Wann ist eine Wohnmobil-Versicherung notwendig?

Wohn­mo­bil­ver­si­che­rung

Schutz für Reisen mit dem Wohn­mobil

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Eine Wohnmobil-Versicherung ist eine Kfz-Versicherung für Reisemobile. Die Haftpflichtversicherung ist gesetzlich vorgeschrieben und schützt Dich bei Personen-, Sach- und Vermögensschäden. Mit einer Deckungssumme von 100 Mio. Euro bist Du umfassend abgesichert.
  • Die Haftpflichtversicherung für das Wohnmobil kann um eine Teilkasko oder Vollkasko ergänzt werden.
  • Die Kosten für die Wohnmobil-Versicherung sind abhängig vom Fahrzeug, der Selbstbeteiligung sowie der Schadenfreiheitsklasse.
  • Versicherst Du Dein Wohnmobil als Zweitwagen, kannst Du mit günstigeren Beiträgen rechnen. Außerdem gibt es bei den meisten Versicherern weitere Rabatte bei der Camper-Versicherung.

Wenn Du Dein Wohnmobil bei CosmosDirekt versichern möchtest, dann beraten wir Dich gerne telefonisch unter 0681- 9 66 68 00.

Das Verreisen mit Wohnmobil ist beliebter denn je: Einfach den Motor anlassen und schon beginnt die Urlaubsreise. Mit Deinem Wohnmobil bist Du immer genau da, wo Du Dich wohlfühlst. Gerade Familien mit kleinen Kindern genießen die Vorzüge: Kein Zeitplan, kein Stress und keine Pflichten – im Vordergrund steht die Erholung, egal wohin die Reise führt. Im Wohnmobil ist die Natur immer nur eine Armlänge entfernt, zugleich muss niemand auf den Komfort des modernen Lebens verzichten. Um den Urlaub sorgenfrei genießen zu können, ist die Absicherung über eine Wohnmobil-Versicherung ratsam.

Unser Ratgeber bietet Dir allgemeine Informationen zur Wohnmobil­­versicherung. Du erfährst, welche Versicherungen Du für Dein Wohn­mobil benötigst, auf welche Leistungen es ankommt und wie hoch die Kosten für eine Wohn­mobil­versicherung sind.

Versi­che­rung fürs Wohn­mobil: Notwendig?

Wie jedes andere Fahrzeug musst Du auch ein Wohnmobil entsprechend versichern. Eine Haftpflichtversicherung für das Wohnmobil ist gesetzlich vorgeschrieben, Kaskoversicherungen bieten zusätzlich einen umfassenderen Schutz.

Bei teuren Wohnmobilen kann schon die Reparatur eines Steinschlags an der Windschutzscheibe schnell mehrere Tausend Euro kosten. Solche Schäden sind durch eine Teil- bzw. Vollkasko-Versicherung abgesichert. Darüber hinaus können auch Ergänzungen durch einen Schutzbrief oder auch eine Inhaltsversicherung für das Wohnmobil sinnvoll sein. Eine Inhaltsversicherung deckt beispielsweise den Diebstahl von Haushaltsgegenständen und elektronisches Entertainment aus dem Wohnmobil ab. Mit einem Schutzbrief übernimmt die Versicherung den Rücktransport des Wohnmobils in die Heimat bei Schäden, die eine Rückfahrt mit dem Fahrzeug unmöglich machen.

Unterschied Wohn­mobil-Versi­che­rung und Auto­ver­si­che­rung

Die Wohnmobil-Versicherung ist im Prinzip eine besondere Form der Kfz-Versicherung. Da ein Wohnmobil speziellen Anforderungen genügen muss, damit die Zulassungsstellen es als solches anerkennen – insbesondere bei Umbauten – wird es von vielen Versicherungen zu eigenen Konditionen und Tarifen versichert.

