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Wohnmobilversicherung

Wohnmobilversicherung:

Rundum geschützt beim Reisen

Von den einen als rollendes Wohnzimmer belächelt, für die anderen ist das Wohnmobil der Inbegriff von Freiheit. Ein Urlaub im Wohnmobil ist aufregend, faszinierend, spontan. Wer heute an der Atlantikküste in die Wellen taucht, kann schon morgen in den Alpen wandern gehen. Unterwegs kann aber viel passieren: Gut, wenn Sie mit einer Wohnmobil­versicherung rundum abgesichert sind.

Im Folgenden erklärt CosmosDirekt, in welchen Punkten sich eine Kfz Versicherung für Wohnmobile von einer Autoversicherung unterscheidet, welchen Versicherungsbedarf ein gemietetes und das eigene Wohnmobil haben und wie Sie bei der Wohnmobilversicherung sparen können.


Diese Versicherungsbegriffe spielen im Artikel eine Rolle
Begriff
Erklärung
Schadenfreiheitsklasse

Steht für die Jahre, in denen ein Versicherungsnehmer sein Auto unfall- und schadenfrei bewegt hat.

Die Einstufung in eine der 39 möglichen Klassen (bei Wohnmobilen: 10 Klassen) bestimmt in hohem Maß über den zu zahlenden Versicherungsbeitrag. SF-Klassen gibt es in der Haftpflicht- und in der Vollkasko-Versicherung. Bei Teilkasko-Versicherungen werden sie nicht berücksichtigt.


Urlaub mit dem Wohnmobil: Flexibel verreisen liegt im Trend

Den Motor anlassen, einmal Gas geben und schon beginnt das Abenteuer on the road. Mit dem Wohnmobil sind Sie immer genau da, wo Sie sich wohlfühlen. Viele zieht es in die weiten Landschaften Nordamerikas, sie wandern im Grand Canyon und beobachten im Yosemite National Park Braunbären. Andere fahren in den hohen Norden, wo sie am Rande eines norwegischen Fjords Lachse angeln, während über ihnen die Mitternachtssonne scheint. Wieder andere parken ihr Reisemobil am Rande einer Metropole mit berühmten Museen, beeindruckender Architektur und quirligem Stadtleben. Die Vorteile von Wohnmobil und auch Wohnwagen: Mit ihnen sind auch stille Winkel und entlegene Ecken jederzeit erreichbar. Man muss kein teures Hotelzimmer buchen. Und sollte es einmal regnen, bleibt das Bett garantiert trocken.

Kein Wunder also, dass Urlaub im Wohnmobil voll im Trend liegt. Gerade Familien mit kleinen Kindern genießen die Vorzüge: Kein Zeitplan, kein Stress und keine Pflichten – im Vordergrund steht die Erholung, egal, ob der Road-Trip zu Pippi Langstrumpf nach Schweden führt, zu mächtigen Burganlagen in den schottischen Highlands oder an unberührte Sandstrände auf Korsika. Im Wohnmobil ist die Natur immer nur eine Armlänge entfernt, zugleich muss niemand auf den Komfort modernen Lebens verzichten. Schon bei einfachen Wohnmobilen gehören Herd, Kühlschrank, Toilette und Dusche zur Standard-Ausstattung. Luxus-Wohnmobile bieten darüber hinaus mehrere Zimmer, edle Holzfronten oder elektrische Hubbetten, die tagsüber zum Kinderspielplatz werden.


Eine Wohnmobilversicherung ist notwendig

Wie für jedes andere Fahrzeug ist die Kfz Versicherung auch für Wohnmobile notwendig. Eine Haftpflicht ist gesetzlich vorgeschrieben, Kaskoversicherungen bieten umfassenderen Schutz. Bei hochpreisigen Wohnmobilen kann schon die Reparatur eines Steinschlags an der Windschutzscheibe mehrere Tausend Euro kosten. Eine Teilkasko deckt neben Glasschäden beispielsweise auch solche Schäden ab, die ein Einbrecher auf dem Campingplatz hinterlassen hat. Die Vollkasko schützt darüber hinaus vor selbstverursachten Schäden und Vandalismus. Zusatzversicherungen sichern gegen weitere Risiken ab. Eine Inhaltsversicherung deckt beispielsweise den Diebstahl von Haushaltsgegenständen und elektronisches Entertainment aus dem Wohnmobil ab. Manch eine Versicherung lässt sich mit einem Schutzbrief ergänzen, der den Rücktransport eines nicht-fahrtüchtigen Wohnmobils zurück in die Heimat übernimmt.


