar ist.

Todesfallbonus

Eine von mehreren Formen, um Versicherten Überschüsse aus der Risikolebensversicherung zukommen zu lassen. Überschüsse entstehen, weil die Versicherer vorsichtig kalkulieren und mehr Todesfälle unter den versicherten Personen einkalkuliert als tatsächlich eintreten sollten. Erfolgt die Überschussbeteiligung in Form eines Todesfallbonus, erhöht sich die vereinbarte Versicherungssumme jeweils pro Jahr um den anteiligen Überschusswert. Allerdings wird der Bonus nicht garantiert, und kann sich jedes Jahr ändern.

Todesfallrisiko

Die Wahrscheinlichkeit, mit der eine Person einer definierten Gruppe stirbt. Bei der Risikoberechnung werden nicht individuelle Schicksale berücksichtigt, sondern nur Aussagen über bestimmte Gruppen getroffen. Maßgeblich sind die sogenannten Sterbetafeln, die zum Beispiel für die Gesamtbevölkerung eines Landes erstellt und nach Jahrgang unterschieden werden. Auch gesundheitsschädliche Faktoren wie Rauchen oder Übergewicht fließen in die Berechnung des Todesfallrisikos ein.

Todesfallschutz

Hauptaufgabe der Risikolebensversicherung; sie gewährleistet finanziellen Schutz für die Hinterbliebenen, falls die versicherte Person verstirbt. Durch die Versicherungssumme der Risikolebensversicherung können die Angehörigen so abgesichert werden, dass sie ihren bisherigen Lebensstandard halten können. Das ist nicht nur bei Familien sinnvoll, die einen Haupt- oder Alleinverdiener haben, sondern auch bei zwei Verdienern, die für eine hohe Miete oder die Rückzahlung eines Immobilienkredites aufkommen müssen. Auch Geschäftspartner, die gemeinsam für einen Unternehmenskredit verantwortlich sind, können einen gegenseitigen Todesfallschutz abschließen.

Todesfallsumme

Die Versicherungssumme, die im Todesfall der versicherten Person an die bezugsberechtige(n) Person(en) oder die Angehörigen ausgezahlt wird. Je nach Form der Risikolebensversicherung kann es sich um einen Betrag handeln, der über den gesamten Versicherungszeitraum konstant bleibt (gleichbleibende Versicherungssumme), oder wie bei einer Darlehensabsicherung Jahr für Jahr fällt und somit der abzusichernden Restschuld entspricht (fallende Versicherungssumme).


Buchstabe U

Über-Kreuz-Versicherung

Möglichkeit speziell für nicht verheiratete Paare, sich gegenseitig zu versichern und die niedrigen Freibeträge bei der Erbschaftsteuer zu umgehen. Jeder Versicherungsnehmer erhält im Todesfall des Partners Geld aus seinem eigenen Vertrag, somit handelt es sich nicht um einen Erbvorgang. Darin wird immer der jeweils andere Partner als versicherte Person eingesetzt.

Überschuss

„Sicherheitspuffer“, der im Rahmen der vorsichtigen Kalkulation der Beiträge entsteht und überwiegend den Versicherten zugutekommt. Die Berechnung der Beiträge beruht u.a. auf Annahmen zur Sterbewahrscheinlichkeit der versicherten Kunden, Hier sind die die Versicherer verpflichtet, mit vorsichtigen (sicheren) Annahmen ihre Beiträge zu kalkulieren. Schließlich kann die tatsächliche Sterberate der Versichertengruppen von der Statistik abweichen. Die erwirtschafteten Überschüsse geben die Versicherer üblicherweise in zwei Formen an die Kunden zurück: als Beitragsverrechnung oder als Todesfallbonus. Im ersten Fall sinkt der Zahl- unter den Tarifbeitrag, im zweiten Fall erhöht sich die Versicherungssumme um einen Bonus.

Unfallzusatzversicherung

Eine Ergänzung beziehungsweise Erweiterung einer klassischen Risikolebensversicherung. Meist wird nur eine zusätzliche Summe gezahlt, wenn die versicherte Person durch einen Unfall verstirbt. Einige Versicherer wie CosmosDirekt schließen weitere Leistungen in die Unfallzusatzversicherung ein. So kann auch vereinbart werden, dass die Leistung auch bei Erwerbsunfähigkeit infolge eines Unfalls an die versicherte Person ausgezahlt wird.

Tipp

Bei CosmosDirekt kann die Unfallzusatzversicherung in alle Tarife der Risikolebensversicherung eingeschlossen werden.


Buchstabe V

Verbundene Risikolebensversicherung

Eine von mehreren Formen der Risikolebensversicherung. Die Verbundene Risikolebensversicherung, auch „Verbundene Leben“ genannt. Abgeschlossen wird ein Partnervertrag, der im Todesfall an den jeweils anderen Partner die vereinbarte Summe auszahlt. Sterben beide gleichzeitig, erhalten die Angehörigen aber nur einmal die Versicherungssumme. Sie ist meist günstiger als zwei Einzelverträge, doch nicht geeignet, um Kinder abzusichern.

Versicherte Person

Die Person, deren Leben versichert ist, beziehungsweise deren Tod den Versicherungsfall auslöst. In der Regel ist die versicherte Person identisch mit dem Versicherungsnehmer – die Person, die den Vertrag abschließt – und dem Beitragszahler. Doch es gibt auch andere Konstellationen, zum Beispiel die Über-Kreuz-Versicherung.

Versicherungsfall

Das Ereignis, dass die Leistungspflicht der Risikolebensversicherung auslöst. Der Versicherungsfall wird im Versicherungsvertrag vereinbart. In diesem Fall handelt es sich um den Tod der versicherten Person. Ausgezahlt wird die Todesfallsumme an die bezugsberechtigte(n) Person(en).

Versicherungssumme

Auch Todesfallsumme genannt. Dabei handelt es sich um den Geldbetrag, der grundsätzlich nach dem Tod der versicherten Person an die Angehörigen beziehungsweise die bezugsberechtigte(n) Person(en) ausgezahlt wird. Bei Abschluss der Risikolebensversicherung sollte man darauf achten, dass die Versicherungssumme hoch genug ist, um die Hinterbliebenen zu versorgen. Als Richtwert empfiehlt sich das 3- bis 5-fache des Jahresbruttoeinkommens, im Einzelfall ist eine höhere Absicherung sinnvoll. Dient die Risikolebensversicherung einer Darlehensabsicherung, wird oft eine fallende Versicherungssumme vereinbart. Dann passt sich der auszuzahlende Geldbetrag der verbliebenen Restschuld an.

Tipp

Vereinbaren Sie eine Dynamik-Option, damit der Versicherungsschutz passend zu Einkommen und Lebenssituation mitwächst. Bei CosmosDirekt haben Sie sowohl im Basis- als auch im Comfort-Tarif die Möglichkeit, jedes Jahr die Versicherungssumme im Rahmen einer Beitragserhöhung von 5 Prozent anzuheben – ohne erneute Gesundheitsprüfung.

Vertragsdauer

Wie lange der Schutz durch die Risikolebensversicherung bestehen soll, lässt sich individuell festlegen. Dabei muss man aber die unterschiedlichen Mindest- und Maximal-Laufzeiten der Versicherer beachten. Üblicherweise liegt die Vertragsdauer zwischen 5 und 50 Jahren. Es empfiehlt sich, die Vertragsdauer so lange zu wählen, wie die Absicherung notwendig ist. Zum Beispiel, bis die Kinder finanziell selbstständig sind. Dient die Risikolebensversicherung der Restschuldabsicherung, sollte die Vertragsdauer mindestens der Kreditlaufzeit entsprechen. Beinhaltet der Vertrag eine Verlängerungsoption, so können Sie diesen auch über die ursprünglich vereinbarte Dauer ausweiten.

Tipp

Mit der Risikolebensversicherung von CosmosDirekt können Sie flexibel auf neue Lebensabschnitte Ihrer Familie reagieren. Im Comfort-Tarif ist es möglich, die Vertragslaufzeit ohne erneute Gesundheitsprüfung um bis zu 15 Jahre zu verlängern.


Buchstabe W

Wartezeit

Die Zeit, die zwischen Vertragsabschluss und Anspruch auf Leistung liegen muss. Bei der Risikolebensversicherung besteht unmittelbarer Schutz, das heißt, dass die Hinterbliebenen sofort finanziell abgesichert werden. Einzige Ausnahme ist die Selbsttötung. Hier zahlen die meisten Versicherer erst dann, wenn der Vertragsabschluss mindestens 3 Jahre, in manchen Fällen auch 5 Jahre zurückliegt.


Buchstabe Z

Zahlbeitrag

Auch Nettobeitrag genannt. Dabei handelt es sich um den Geldbetrag, den man tatsächlich an die Versicherung zahlen muss, um den vereinbarten Schutz zu erhalten. Oft liegt der Zahlbeitrag unter dem festgesetzten Tarifbeitrag, in dem neben Kosten vor allem das Sterberisiko der versicherten Person berücksichtigt wird. Da die Versicherer aber vorsichtig kalkulieren, erwirtschaften sie in der Regel Überschüsse, die an die Versicherer zurückfließen. Selbst unter ungünstigen Bedingungen kann der Zahlbeitrag aber nie den Tarifbeitrag übersteigen.

Zusatzversicherung

Ergänzt die Risikolebensversicherung um weitere Leistungen beim Eintritt gewisser Versicherungsfälle. Typisch sind Kombinationen mit einer Berufsunfähigkeits- oder Unfallzusatzversicherung.


Risikolebensversicherung

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