Die Versicherung für ein Wohnmobil unterscheidet sich hauptsächlich in folgenden Punkten von der Pkw-Versicherung:

  • Versicherung für Zweitwagen: In der Regel ist das Wohnmobil ein Zweitwagen, es besteht also bereits eine Kfz-Versicherung für das Alltagsfahrzeug.
  • Verwendungszweck: Das Wohnmobil wird nur zu Urlaubszwecken bewegt, während alltägliche Erledigungen mit dem normalen Pkw gemacht werden.
  • Weniger Schäden durch Auffahrunfälle: Wegen der geringeren Höchstgeschwindigkeit für Wohnmobile ereignen sich weniger Auffahrunfälle mit hohen Kosten für die Kfz-Versicherung.
  • Schutz durch eigenen Stellplatz: Während Pkw häufig mangels einer eigenen Garage an der Straße abgestellt werden müssen, gibt es für das Wohnmobil einen sicheren Stellplatz.
  • Geringeres Risiko durch umsichtigen Fahrstil: Wohnmobil-Fahrer pflegen in der Regel einen vorsichtigen und umsichtigen Fahrstil. Durch das Gewicht des Fahrzeugs ist sehr schnelles Fahren mit dem Reisemobil ohnehin schwierig.
  • Schadenhöhe: Ein Wohnmobil verursacht im Schadenfall höhere Kosten als ein Auto. Glasschäden, deren Reparatur bei einem Pkw einige hundert Euro kosten, schlagen bei größeren Wohnmobilen schon mit mehreren Tausend Euro zu Buche. Auch die Instandsetzung nach einem Wildunfall oder nach Unwetter- und Wasserschäden erfordert höhere Ausgaben als bei einem Auto. Gleiches gilt für die finanzielle Entschädigung nach einem Diebstahl oder Totalschaden. Bedingt durch die höheren Kaufpreise für ein Reisemobil entstehen hier ebenfalls höhere Kosten.
  • Schadenfreiheitsklasse: Wohnmobil- und Pkw-Versicherung unterscheiden sich auch aufgrund der Anzahl der Schadenfreiheitsklassen. Für Pkw existieren bis zu 50, während es für Wohnmobile lediglich 10 bis 20 sind. Auch die bei der Autoversicherung wichtigen Typ- und Regionalklassen sind bei der Versicherung für das Wohnmobil nicht relevant.

Welche Versi­che­rungen für Wohn­mo­bile gibt es?

In der Regel kannst Du bei jedem Versicherer eine Haftpflicht-, Teilkasko- oder Vollkasko-Versicherung für Dein Wohnmobil abschließen. Da lediglich die Haftpflichtversicherung für Wohnmobile gesetzlich vorgeschrieben ist, ist die zusätzliche Absicherung über eine Vollkasko- oder Teilkasko-Versicherung freiwillig. Ist das Wohnmobil schon älter, kann es sein, dass kein Versicherungsschutz für die Teil- oder Vollkasko angeboten wird. Abgesehen davon kannst Du selbst entscheiden, in welchem Umfang Du die Kfz-Versicherung für Dein Wohnmobil ergänzen möchtest.

Kfz-Haft­pflicht­ver­si­che­rung für Wohn­mo­bile

Möchtest Du ein Wohnmobil zulassen, brauchst Du laut Gesetz eine Kfz-Haftpflichtversicherung für Dein Fahrzeug. Die Haftpflichtversicherung deckt alle Personen-, Sach- und Vermögensschäden, die Du Dritten mit Deinem Fahrzeug zufügst. Mittlerweile bieten alle Versicherungsgesellschaften hierfür eine Versicherungssumme von 100 Millionen Euro. Die Deckungssumme variiert lediglich bei den versicherten Personenschäden. Je nach Versicherer ist die Versicherungssumme, die maximal pro geschädigte Person ausgezahlt wird, unterschiedlich hoch. Basis-Absicherungen weisen hier die Mindestsumme von 8 Millionen Euro auf, höherwertige Tarife enthalten 10 bis 15 Millionen Euro. Bei vielen, aber nicht allen Versicherern, ist in der Haftpflichtversicherung für Wohnmobile die sogenannte Mallorca-Police enthalten. Diese gilt für Mietfahrzeuge im Ausland. Bist Du mit Deinem Wohnmobil im Ausland unterwegs und möchtest dort ein kleines Auto für Tagestouren oder kleinere Unternehmungen mieten, sicherst Du dieses Fahrzeug mit der gleichen Versicherungssumme ab wie Dein Wohnmobil.