Exkurs: Die Wohnwagenversicherung

Auch ein Wohnwagen braucht eine Haftpflichtversicherung. Zusätzlich können Sie Teil- und Vollkasko-Versicherungen abschließen. Wenn Sie Ihren Caravan hingegen nicht auf der Straße bewegen, sondern dauerhaft auf einem Campingplatz abstellen, benötigen Sie die Wohnwagenversicherung nur für den Transport zum Stellplatz. Danach ist eine Camping-Versicherung erforderlich, deren Versicherungsumfang sich auch auf das Vorzelt und das Inventar erstreckt. Diese Versicherung wird für Dauercamper angeboten, die entweder Wohnwagen oder Mobilheime (transportable Wohneinheit) nutzen und auf offiziellen Campingplätzen residieren. Der Versicherungsschutz geht über eine normale Teilkasko hinaus. Neben Einbruchdiebstahl, Brand- und Sturmschäden werden auch Überschwemmungsschäden durch die Versicherung abgedeckt.


Was unterscheidet eine Wohnmobilversicherung von einer Autoversicherung?

Im Prinzip ist eine Wohnmobilversicherung eine besondere Form der Kfz Versicherung. Da ein Wohnmobil speziellen Anforderungen genügen muss, damit die Zulassungsstellen es als solches anerkennen - insbesondere bei Umbauten - wird es von vielen Versicherungen zu eigenen Konditionen und Tarifen versichert. Mehrere Gründe sprechen aus Sicht der Versicherer dafür, Pkws und Wohnmobile getrennt zu behandeln:

  • In der Regel ist das Wohnmobil ein Zweitwagen, es besteht also bereits eine Kfz Versicherung für das Alltagsfahrzeug.
  • Das Wohnmobil wird nur zu Urlaubszwecken bewegt.
  • Wegen der geringeren Höchstgeschwindigkeit ereignen sich weniger Auffahr-Unfälle mit hohen Kosten für die Kfz Versicherung.
  • Das Wohnmobil verfügt über einen sicheren Stellplatz.
  • Wohnmobil-Fahrer pflegen einen vorsichtigen und umsichtigen Fahrstil.

Zudem unterscheidet sich die Schadenhöhe in der Kfz Versicherung: Ein Wohnmobil verursacht im Schadenfall höhere Kosten als ein Auto. Glasschäden, deren Reparatur bei einem Pkw einige hundert Euro kosten, schlagen bei größeren Wohnmobilen schon mit mehreren Tausend Euro zu Buche. Auch die Instandsetzung nach einem Wildunfall oder nach Unwetter- und Wasserschäden erfordert höhere Ausgaben als bei einem Auto. Gleiches gilt für die finanzielle Entschädigung nach einem Diebstahl oder Totalschaden. Bedingt durch die höheren Kaufpreise entstehen hier ebenfalls höhere Kosten. Daher müssen Sie bei der Beantragung einer Wohnmobilversicherung zusätzliche Angaben über Ihr Fahrzeug machen.

Folgende Faktoren spielen eine wichtige Rolle bei der Prämienberechnung:

  • Gesamtneuwert bzw. der Kaufpreis (inklusive der fest eingebauten Einrichtung und des Vorzelts)
  • Baujahr und Art des Aufbaus
  • Alter und Anzahl der Fahrer
  • Höhe der Selbstbeteiligung
  • Wahl zwischen Teilkasko und Vollkasko

Der wichtigste Faktor bei der Berechnung ist der Wert des Wohnmobils. Zudem werden die unfall- und schadenfrei gefahrenen Jahre, die für die Wohnmobilversicherung einen individuellen Schadenfreiheitsrabatt ergeben, berücksichtigt. Bei Wohnmobil-Versicherungen gibt es je nach Versicherung 10 bis 20 Schadenfreiheitsklassen. Eine Einteilung in verschiedene Typklassen und Regionalklasse erfolgt bei Wohnmobilen nicht.


Eigenes Wohnmobil: Welche Leistungen der Wohnmobilversicherung sind wann sinnvoll?

Eine Wohnmobilversicherung umfasst mindestens die Haftpflichtversicherung. Diese deckt Personen-, Sach- und Vermögensschäden ab, die Sie durch den Gebrauch Ihres Wohnmobils anderen zufügen. Um diese Ansprüche Dritter abdecken zu können, ist die Haftpflicht gesetzlich vorgeschrieben. Ohne sie dürfen Sie den Stellplatz nicht verlassen. Ihre Haftpflichtversicherung ist EU-weit gültig.

