CosmosDirekt - Die Versicherung.
Sprit sparen - Tipps und Tricks

Sprit sparen

Die Preise für Benzin und Diesel sind an den Weltmarktpreis für Rohöl gekoppelt. Als Verbraucher wird man sich bei niedrigen Spritpreisen freuen und bei hohen Preisen überlegen, ob jede Kurzstrecke mit dem Auto sein muss. CosmosDirekt erklärt Ihnen, was sich in einem Verbrennungsmotor tut, wie Sie auch mit älteren Fahrzeugen Treibstoff sparen können.


Was macht der Sprit im Motor oder: Was macht der Motor mit dem Sprit?

Bevor man ans Spritsparen denkt, schadet es nicht, die Funktionsweise eines Verbrennungsmotors zu kennen. Erst dann versteht man nämlich auch die Maßnahmen, die zur Einsparung verhelfen. Beim heute üblichen Benzin- oder Dieselmotor in Fahrzeugen wird chemisch gespeicherte Energie für mechanische Arbeit genutzt. In den fossilen Brennstoffen Benzin und Diesel steckt jede Menge Energie, die durch einen Verbrennungsprozess umgewandelt und für die Fortbewegung des Fahrzeugs genutzt wird. Im Brennraum des Motors wird daher ein zündfähiges Kraftstoff-Luft-Gemisch angesaugt, verdichtet und verbrannt. Beim Benzinmotor übernehmen die Zündkerzen das Auslösen der Verbrennung, im Dieselmotor erfolgt dies durch stark verdichtete und heiße Luft von selbst (Selbstzünder). Die sich explosionsartig ausdehnenden Gase können dann ihre Arbeit verrichten, indem sie den Kolben im Zylinder bewegen.


Wovon hängt der Spritverbrauch ab?

Wichtig für den Spritverbrauch ist zu wissen, dass ein Motor erst bei optimaler Betriebstemperatur sparsam läuft. Und je schneller sich die Kurbelwelle unter Last drehen muss, desto mehr Kraftstoff wird benötigt. Neben der Motortechnik, die in den letzten Jahren mit vielen technischen Kniffen wie Zylinderabschaltung oder Start-Stopp-System den Spritverbrauch senkte, kommt es auch auf die Fahrweise an. Dazu gehören die Geschwindigkeit, die Beschleunigung und die Motordrehzahl. Weiterhin tragen folgende Faktoren zum Spritverbrauch bei:

  • Allgemeiner Wartungszustand: Ist das Motoröl frisch? Ist der Luftfilter sauber? Arbeiten Sensoren wie Luftmassenmesser und Lambda-Sonden korrekt, um das Gemisch richtig einzustellen? All diese Dinge können den Spritverbrauch erhöhen.
  • Energiebedarf durch zusätzliche Verbraucher: Eine eingeschaltete Klimaanlage erhöht den Verbrauch, ebenso Zuheizer beim Diesel oder über die 12 Volt-Steckdosen angeschlossene externe Verbraucher (zum Beispiel Kühlboxen, Heizdecken).
  • Dachträger und Zuladung: Sperrige Träger auf dem Autodach verursachen ebenso wie Fahrradträger einen beträchtlichen Windwiderstand. Auch schweres Gepäck kann den Spritverbrauch erhöhen.
  • Reifen: Mit zu wenig Luftdruck verbraucht das Fahrzeug mehr Kraftstoff. Breitreifen wirken sich ebenfalls auf den Verbrauch aus.
  • Art der Strecke: Auf Langstrecken wird das Auto immer am sparsamsten unterwegs sein, da der Motor im optimalen Bereich arbeiten kann. Kurzstrecken, auf denen der Motor nicht richtig warm wird, oder Stop-and-Go-Verkehr treiben den Verbrauch dagegen sprunghaft in die Höhe.
  • Witterung: Bei Kälte und Schnee muss man in der Regel mit einem Mehrverbrauch rechnen. Fahren Sie längere Zeit gegen starken Wind an, merkt man dies durch den erhöhten Widerstand auch am Spritverbrauch.
Der durchschnittliche Spritverbrauch von Neuwagen geht in den letzten Jahren deutlich zurück:
Kraftstoffverbrauch Neuwagen in Deutschland

Quelle: Statista, Datenbasis: KBA; Auto Club Europa


Spritspar-Tipps für die Praxis

Wir möchten Ihnen einige Tipps zum Sprit sparen vorstellen, von denen Sie einige sofort im Alltag umsetzen können. Viele Tipps erklären sich von selbst, da sie am eigenen Verhalten im Straßenverkehr ansetzen und unabhängig von der Motor-Technologie sind. Sie funktionieren auch mit älteren Autos. Wenn Sie zum Beispiel 20.000 Kilometer im Jahr unterwegs sind und im Schnitt einen Liter pro 100 Kilometer sparen, kommen schnell einige hundert Euro Ersparnis pro Jahr zusammen. Zusätzlich können Sie sparen, indem Sie die Kfz Versicherung wechseln.