Teil­kasko-Versi­che­rung

Auf Reisen im In- oder Ausland kann mit einem Wohnmobil schnell ein Schaden entstehen. Nicht alle werden jedoch von der Haftpflichtversicherung übernommen. Um sich für diese Fälle abzusichern, empfiehlt sich die Ergänzung der WoMo-Versicherung um einen Teilkasko-Schutz.

Mit der Teilkasko kannst Du Dein Wohnmobil gegen folgende Schäden versichern:

  • Schäden durch Brand oder Explosion
  • Schäden am Wohnmobil durch Kurzschluss
  • Glasbruch
  • Zusammenstöße mit Tieren
  • Schäden durch Elementargefahren wie Sturm, Hagel, Blitzschlag oder Überschwemmungen
  • Schäden durch Tierbiss (z. B. Marderschaden)

Wohn­mobil-Versi­che­rung mit Voll­kasko

Mit der Ergänzung der Kfz-Haftpflichtversicherung um eine Vollkasko-Versicherung schützt Du vor allem neue und hochwertige Wohn- und Reisemobile umfassend vor möglichen Schäden.

Eine Vollkasko-Versicherung bietet diese Leistungen:

  • Umfassender Versicherungsschutz: Die Vollkasko umfasst sämtliche Leistungen der Teilkasko-Versicherung. Darüber hinaus sind auch selbstverschuldete Schäden am eigenen Wohnmobil abgedeckt. Mit der Vollkasko lassen sich zudem Beschädigungen durch Vandalismus versichern. Besitzer sehr luxuriöser Wohnmobile können so z. B. die Reparaturkosten für sogenannte "Neidkratzer" absichern.
  • Schutz bei Fahrten mit Fähren: Je nach Anbieter schließt die Kfz-Versicherung für das Wohnmobil auch ein Fährrisiko ein. Wer sein Reisemobil öfter mit der Fähre transportieren möchte, sollte diese Option in Erwägung ziehen. Enthalten sind zumeist Kollision, Strandung, Untergang der Fähre, aber auch das Überbordgehen des Wohnmobils. Hat die Schiffsführung angeordnet, das Fahrzeug zu opfern, um das Schiff, die Passagiere oder die Ladung zu retten, kommt die Havarie grosse zum Tragen. Hierdurch wird jeder an Bord an den Havariekosten beteiligt. Nicht jede Wohnmobilversicherung übernimmt die Kosten der Havarie grosse, doch es macht durchaus Sinn, diesen Fall miteinzuschließen.

Sinn­volle Zusatz­ver­si­che­rungen für Dein Wohn­mobil

Wie bei einem normalen Pkw kannst Du auch für Dein Wohnmobil die Leistungen der Kfz-Versicherung um optionale Zusatzversicherungen erweitern, um den Versicherungsschutz zu komplettieren. Üblich ist hier eine Schadenschutzversicherung für Fahrten ins Ausland und ein Schutzbrief für das Wohnmobil.

Ausland-Scha­den­schutz­ver­si­che­rung

Solltest Du im EU-Ausland mit Deinem Wohnmobil unschuldig in einen Unfall verwickelt werden, erspart eine Ausland-Schadenschutzversicherung die Auseinandersetzung mit einer der dortigen Haftpflichtversicherungen. Schmerzensgeld, Wertminderung oder ein Ersatzwagen werden zu den geltenden Bedingungen Deiner deutschen Kfz-Versicherung abgewickelt. Für Dich und Dein Wohnmobil bedeutet das im Vergleich eine höhere Entschädigung gemäß den deutschen Standards. Der Versicherungsschutz gilt in der Regel für sämtliche EU-Länder. Darüber hinaus ist der Ausland-Schadenschutz meist auch für Island, Kroatien, Liechtenstein, Monaco, Norwegen und die Schweiz, manchmal auch für Andorra, gültig.