Wer außerhalb Deutschlands mit dem Wohnmobil unterwegs ist, sollte sich eine Grüne Karte anfordern. Für Nicht-EU-Länder ist sie vorgeschrieben, aber auch bei Fahrten im EU-Ausland erweist sich als hilfreich. Dort sind alle wichtigen Angaben zur Kfz Versicherung eingetragen. Sollte Ihr Wohnmobil in einen Unfall verwickelt werden, kann die Polizei des jeweiligen Landes darauf bestehen, dass Sie die Grüne Versichertenkarte vorzeigen.


Kaskoversicherungen mit umfassenderen Leistungen

Eine Wohnmobilversicherung mit Kasko-Schutz ist freiwillig, punktet aber mit zusätzlichen Leistungen. Nur so können Sie die teure Innenausstattung eines Wohnmobils überhaupt versichern lassen. Wer mit seinem Wohnmobil in der Wildnis campiert, braucht unbedingt eine Teilkasko. Diese sichert Sie gegen naturbedingte Schäden durch Sturm, Hagel, Blitzschlag oder Überschwemmung ab, aber auch gegen Fahrzeug-Diebstahl, Brand oder Glasschäden. Umfassendere Risiko-Vorsorge für das Wohnmobil gibt es mit einer Vollkasko. Diese enthält alle Leistungen der Teilkasko und schützt zusätzlich gegen selbstverschuldete Unfallschäden am eigenen Wohnmobil sowie die mutwillige Beschädigung des Fahrzeugs durch Andere. Diese Kfz Versicherung ist gerade bei einem neuen Wohnmobil empfehlenswert, damit Sie im Ernstfall hohe Reparaturkosten nicht selbst tragen müssen.


Miet-Wohnmobil: Was muss ich bei der Kfz Versicherung beachten?

Ob die Reise nach Spanien, Griechenland oder Norwegen geht: Je weiter weg das Reiseziel, desto eher ist man geneigt, vor Ort ein Wohnmobil zu mieten. Während man mit dem eigenen Fahrzeug 24 Stunden und länger unterwegs wäre, erreicht man mit dem Flugzeug binnen kurzer Zeit das Wunschziel. Das gleiche gilt auch für alle, die kein eigenes Wohnmobil besitzen, im Urlaub aber den flexiblen Luxus auf vier Rädern genießen wollen.

Vor Ort gibt es die unterschiedlichsten Anbieter für Miet-Wohnmobile, angefangen von lokalen Vermietern bis zu weltweit agierenden Unternehmen. Dann brauchen Sie nur noch das passende Gefährt auszusuchen: praktischer Alkoven, robuster Teilintegrierter, komfortabler Vollintegrierter. Eine eigene Wohnmobilversicherung muss man nicht selbst abschließen, in der Miete für das Wohnmobil ist die Versicherung bereits enthalten.

Versicherungsleistungen

In der Regel sind die Fahrzeuge haftpflicht- und vollkaskoversichert. Wenn Sie hierzulande ein Wohnmobil mieten und damit ins Ausland fahren möchten, ist das dem Vermieter bei der Buchung anzuzeigen. Speziell bei Fahrten nach Osteuropa, in die GUS-Staaten oder Türkei muss dann der normale Versicherungsschutz erweitert werden. Im Schadenfall wird für den Mieter bei Teilkasko- und Vollkasko-Leistungen eine Selbstbeteiligung fällig. Diese ist vom Versicherer abhängig, liegt oftmals aber bei 500 € für die Teilkasko und 1.000 € für die Vollkasko pro Schadenfall. Zudem bestehen bestimmte Ausschlusskriterien, die den Verlust des Versicherungsschutzes bedeuten: Darunter fallen beispielsweise das Fahren unter Alkohol oder eine Fahrerflucht im Schadenfall, aber auch, wenn man die Höhe des Wohnmobils unterschätzt und an einer Brücke hängenbleibt.

Daher gilt: Bei Fahrten im europäischen Ausland, aber auch bei einem Urlaubstrip quer durch die USA oder Kanada, muss man beim Versicherungsschutz mit Einschränkungen, Ausschlüssen und teilweise enormen Selbstbehalten rechnen. Zwar deckt eine ausländische Haftpflichtversicherung im Prinzip dieselben Schäden ab wie eine deutsche, doch schon die Höhe der Deckungssumme unterscheidet sich teilweise deutlich. Die gesetzlich vorgeschriebene Mindestsumme bewegt sich in den USA abhängig vom Bundesstaat beispielsweise bei 5.000-100.000 US-Dollar.

Zusatzversicherungen

Die meisten Anbieter haben daher Zusatz-Versicherungen im Programm, mit denen sich gegen Aufpreis die Deckungssumme aufstocken lässt. Denn alle Schäden, die über die Mindestsumme hinausgehen, müssten Sie selbst tragen. Auch die Kaskoversicherungen variieren im Umfang je nach Vermieter erheblich. Manchmal sind Schäden an bestimmten Fahrzeugteilen ausgeschlossen oder mit sehr hohen Selbstbeteiligungen verbunden. Wird mit dem Vermieter eine bestimmte Route vereinbart, dann aber verlassen, droht unter Umständen der Verlust des Versicherungsschutzes.

Tipp

Wohnmobil-Anbieter und ihre Tarife sind sehr vielfältig. Deshalb empfehlen wir, vor der Buchung neben den Preisen immer auch das „Kleingedruckte“ der Wohnmobil-Versicherung, die von den Vermietern angeboten wird, einem Vergleich zu unterziehen. So können Sie schon vor der Buchung feststellen, ob im Schadenfall finanzielle Risiken drohen.


Welche Unterschiede bestehen bei den Anbietern von Wohnmobilversicherungen?

Das Gemeinsame vorweg: Alle Versicherer bieten die drei Arten der Wohnmobilversicherung an. Egal, ob es sich um ein großes Unternehmen oder einen spezialisierten Makler handelt: Sie können in der Regel eine Haftpflicht-, Teilkasko- oder Vollkasko-Versicherung für Ihr Wohnmobil abschließen. Ist das Wohnmobil schon älter, kann es sein, dass kein Versicherungsschutz für die Teil- oder Vollkaskoversicherung angeboten wird. Abgesehen davon bestehen große Unterschiede in der Höhe der Beiträge und im Umfang der Versicherungsleistungen.

Kfz-Haftpflichtversicherung

Einheitlich geregelt ist allein die Versicherungssumme für Personen-, Sach- und Vermögenswerte. Alle Versicherungsgesellschaften bieten deutlich mehr als die gesetzlich vorgeschriebene Mindestdeckung an und haben den Versicherungsschutz auf 100 Mio. € erhöht. Werden mehrere Haftpflicht-Tarife bei einem Versicherer ausgewiesen, unterscheiden sich diese oft in der Höhe der Versicherungssumme, die maximal pro geschädigte Person ausgezahlt wird. Basis-Absicherungen weisen hier die Mindestsumme von 8 Mio. € auf, höherwertige Tarife enthalten 10-15 Mio. €. Bei vielen, aber nicht allen Versicherern, ist in der Haftpflicht die sogenannte Mallorca-Police enthalten. Sie gilt für Mietfahrzeuge im Ausland. Sind Sie also mit dem Wohnmobil im Ausland unterwegs und möchten dort ein kleines Auto für die Shopping-Tour in der nahegelegenen Metropole mieten, sichern Sie dieses Fahrzeug mit der gleichen Versicherungssumme ab wie Ihr Wohnmobil.

Teilkaskoversicherung

Die Teilkasko versichert Schäden durch Diebstahl, Brand, Explosion, Kurzschluss am Wohnmobil oder Glasschäden. Aber der Zusammenstoß mit Tieren wird unterschiedlich geregelt. Während Unfälle mit Haarwild, beispielsweise Rehen, meistens von jeder Wohnmobilversicherung abgedeckt werden, bestehen für Schäden nach Kollisionen mit Pferden, Rindern, Schafen oder Ziegen oft eigene Tarife. Manche Versicherungen decken aber auch Zusammenstöße mit Tieren aller Art ab. Auch der Elementarschutz ist unterschiedlich geregelt. Schäden durch Naturgewalten wie Sturm, Hagel, Blitzschlag oder Überschwemmung sind im Versicherungsschutz enthalten. Bei Lawinen differenziert man: Schäden durch Schneelawinen sind beispielsweise in der Regel im Basis-Schutz mitinbegriffen, Schäden durch Dachlawinen werden erst in den Komfort-Tarifen abgedeckt. Auch Marderbissschäden an Kabeln, Schläuchen oder Leitungen werden von den Anbietern individuell gehandhabt. In manchen Teilkasko-Tarifen sind solche Schäden gar nicht enthalten, in anderen werden die Kosten nur bis zu einer bestimmten Höhe (zwischen 1.000 und 3.000 €) übernommen.

