Zahnzusatzversicherung kündigen

Zahnzusatzversicherung kündigen und wechseln:

So geht’s!

Die Ratgeber bieten allgemeine Informationen. Produktdetails von CosmosDirekt finden Sie auf den jeweiligen Produktseiten.

Wollen Sie Ihre Zahnzusatzversicherung kündigen?

Eine Zahnzusatzversicherung sollten Sie nur kündigen, wenn Sie bereits über einen neuen Vertrag verfügen, der nahtlos an den alten anknüpft.

In diesem Zusammen­hang sollten auch eventuelle Wartezeiten oder Leistungs­begrenzungen des neuen Vertrags in den ersten Jahren berücksichtigt werden.

Erfahren Sie im CosmosDirekt-Ratgeber, wie Sie Ihre Zahnzusatzversicherung wechseln, ohne dass für Sie Nachteile entstehen.


Diese Begriffe sollten Sie kennen
Begriff
Erklärung
AltersrückstellungBei einer Zahnzusatzversicherung mit Altersrückstellung erhöhen sich die monatlichen Beiträge mit zunehmendem Alter nicht, da der Versicherer einen Teil der Beiträge in Ihrem Namen für später anspart.
ZahnstaffelIn den ersten Jahren Ihres Versicherungsvertrags legt eine Zahnstaffel die Maximalbeträge fest, die der Versicherer für Zahnersatz übernimmt. Nach etwa fünf Jahren kommt die Zahnzusatzversicherung in der Regel unbegrenzt dafür auf.
WartezeitZu Beginn der Vertragslaufzeit haben die meisten Zahnzusatzversicherungen eine Wartezeit, während der Sie noch keine Leistungen in Anspruch nehmen können. Diese dauert durchschnittlich sechs bis acht Monate.

Wann Sie die Zahnzusatzversicherung wechseln sollten

Es gibt verschiedene Gründe, die bereits abgeschlossene Zahnzusatzversicherung zu wechseln. Ob Sie mit den Leistungen unzufrieden, die Beiträge gestiegen sind oder Sie einfach ein besseres Angebot gefunden haben – kündigen Sie nicht überstürzt, sondern überlegen Sie sich genau, ob ein Wechsel für Sie momentan wirklich sinnvoll ist. Gute Gründe, die alte Zahnzusatzversicherung zu kündigen, sind zum Beispiel folgende:

  • Die Leistungen entsprechen nicht (mehr) Ihren Bedürfnissen.
  • Die Erstattungssätze für Zahnbehandlungen liegen unter 50 %.
  • Wurzel- und Paradontosebehandlung oder Zahnprophylaxe ist nicht versichert.
  • Die Monatsbeiträge für Ihren Tarif sind zu teuer geworden.
  • Ihre Zahnzusatzversicherung bietet ein schlechtes Preis-Leistungs-Verhältnis.
  • Der Kundenservice des Versicherers ist unbefriedigend oder es kam zu Problemen im Leistungsfall.

Vor allem, wenn Ihr Gebiss sich aktuell in einem guten Zustand befindet, ist ein Wechsel zu empfehlen, wenn Sie ein Angebot mit besseren Leistungen zum selben Preis oder mit den gleichen Leistungen zu einem geringeren Preis finden. Beachten Sie jedoch, dass Sie in den meisten Fällen von neuem eine Wartezeit überbrücken und eine Zahnstaffel durchlaufen müssen, wenn Sie die Zahnzusatzversicherung wechseln.

Wann Sie Ihre Zahnzusatzversicherung nicht wechseln sollten

In manchen Situationen lohnt es sich nicht, die bisherige Zahnzusatzversicherung zu kündigen, denn der Wechsel kann auch Nachteile mit sich bringen. So sollten Sie beispielsweise nicht wechseln, wenn zum entsprechenden Zeitpunkt Zahnbehandlungen bei Ihnen geplant sind oder bereits begonnen wurden. Das gilt auch, wenn Ihr Zahnarzt die Behandlung lediglich aktenkundig angeraten hat. In diesem Fall kommt nach einer Kündigung weder die alte noch die neue Versicherung für den Schaden auf. Deshalb sollten Sie zunächst alle notwendigen Behandlungen abschließen und mit gesunden Zähnen in den neuen Vertrag starten.

Tipp

Die meisten Zahnzusatzversicherungen haben genau festgelegte Aufnahmekriterien. Schauen Sie sich diese vorab an, finden Sie schnell heraus, wie Ihre Chancen für eine Aufnahme stehen.


Eine neue Zahnzusatzversicherung finden

Bevor Sie Ihre alte Zahnzusatzversicherung kündigen, müssen Sie zunächst eine Alternative finden, die Ihren aktuellen Ansprüchen gerecht wird. Der Wechsel sollte eine wohlüberlegte Entscheidung sein. Nehmen Sie sich daher ausreichend Zeit, den richtigen Anbieter für sich zu finden. Nur wenn Sie sich eine deutliche Verbesserung von Ihrer neuen Versicherung im Vergleich zur bisherigen erhoffen, ist ein Wechsel sinnvoll. Schließlich müssen Sie erneut Wartezeit und Zahnstaffel in Kauf nehmen.

Tarif innerhalb der Versicherungsgesellschaft wechseln

Eine Alternative dazu, die Versicherungsgesellschaft zu wechseln und bei einem neuen Anbieter eine neue Zahnzusatzversicherung abzuschließen, ist folgende: Die meisten Versicherer bieten mehrere Tarife zu unterschiedlichen Preisen und mit verschiedenen Leistungspaketen an. Schauen Sie sich bei Ihrer aktuellen Versicherungsgesellschaft danach um oder fragen Sie persönlich nach, ob nicht ein anderer Tarif besser zu Ihren Bedürfnissen passt als Ihr bisheriger. Ist dies der Fall, erlassen Ihnen die Versicherer nach dem Tarifwechsel in der Regel Wartezeit und Zahnstaffel. Sind Sie also mit Ihrer Versicherungsgesellschaft insgesamt zufrieden, profitieren Sie von dieser Lösung mehr, als wenn Sie Ihre Zahnzusatzversicherung einfach kündigen.


Das ist beim Wechsel zu beachten

Haben Sie sich dafür entschieden, Ihre Zahnzusatzversicherung zu wechseln, gilt es einiges zu beachten, bevor Sie Ihren Plan in die Tat umsetzen. Folgende Punkte sind besonders wichtig für die Wahl der neuen und die Kündigung der alten Versicherung:

  • Wechseln Sie Ihre Zahnzusatzversicherung nur, wenn Ihre Zähne in gutem Zustand sind und aktuell keine Behandlungen anstehen.
  • Vergleichen Sie verschiedene Anbieter und entscheiden Sie sich für eine neue Zahnzusatzversicherung, die Ihnen eine deutliche Verbesserung im Vergleich zur bisherigen Versicherung bietet.
  • Wechseln Sie gegebenenfalls innerhalb Ihrer Versicherungsgesellschaft den Tarif.
  • Kündigen Sie Ihre alte Zahnzusatzversicherung erst, wenn Sie bereits über einen neuen Vertrag verfügen, der nahtlos an den alten anknüpft.
  • Beachten Sie Kündigungsfrist und Mindestlaufzeit Ihrer alten Zahnzusatzversicherung.

So kündigen Sie Ihre Zahnzusatzversicherung richtig

Um Ihre Zahnzusatzversicherung zu wechseln, müssen Sie zunächst in Erfahrung bringen, wann Sie Ihren alten Vertrag kündigen können. Viele Versicherer legen zu Vertragsbeginn eine Mindestlaufzeit von zwei oder drei Jahren fest. Vor Ablauf dieser Zeit können Sie Ihre Zahnzusatzversicherung nicht kündigen. Anschließend ist die Kündigung in der Regel jährlich möglich. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten: Bei manchen Anbietern kündigen Sie zum Ende des Kalenderjahres, egal wann Ihr Vertrag begonnen hat. Bei anderen gilt das Ende des Versicherungsjahres als Stichdatum – haben Sie Ihre Versicherung beispielsweise am 1. April eines Jahres abgeschlossen, dauert das Versicherungsjahr bis zum 31. März des Folgejahres.

Die Kündigungsfrist beträgt bei Zahnzusatzversicherungen in der Regel drei Monate. Gilt das Kalenderjahr, müssen Sie also bis zum 30. September kündigen; gilt das Versicherungsjahr, müssten Sie im oben genannten Beispiel zum 31. Dezember kündigen. Eine Ausnahme davon bildet das Sonderkündigungsrecht: Erhöht Ihr Anbieter die monatlichen Beiträge, haben Sie die Möglichkeit, innerhalb eines Monats außerhalb der regulären Frist Ihre Zahnzusatzversicherung zu kündigen. Auch in einigen anderen Situationen können Sie vom Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen – beispielsweise, wenn Sie von der gesetzlichen in eine private Krankenversicherung wechseln oder Ihren Wohnsitz ins Ausland verlagern.