Zusätz­li­cher Schutz für Dein Wohn­mobil mit dem Schutz­brief

Ein Kfz-Schutzbrief ist ebenfalls eine sinnvolle Ergänzung zur Wohnmobil-Versicherung. Übernommen werden Kosten für Pannen- und Unfallhilfe direkt vor Ort, Bergung des Wohnmobils, Abschleppen und der Rücktransport an den Heimatort.

Je nach Versicherer können folgende Leistungen in die Wohnmobilversicherung eingeschlossen werden:

  • Mietwagen und Übernachtung im Schadenfall
  • Weiter- oder Rückfahrt mit Bahn oder Flugzeug
  • Versand von Ersatzteilen
  • Unterstellung des beschädigten Wohnmobils
  • Kranken-Rücktransport oder die Rückholung von Kindern, sofern sie noch keine 15 Jahre alt sind

Dieser Wohnmobil-Schutzbrief gilt im Allgemeinen für Deutschland und Europa, bei ausgewählten Versicherern sind auch Fahrten in außereuropäische Staaten rund um das Mittelmeer, auf die Kanarischen Inseln, die Azoren oder Madeira mit abgesichert.

Welches Wohn­mobil braucht welche Versi­che­rung?

Bevor die Urlaubsreise mit dem Wohnmobil losgehen kann, stellt sich die Frage: Welche Versicherung ist sinnvoll für das Reisemobil? Welche Leistungen braucht man für das eigene Fahrzeug und was sollte versichert sein, wenn man ein Wohnmobil mietet oder leiht? Je nach Reiseziel und Nutzung des Campers sollten Wohnmobil-Fahrer in jedem Fall auf den passenden Versicherungsschutz achten.

Eigenes Wohn­mobil: Welche Leis­tungen der WoMo-Versi­che­rung sind sinn­voll?

Wer mit dem eigenen Wohnmobil losziehen möchte, braucht dafür in jedem Fall eine Kfz-Haftpflichtversicherung. Denn ohne diese Versicherung darfst Du den Stellplatz nicht verlassen. Die Haftpflichtversicherung für das Wohnmobil ist in der gesamten EU gültig.

Ergänzend zur Kfz-Haftpflicht sind diese Leistungen sinnvoll:

  • Grüne Karte: Bist Du mit Deinem Wohnmobil außerhalb Deutschlands unterwegs, solltest Du eine Grüne Karte anfordern. Diese ist für Nicht-EU-Länder vorgeschrieben, aber auch bei Fahrten im europäischen Ausland erweist sie sich als hilfreich. Dort sind alle wichtigen Angaben zu Deiner Kfz-Versicherung eingetragen. Sollte Dein Wohnmobil in einen Unfall verwickelt werden, kann die Polizei des jeweiligen Landes darauf bestehen, dass Du die Grüne Versichertenkarte vorzeigst.
  • Kaskoversicherungen: Eine Wohnmobilversicherung mit Kasko-Schutz punktet mit zusätzlichen Leistungen. Wer mit seinem Wohnmobil in der Wildnis campiert, braucht unbedingt eine Teilkasko. Diese sichert Dich gegen naturbedingte Schäden durch Sturm, Hagel, Blitzschlag oder Überschwemmung ab, aber auch gegen Fahrzeug-Diebstahl, Brand oder Glasschäden. Umfassendere Risiko-Vorsorge für das Wohnmobil gibt es mit einer Vollkasko. Diese enthält alle Leistungen der Teilkasko und schützt zusätzlich gegen selbstverschuldete Unfallschäden am eigenen Wohnmobil sowie die mutwillige Beschädigung des Fahrzeugs durch Andere. Diese Kaskoversicherung ist gerade bei einem neuen Wohnmobil empfehlenswert, damit Du im Ernstfall hohe Reparaturkosten nicht selbst tragen musst.

Gemie­tetes Wohn­mobil: Welche Versi­che­rung braucht man für ein gelie­henes Wohn­mobil?

Ein Wohnmobil zu mieten ist für viele Menschen eine bequeme Möglichkeit, sich den Traum vom Urlaub mit dem eigenen Camper zu erfüllen. Ob im Ausland oder auch in Deutschland – es gibt unterschiedliche Anbieter für die Vermietung von Reisemobilen. Eine eigene Wohnmobil-Versicherung musst Du für Mietfahrzeuge dabei nicht abschließen. Die Anbieter, die Dir das Wohnmobil vermieten, berechnen die Kosten für die Versicherung bereits in der Miete mit ein.

Bevor Du den Mietvertrag für das Wohnmobil unterschreibst, solltest Du unbedingt die Leistungen der enthaltenen Versicherungen überprüfen:

  • Haftpflichtversicherung: In der Regel sind die Fahrzeuge haftpflicht- und vollkaskoversichert. Wenn Du hierzulande ein Wohnmobil mietest und damit ins Ausland fahren möchtest, ist das dem Vermieter bei der Buchung anzuzeigen. Bei Fahrten im europäischen Ausland, aber auch bei einem Urlaubstrip außerhalb Europas, muss man beim Versicherungsschutz mit Einschränkungen, Ausschlüssen und teilweise enormen Selbstbehalten rechnen. Zwar deckt eine ausländische Haftpflichtversicherung im Prinzip dieselben Schäden ab wie eine deutsche, doch schon die Höhe der Deckungssumme unterscheidet sich teilweise deutlich. Die gesetzlich vorgeschriebene Mindestsumme bewegt sich z. B. in den USA abhängig vom Bundesstaat bei 5.000 bis 100.000 US-Dollar. Außerdem kann es sinnvoll sein, auf den Einschluss der Mallorca-Police zu achten, um Mietwagen im EU-Ausland zu versichern.
  • Selbstbeteiligung: Im Schadenfall wird für den Mieter bei der Wohnmobil-Versicherung mit Teilkasko- und Vollkasko-Leistungen eine Selbstbeteiligung fällig. Diese ist vom Versicherer abhängig, liegt oftmals aber bei 500 Euro für die Teilkasko und 1.000 Euro für die Vollkasko pro Schadenfall. Zudem bestehen bestimmte Ausschlusskriterien, die den Verlust des Versicherungsschutzes bedeuten: Darunter fallen beispielsweise das Fahren unter Alkohol oder eine Fahrerflucht im Schadenfall, aber z. B. auch, wenn man die Höhe des Wohnmobils unterschätzt und an einer Brücke hängenbleibt.

Wohnmobil-Anbieter und ihre Tarife sind sehr vielfältig. Deshalb empfehlen wir, vor der Buchung neben den Preisen immer auch das „Kleingedruckte“ der Wohnmobil-Versicherung, die von den Vermietern angeboten wird, einem Vergleich zu unterziehen. So kannst Du schon vor der Buchung feststellen, ob im Schadenfall finanzielle Risiken drohen.

  • Zusatzversicherungen: Die meisten Anbieter bieten Zusatzversicherungen zur Reisemobilversicherung, mit denen sich gegen Aufpreis die Deckungssumme aufstocken lässt. Denn alle Schäden, die über die Mindestsumme hinausgehen, musst Du selbst tragen. Auch die Kaskoversicherungen variieren im Umfang je nach Vermieter erheblich. Manchmal sind Schäden an bestimmten Fahrzeugteilen ausgeschlossen oder mit sehr hohen Selbstbeteiligungen verbunden. Wird mit dem Vermieter eine bestimmte Route vereinbart, dann aber verlassen, droht unter Umständen der Verlust des Versicherungsschutzes.

Wie teuer ist der Versi­che­rungs­schutz?

Die Kosten für die Versicherung Deines Wohnmobils setzen sich anhand verschiedener Faktoren zusammen. Der wichtigste Faktor bei der Berechnung ist der Wert des Wohnmobils. Zudem werden die unfall- und schadenfrei gefahrenen Jahre, die für die Wohnmobilversicherung einen individuellen Schadenfreiheitsrabatt ergeben, berücksichtigt. Auch Kriterien wie das Alter des Fahrzeughalters und seine Fahrerfahrung werden herangezogen, um die Wohnmobil-Versicherung zu berechnen.

Folgende Faktoren beeinflussen bei der Wohnmobil-Versicherung die Kosten:

  • Gesamtneuwert bzw. der Kaufpreis: Für die Wohnmobil-Versicherung muss der Neuwert bzw. Kaufpreis des Fahrzeugs angegeben werden (inklusive der fest eingebauten Einrichtung und des Vorzelts)
  • Wohnmobil-Modell: Die Versicherung bezieht auch das Alter des Wohnmobils in die Kalkulation der Kosten mit ein. Auch die Art des Aufbaus muss angegeben werden.
  • Angaben zum Fahrer: Auch individuelle Faktoren wie das Alter des Fahrers und seine Fahrerfahrung spielen eine Rolle. Bei Fahranfängern und jungen Fahrern wird das Risiko für einen Unfall höher geschätzt, weshalb die Prämien in der Regel höher sind. Außerdem hat es einen Einfluss auf die Kosten, ob die Wohnmobil-Versicherung für mehrere Fahrer abgeschlossen werden soll.
  • Selbstbeteiligung: Die Höhe der Selbstbeteiligung entscheidet ebenfalls über die Kosten für die Camper-Versicherung. Je höher die gewählte Selbstbeteiligung ist, desto geringer sind die jährlichen Versicherungsbeiträge für die Wohnmobil-Versicherung.
  • Kaskoversicherung: Ergänze die Versicherung für Deinen Camper mit einer Teilkasko oder Vollkasko-Versicherung, wirkt sich das ebenfalls auf die Kosten für die Wohnmobilversicherung aus.
  • Schadenfreiheitsklasse: Die Schadenfreiheitsklasse gibt Auskunft darüber, wie viele Jahre der Versicherte ohne Unfall gefahren ist. Für den Abschluss einer neuen Wohnmobil-Versicherung ist die Schadenfreiheitsklasse ein wesentlicher Faktor für die Einstufung. Je weniger Unfälle der Fahrer hatte, desto günstiger ist der jährliche Beitrag.
  • Zweitwagenregelung: Besitzt Du bereits einen Pkw, kannst Du das Wohnmobil als Zweitwagen versichern. In diesem Fall sind die Beiträge für die Wohnmobil-Versicherung von Anfang an günstiger.

Mehr Infos zu den Schadenfreiheitsklassen findest Du im Ratgeber Autoversicherung: Prozente, Rabatte und die Schadenfreiheitsklassen.

So kannst Du bei der Wohn­mobil-Versi­che­rung sparen

Auch bei der Versicherung für ein Wohnmobil gibt es Möglichkeiten, die Kosten für die Beiträge zu senken und den Versicherungsschutz möglichst günstig zu halten. Bei den meisten Versicherern gibt es hierfür folgende Möglichkeiten:

  • Rabatte: Wie bei jeder Kfz-Versicherung auch, stehen Wohnmobil-Fahrern einige Optionen für Sonderrabatte offen. Einige Berufsgruppen, insbesondere Beamte und Angestellte im Öffentlichen Dienst, bekommen vergünstigte Tarife. Ebenso wirkt es sich positiv aus, wenn man bei einem Unternehmen weitere Versicherungen abgeschlossen hat: Für Bestandskunden gibt es oft einen beträchtlichen Beitragsnachlass.
  • Vergünstigungen für bestimmte Bauarten: Manche Versicherer honorieren es, wenn bestimmte Materialien in der Karosserie des Wohnmobils verwendet wurden. So fällt die Kfz-Versicherung für Wohnmobile, die aus glasfaserverstärkten Kunststoffen (GFK) bestehen, in der Regel niedriger aus als die für Wohnmobile mit Außenwänden aus Aluminium. Grund: GFK ist deutlich weniger anfällig für Hagelschäden.
  • Saisonkennzeichen: Da ein Wohnmobil vor allem während der wärmeren Monate bewegt wird, lohnt sich in vielen Fällen die Zulassung mit einem Saisonkennzeichen. Dieses ist für den gewählten Zeitraum gültig, zwischen zwei und elf zusammenhängenden Monaten innerhalb eines Kalenderjahres. Der Vorteil: Für die Zeit der Stilllegung zahlst Du keine Kfz-Steuer und keine Kfz-Versicherung. Allerdings darfst Du das Wohnmobil dann auf keinen Fall im Straßenverkehr bewegen oder auf öffentlichen Straßen/Plätzen abstellen. In der Ruhezeit besteht der Versicherungsschutz weiter, die sogenannte Ruheversicherung deckt je nach Versicherungsart bestimmte Haftpflicht- und Kasko-Schäden ab. Du zahlst für die Ruheversicherung in der Regel keinen Beitrag, musst aber das Wohnmobil auf einem eingezäunten Grundstück oder in einer Garage abstellen. Manchmal wird von den Versicherern auch ein Carport akzeptiert, der sich mit Kette und Vorhängeschloss sichern lässt.
  • Winterstellplatz: Wer sein Wohnmobil in den Winterschlaf schicken möchte, kann es auch ganz abmelden. Dafür fallen aber zusätzliche Gebühren an. Wie beim Saisonkennzeichen auch darfst Du das Wohnmobil nicht einfach auf der Straße abstellen. Neben Garage, eingezäuntem Grundstück oder Carport sind zudem Winterlager, wie sie für Boote und Yachten gemietet werden können, eine gute Unterbringungsmöglichkeit. Die Hallen sind überdacht und in der Regel beheizt, Wind und Wetter können dem Wohnmobil nichts anhaben. Wohnmobil-Händler bieten manchmal entsprechende Stellflächen an. Wie beim Saisonkennzeichen zahlst Du für die Zeit der Stilllegung keine Beiträge für Kfz-Steuer und Wohnmobil-Versicherung. Achte aber darauf, dass mögliche Schäden durch eine Ruheversicherung abgedeckt sind.

Fazit: So findest Du die passende Wohn­mobil-Versi­che­rung

Damit Du mit Deinem Wohnmobil stets sicher unterwegs bist, solltest Du auf einen umfangreichen Versicherungsschutz setzen. Es gilt: Je wertvoller das Wohnmobil, desto umfassender sollte der Versicherungsschutz sein. Die Haftpflichtversicherung ist für die Zulassung des Wohnmobils gesetzlich vorgeschriebenen. Die Kaskoversicherungen decken je nach Art Schäden aufgrund von Natureinwirkungen (Teilkasko) und zusätzlich Schäden aufgrund selbstverschuldeter Unfälle oder Beschädigungen durch Dritte ab, wenn der Verursacher nicht bekannt ist (Vollkasko). Beim Abschluss der Kaskoversicherung ist der Vergleich des Kleingedruckten wichtig: Leistungsumfang und Ausschlusskriterien schwanken je nach Anbieter. Einige Versicherer verweigern zum Beispiel die Aufnahme von älteren Wohnmobilen oder es bestehen Einschränkungen bei Bauart oder Wohnmobil-Typ. Informiere Dich daher am besten vorab, welche Leistungen der Wohnmobil-Versicherung Du benötigst und welcher Versicherungsschutz für Dein Vorhaben am besten geeignet ist.

Wenn Du Dein Wohnmobil bei CosmosDirekt versichern möchtest, dann beraten wir Dich gerne telefonisch unter 0681- 9 66 68 00.

Weitere Fragen zur Wohn­mobil-Versi­che­rung

Hast Du Fragen zur Kfz-Versicherung? Wir beraten Dich gerne telefonisch oder per E-Mail.

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