Vollkaskoversicherung

Die Vollkasko umfasst sämtliche Leistungen der Teilkasko. Weiterhin werden selbstverschuldete Unfallschäden am eigenen Wohnmobil abgedeckt. Ebenfalls enthalten: Vandalismus, also mut- und böswillige Beschädigungen des Fahrzeugs durch fremde oder unbekannte Personen. Besitzer sehr luxuriöser Wohnmobile können so die Reparaturkosten für sogenannte "Neidkratzer" absichern. Je nach Anbieter ist unterschiedlich geregelt, ob die Kfz Versicherung für das Wohnmobil auch ein Fährrisiko einschließt. Wer des Öfteren auf eine der Mittelmeer-Inseln wie Korsika oder Mallorca fährt, sollte diese Option in Erwägung ziehen. Enthalten sind zumeist Kollision, Strandung, Untergang der Fähre, aber auch das Überbordgehen des Wohnmobils. Hat die Schiffsführung anordnet, das Fahrzeug zu opfern, um das Schiff, die Passagiere oder die Ladung zu retten kommt die Havarie Grosse zum Tragen. Hierdurch wird jeder an Bord an den Havariekosten beteiligt. Nicht jede Wohnmobilversicherung übernimmt die Kosten der Havarie Grosse. Doch es macht durchaus Sinn, diesen Fall miteinzuschließen.

Zusatzversicherungen

Über die normale Kfz Versicherung hinaus können Sie für Wohnwagen und Wohnmobil eine Reihe an optionalen Ergänzungsversicherungen beantragen, um den Versicherungsschutz zu komplettieren:

  • Ausland-Schadenschutzversicherung
  • Kfz-Schutzbrief

Sollten Sie im EU-Ausland unschuldig in einen Unfall verwickelt werden, erspart eine Ausland-Schadenschutzversicherung die Auseinandersetzung mit einer der dortigen Haftpflichtversicherungen. Schmerzensgeld, Wertminderung oder Ersatzwagen werden nach den Bedingungen der deutschen Kfz Versicherung abgewickelt. Für Sie und Ihr Wohnmobil bedeutet das im Vergleich eine höhere Entschädigung gemäß den deutschen Standards. Enthalten sind in der Regel sämtliche EU-Länder. Daneben gilt der Ausland-Schadenschutz meist auch für Island, Kroatien, Liechtenstein, Monaco, Norwegen und die Schweiz, manchmal auch für Andorra.

Ein Kfz-Schutzbrief ist ebenfalls eine sinnvolle Ergänzung. Übernommen werden Kosten für Pannen- und Unfallhilfe direkt vor Ort, Bergung des Wohnmobils, Abschleppen und der Rücktransport an den Heimatort. Je nach Versicherer können folgende Leistungen in die Wohnmobilversicherung eingeschlossen werden: Mietwagen und Übernachtung im Schadenfall, Weiter- oder Rückfahrt mit Bahn oder Flugzeug, der Versand von Ersatzteilen, die Unterstellung des beschädigten Wohnmobils. Ebenfalls enthalten ist der Kranken-Rücktransport oder die Rückholung von Kindern, sofern sie noch keine 15 Jahre alt sind. Der Kfz-Schutzbrief gilt im Allgemeinen für Deutschland und Europa, bei ausgewählten Versicherern sind auch Fahrten in außereuropäische Staaten rund um das Mittelmeer, auf die Kanarischen Inseln, die Azoren oder Madeira mit abgesichert.

Tipp

CosmosDirekt bietet bei der Kfz Versicherung neben dem Kfz-Schutzbrief auch eine Verkehrs-Rechtschutzversicherung an. Diese sichert Sie vor den finanziellen Folgen eines Rechtsstreits ab, egal ob es sich dabei um die Durchsetzung von Schadenersatz-Ansprüchen oder die Verteidigung gegen den Vorwurf einer Ordnungswidrigkeit handelt. Hier erfahren Sie mehr zur Kfz Versicherung von CosmosDirekt.


Wie kann ich bei der Wohnmobilversicherung sparen?

Wie bei jeder Kfz Versicherung auch, stehen Wohnmobil-Fahrern einige Optionen für Sonderrabatte offen. Einige Berufsgruppen, insbesondere Beamte und Angestellte im Öffentlichen Dienst, bekommen vergünstigte Tarife. Ebenso wirkt es sich positiv aus, wenn man bei einem Unternehmen weitere Versicherungen abgeschlossen hat. Für Bestandskunden gibt es oft einen beträchtlichen Beitragsnachlass. Manche Versicherer honorieren zudem, wenn bestimmte Materialien in der Karosserie verwendet wurden. So fällt die Kfz Versicherung für Wohnmobile, die aus glasfaserverstärkten Kunststoffen (GFK) bestehen, in der Regel niedriger aus als die für Wohnmobile mit Außenwänden aus Aluminium. Grund: GFK ist deutlich weniger anfällig für Hagelschäden.

Saisonkennzeichen

Da ein Wohnmobil vor allem während der wärmeren Monate bewegt wird, lohnt sich in vielen Fällen die Zulassung mit einem Saisonkennzeichen. Dieses ist für den gewählten Zeitraum gültig, zwischen zwei und elf zusammenhängenden Monaten innerhalb eines Kalenderjahres. Der Vorteil: Für die Zeit der Stilllegung zahlen Sie keine Kfz-Steuer und keine Kfz Versicherung. Allerdings dürfen Sie das Wohnmobil dann auf keinen Fall im Straßenverkehr bewegen oder auf öffentlichen Straßen/Plätzen abstellen. In der Ruhezeit besteht der Versicherungsschutz weiter, die sogenannte Ruheversicherung deckt je nach Versicherungsart bestimmte Haftpflicht- und Kasko-Schäden ab. Sie zahlen für die Ruheversicherung in der Regel keinen Beitrag, müssen aber das Wohnmobil auf einem eingezäunten Grundstück oder in einer Garage abstellen. Manchmal wird von den Versicherern auch ein Carport akzeptiert, der sich mit Kette und Vorhängeschloss sichern lässt.

Winterstellplatz

Wer sein Wohnmobil in den Winterschlaf schicken möchte, kann es auch ganz abmelden. Dafür fallen aber zusätzliche Gebühren an. Wie beim Saisonkennzeichen auch dürfen Sie das Wohnmobil nicht einfach auf der Straße abstellen. Neben Garage, eingezäuntem Grundstück oder Carport sind zudem Winterlager, wie sie für Boote und Yachten gemietet werden können, eine gute Unterbringungsmöglichkeit. Die Hallen sind überdacht und in der Regel beheizt, Wind und Wetter können dem Wohnmobil nichts anhaben. Wohnmobil-Händler bieten manchmal entsprechende Stellflächen an. Alternativ kann man bei manchen Bauern eine Scheune mieten. Wie beim Saisonkennzeichen zahlen Sie für die Zeit der Stilllegung keine Beiträge für Kfz-Steuer und Wohnmobilversicherung. Achten Sie aber darauf, dass mögliche Schäden durch eine Ruheversicherung abgedeckt sind.


Fazit: Der Weg zur passenden Wohnmobilversicherung

Wie bei jeder Kfz Versicherung gilt auch bei Wohnmobilen: Je wertvoller das Fahrzeug ist, desto umfassender sollte der Versicherungsschutz sein. Die Haftpflichtversicherung ist gesetzlich vorgeschriebenen. Die Kaskoversicherungen decken je nach Art Schäden aufgrund von Natureinwirkungen (Teilkasko) und zusätzlich Schäden aufgrund selbstverschuldeter Unfälle oder Beschädigungen durch Dritte ab, wenn der Verursacher nicht bekannt ist (Vollkasko). Insbesondere beim Abschluss einer Kaskoversicherung ist der Vergleich des Kleingedruckten entscheidend: Leistungsumfang und Ausschlusskriterien schwanken je nach Anbieter. Einige Versicherer verweigern zum Beispiel die Aufnahme von älteren Wohnmobilen oder es bestehen Einschränkungen bei Bauart oder Wohnmobil-Typ. So versichern manche Versicherungen keine US-Fahrzeuge oder bestimmte Aufbautypen. Zudem sehen manche Versicherer unter bestimmten Umständen von einer Kostenübernahme ab: Gelegentlich wird die Beschädigung aufgrund zu niedriger Durchfahrtshöhe als grobe Fahrlässigkeit bewertet. Auch ein hoher Selbstbehalt bei Hagelschäden ist nicht unüblich.



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