Tipp

Schicken Sie Ihre Kündigung besser etwas früher ab – die meisten Versicherungsgesellschaften arbeiten mit Stichtagen und nehmen keine Kündigung mehr an, die auch nur einen Tag zu spät eintrifft. Versenden Sie das Kündigungsschreiben zudem per Post als Einschreiben mit Rückschein, um einen Nachweis über Ihre fristgemäße Kündigung zu erhalten.


Lässt sich die erneute Wartezeit umgehen?

Wenn Sie Ihre Zahnzusatzversicherung wechseln, müssen Sie in den meisten Fällen beim neuen Anbieter erneut eine Wartezeit von sechs bis acht Monaten überbrücken. Das heißt, Sie können während dieser Zeit noch keine Leistungen in Anspruch nehmen, weshalb Sie unbedingt mit gesundem Gebiss wechseln sollten. Auch bei den Leistungsbegrenzungen durch die Zahnstaffel beginnen Sie von vorn. Eventuelle Altersrückstellungen Ihrer alten Zahnzusatzversicherung verfallen außerdem. Eine Ausnahme davon besteht nur dann, wenn Sie innerhalb Ihrer bisherigen Versicherungsgesellschaft den Tarif wechseln.

Zwar gibt es auch Zahnzusatzversicherungen ohne Wartezeit – für diese müssen Sie aber sehr hohe monatliche Beiträge zahlen oder sich alternativ mit geringeren Leistungen zufrieden geben. Diese Option ist daher nicht zu empfehlen. Wenn sich Ihre Zähne aber in einem guten Zustand befinden und in den nächsten Jahren nicht mit größeren Behandlungsmaßnahmen zu rechnen ist, brauchen Sie sich von der Wartezeit nicht abschrecken zu lassen.


Zahnzusatzversicherung wechseln in 3 Schritten

Beachten Sie die Tipps und Hinweise aus diesem Ratgeber, ist es nicht schwer, die Zahnzusatzversicherung zu wechseln. Im folgenden Überblick finden Sie noch einmal eine Schritt-für-Schritt-Anleitung:

1.
Schritt
Informieren Sie sich darüber, wann Sie Ihre aktuelle Zahnzusatzversicherung kündigen können, und recherchieren Sie nach einem neuen Anbieter, der Ihre Ansprüche erfüllt.
2.
Schritt
Entscheiden Sie sich für die Zahnzusatzversicherung mit dem für Sie besten Preis-Leistungs-Verhältnis und prüfen Sie, ob Sie den Aufnahmekriterien entsprechen.
3.
Schritt
Kündigen Sie Ihre alte Zahnzusatzversicherung erst, wenn Sie bereits über einen neuen Vertrag verfügen, der nahtlos an den alten anknüpft, damit Sie jederzeit über Versicherungsschutz verfügen.

Fazit

Ob Sie die Zahnzusatzversicherung wechseln, sollten Sie sich gut überlegen. Bei einem neuen Anbieter müssen Sie erneut mit einigen Monaten Wartezeit sowie Leistungsstaffelungen rechnen. Auch Ihre Altersrückstellungen verfallen, wenn Sie einen entsprechenden Vertrag gewählt haben. Wenn Sie aber mit Ihrer bisherigen Versicherung unzufrieden sind oder ein besseres Angebot gefunden haben, ist ein Wechsel durchaus sinnvoll. Entscheidend ist der Zeitpunkt: Befinden Sie sich gerade in zahnmedizinischer Behandlung oder ist eine solche geplant bzw. angeraten, sollten Sie Ihre Zahnzusatzversicherung nicht kündigen. Die neue Versicherung wird dann nämlich keine Leistungen für diese Maßnahmen übernehmen und kann Sie bei sehr schlechten Zähnen auch ablehnen.

Warten Sie lieber, bis alle Behandlungen abgeschlossen sind und wechseln Sie, wenn Ihr Gebiss gesund ist. So ist die Wahrscheinlichkeit auch höher, dass Sie während der Wartezeit und der Begrenzung durch die Zahnstaffel keine hochpreisigen Leistungen benötigen. Kündigen Sie Ihren alten Vertrag pünktlich und erst, wenn Sie die Zusage Ihrer neuen Zahnzusatzversicherung erhalten haben. Entscheiden Sie sich beim Wechsel für einen Anbieter, der Ihnen die gewünschten Leistungen bietet und mit dem Sie langfristig zufrieden sein werden – beispielsweise für CosmosDirekt.


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