  1. Nach dem Anlassen sofort losfahren: Je schneller der Motor auf Betriebstemperatur kommt, desto sparsamer läuft er. Warmlaufen im Stand bringt außer erhöhtem Verbrauch und Umweltverschmutzung durch Abgas und Lärm nichts.
  2. Früh hochschalten: Der erste Gang ist nur zum Anfahren, schon nach wenigen Metern sollten Sie in den zweiten Gang wechseln. Auch im Stadtverkehr kann ein Auto im vierten und fünften Gang mit schwimmen. Achten Sie darauf vor 2.000/min. hochzuschalten. Damit lässt sich in der Stadt viel Sprit sparen.
  3. Flott beschleunigen: Geben Sie beim Beschleunigen ruhig Gas, um schnell auf die Reisegeschwindigkeit zu kommen. Das verbraucht weniger Sprit als gemächlich schneller zu werden. Mit der Zielgeschwindigkeit und im höchsten Gang konsumiert der Motor am wenigsten Sprit.
  4. Konstante Fahrweise: Halten Sie ausreichend Abstand zum Vordermann und beobachten Sie den Verkehr. Jede Bremsung baut Bewegungsenergie ab, die Sie dann beim Beschleunigen wieder zuführen müssen. Eine vorausschauende Fahrweise spart Sprit ein.
  5. Im höchstmöglichen Gang fahren: Vermeiden Sie hochtouriges Fahren. Schalten Sie in den höchsten Gang, der möglich ist. Viele fahren unbewusst in einem zu kleinen Gang. Dabei lassen sich Autos problemlos mit Drehzahlen zwischen 1.500 und 2.000/min. bewegen, Diesel wegen ihres starken Drehmoments sogar noch niedriger. Erst wenn Sie ein deutliches Ruckeln spüren und der Motor nicht mehr spontan Gas annimmt, fahren Sie zu untertourig.
  6. Gefällfahrten mit Schubabschaltung: Drücken Sie nicht die Kupplung, sondern rollen Sie eingekuppelt weiter und nutzen Sie das Gefälle. Dabei wird nahezu kein Kraftstoff verbraucht und die Bremsen werden geschont.
  7. Motor aus im Stand: Die Start-Stopp-Automatik macht es selbsttätig, bei älteren Fahrzeugen müssen Sie selbst ran. Die Abschaltung des Motors kann sich bereits ab 10 Sekunden Stillstand lohnen.
  8. Kurzstrecken vermeiden: Die ersten zwei Kilometer ist der Kraftstoffverbrauch beim kalten Motor unverhältnismäßig hoch: Er kann umgerechnet bis zu 30 Liter pro 100 Kilometer betragen. Zusätzlich werden mehr Schadstoffe ausgestoßen.
  9. Maximal 75 % der Höchstgeschwindigkeit fahren: Wenn Ihr Auto Tempo 200 schafft, sollten Sie mit nicht mehr als 150 km/h unterwegs sein. Darüber steigt der Verbrauch überproportional an.
  10. Stromverbrauch minimieren: Stromfresser im Auto sind zum Beispiel die Klimaanlage und die Sitzheizung. Schalten Sie diese aus, sobald sie nicht mehr benötigt werden.
  11. Routenplanung optimieren: Wenn Sie ein Navigationsgerät nutzen, werden Ihnen oft die Optionen „Öko-Route“ oder „Kürzeste Strecke“ angeboten. Damit berechnet das Gerät eine Route, die nicht immer die schnellste, aber meist die Sprit sparende Alternative ist.
  12. Bordcomputer nutzen Viele Fahrzeuge haben im Multifunktionsdisplay auch eine Anzeige mit dem aktuellen und dem Durchschnittsverbrauch. Sie können sich daran orientieren und Ihren Fahrstil gegebenenfalls anpassen.
  13. Dach- und Heckträger: Wenn Sie keine Fahrräder oder Gepäck auf dem Dach transportieren, sollten Sie die Träger abmontieren. Sie erhöhen den Widerstand deutlich, sodass auch der Kraftstoffverbrauch spürbar nach oben geht.
  14. Optimaler Reifendruck: Fahren Sie gerne mit etwas zu viel Druck im Reifen, aber niemals mit zu wenig. Neben der stärkeren Abnutzung spüren Sie flache Pneus auch beim Tanken, denn der Verbrauch nimmt zu. Bei voller Beladung des Autos sollten Sie auch den Reifendruck erhöhen.
  15. Die richtigen Reifen verwenden: Wechseln Sie rechtzeitig von Winter- auf Sommerreifen. Denn durch die weichere Gummimischung weisen Winterreifen einen erhöhten Rollwiderstand auf. Eine weitere Spar-Option sind Leichtlaufreifen, die beim Sprit sparen helfen.
  16. Fenster schließen: Offene Fenster sind im Sommer angenehm, erhöhen aber durch die Turbulenzen den Luftwiderstand. Bei längeren Fahrten helfen geschlossene Fenster beim Spritsparen.
  17. Unnötige Beladung vermeiden: Prüfen Sie regelmäßig, ob Sie keinen unnötigen Ballast transportieren. 100 Kilogramm Zuladung können rund einen halben Liter Mehrverbrauch verursachen.
  18. Spritkosten senken per App: Aktuelle Spritpreise können Sie über Smartphone-Apps abrufen und vergleichen. Wenn eine Tankstelle in der Nähe deutlich günstiger ist, kann es sich lohnen, dort zu tanken.

Fazit

Spritsparen kann Spaß machen und zu einer entspannten Fahrweise verhelfen. Wenn Sie die Spritspar-Tipps befolgen, können Sie den Verbrauch Ihres Autos senken und mehr Bares in der Geldbörse behalten. Achten Sie daher für ein gutes Zapfsäulen-Gefühl auf Ihren Fahrstil und ein gut gewartetes Fahrzeug.



Die Autoversicherung bei der Nummer 1#*#!

War der Artikel hilfreich? Helfen Sie anderen und teilen Sie den Ratgeber: